Landtagskandidat Müller fordert: „Infektionen in Seniorenheimen unterbinden“

22. Januar 2021 | Kategorie: Politik regional, Südwestpfalz und Westpfalz, Wahlspecial: Landtagswahl RLP 2021

Landtagskandidat Joshua Müller (Busenberg, Verbandsgemeinde Dahner Felsenland). Er studiert in Mannheim Politikwissenschaften und Geschichte.
Foto: J. Müller

Südwestpfalz. Die Strategie zum Schutz älterer Menschen vor Erkrankung an Covid-19 müsse dringend angepasst werden, verlangt Joshua Müller, Direktkandidat der Partei DIE LINKE im Wahlkreis 48 Pirmasens.

Dies gelte vor allem für Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen. „Die schärfsten Maßnahmen verfehlen ihren Zweck, wenn sie nicht dazu taugen, Hochrisikogruppen vor einer Infektion zu schützen.“

Es sei nicht zu vermitteln, warum Bundesliga-Profis ein Recht auf regelmäßige Labortests zugesichert werde, während die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe mit unzuverlässigen Schnelltests abgespeist würde, deren konsequente Durchführung aufgrund der angespannten Personalsituation in den Einrichtungen nicht sichergestellt werden könne, moniert der Landtagskandidat aus Busenberg (VG Dahner Felsenland) weiter.

Der Einsatz der Bundeswehr sei keine Dauerlösung gegen den drängenden Personalmangel. „Wir brauchen dringend ein Recht auf regelmäßige Labortests für Menschen mit Angehörigen in Seniorenheimen, sowie ein deutliches Mehr an Pflegepersonal“, betont er.

Die Corona-Situation in Pirmasens und in der Südwestpfalz sei trotz leicht sinkender Inzidenzwerte weiterhin sehr angespannt, konstatiert Joshua Müller. „Vor allem in Senioren- und Pflegeheimen kommt es immer wieder zu Neuinfektionen und leider auch zu Todesfällen.

So wurden allein am Mittwoch 45 Neuinfektionen in der Südwestpfalz gemeldet, 21 davon in Seniorenheimen. Da der Schutz von Risikogruppen unser höchstes Ziel sein muss, ist diese Entwicklung absolut inakzeptabel.“

Bessere Impfstrategie hätte Leben retten können

Auch die Impfkampagne laufe nur mäßig an, bedauert der südwestpfälzische Wahlkreiskandidat. Erst unlängst hätte das Land Rheinland-Pfalz verkündet, dass es zunächst 30.000 Impfdosen weniger erhalten wird als ursprünglich vom Bund zugesichert.

„Weitere Todesfälle, die durch eine bessere und schnellere Umsetzung der Impfkampagne hätten verhindert werden können, sind die Folge“, sieht Joshua Müller voraus.

Der akute Mangel an Impfstoff gefährde den allgemeinen Erfolg der Impfstrategie. „Deshalb muss der Bund endlich die Lizenzen zur Herstellung des Impfstoffes freigeben, fordert Joshua Müller. „Dies wäre rechtlich möglich und könnte Leben retten“, ist er überzeugt. (Werner G. Stähle)

 

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