Montag 20.Juli 2026

Landau: Unfall inszeniert – Fahrer wollte offenbar Versicherung kassieren

7. September 2025 | Kategorie: Landau

Foto: Pfalz-Express

Landau – Was zunächst wie ein gewöhnlicher Blechschaden aussah, entpuppte sich am Samstagmittag (6. September 2025) in der Weißquartierstraße als dreister Täuschungsversuch.

Eine Autofahrerin wollte gerade rückwärts aus einer Parklücke ausparken, als es zum Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug kam, das in Richtung Weißquartierplatz unterwegs war.

Doch mehrere Zeugen beobachteten eine auffällige Szene: Der Fahrer soll kurz vor dem Crash noch beschleunigt haben, offenbar gezielt in Richtung des ausparkenden Autos. Der Verdacht liegt nahe, dass der Mann den Unfall absichtlich provozierte, um später Versicherungsleistungen zu erschleichen.

Die Polizei ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und versuchten Versicherungsbetrugs. Der Führerschein des Mannes wurde vorerst einkassiert.

Ein Blick zurück: Vorgehensweise ähnlich Landauer „Autobumser“

Dieses Szenario erinnert an einen Fall, der immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hat – den sogenannten Autobumser-Prozess. Dabei wird einem Landauer Mann vorgeworfen, über 53 absichtlich herbeigeführte Auffahrunfälle Unterschlagungen bei Versicherungen organisiert zu haben, oft nahe dem Landauer Ring oder Marienring. In mindestens 27 Fällen war auch eine Landauer Rechtsanwältin involviert, die ihm beim Betrug geholfen haben soll.

Doch der Prozess zieht sich indes wie Kaugummi. Immer wieder wurde er verschoben – mal wegen angeblicher Krankheit des Angeklagten, mal wegen fehlender Gutachten. Als Antwort einer Anfrage des Pfalz-Express vom 18. März 2025 hieß es vom Gericht, der Angeklagte sei „zwischenzeitlich von einem Gerichtsgutachter erneut exploriert worden“ und man rechne „innerhalb von sechs Wochen mit dem schriftlichen Gutachten“. Doch auch Monate später: Funkstille.

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