
Impfzentrum in Wörth.
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express
Kreis Germersheim – Landrat Dr. Fritz Brechtel plädiert für eine Ausweitung der Impfmöglichkeiten, so dass sich auch Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren mit dem Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten impfen lassen können.
„Die Entbehrungen für Kinder und insbesondere junge Erwachsene waren in den zurückliegenden Monaten immens. Und jetzt verweigern wir Ihnen die Impfung? Dass kann ich nicht nachvollziehen und plädiere daher an die zuständigen Stellen in Mainz: bitte ermöglichen Sie 16- und 17-jährigen jungen Menschen eine Corona-Schutzimpfung.“
In einigen Bundesländer ist das Impfen von Jugendlichen bereits möglich, jedoch nicht in Rheinland-Pfalz, weil sich das Bundesland streng an die (bis dato fehlende) Empfehlung der „Ständigen Impfkommission“ (Stiko) hält.
Nach Ansicht Brechtels gibt es viele Jugendliche, die sich freiwillig impfen lassen möchten. Das Impfzentrum in Wörth eigne sich bestens dafür, auch Jugendliche zu impfen – zum Beispiel durch Sonderaktionen. „Gerade im Hinblick auf die befürchtete vierte Welle sowie die gewünschte Sicherheit in Schulen sollten vor Schulbeginn vor allen Dingen ältere Jugendliche die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen und damit sich und andere entsprechend zu schützen“, so Brechtel. Das Anliegen wurde bereits bei den zuständigen Landesbehörden vorgetragen, eine abschließende Antwort steht noch aus. „Wir hoffen, möglichst bald grünes Licht vom Land zu bekommen, damit wir im Impfzentrum in Wörth auch Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren ohne Termin gegen Corona impfen lassen können.“
In Bundesländern, die solche Aktionen bereits durchgeführt haben, mussten die impfwilligen jungen Menschen neben Impfpass, Gesundheitskarte und Personalausweis lediglich eine Einverständniserklärung sowie einen vom Erziehungsberechtigten unterschriebenen Anamnesebogen mitbringen. (kv/red)

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