
18 Jahre lenkte Kurt Beck – hier mit Ehefrau Roswitha – die Geschicke von Rheinland-Pfalz.
Fotos: pfalz-express.de
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Steinfeld – Kurt Beck ist am 5. Februar 65 Jahre alt geworden. 18 Jahre lang war er Ministerpräsident, Landesvater für die Rheinland-Pfälzer. Im Januar letzten Jahres trat er zurück. Von einem beschaulichen Rentnerdasein ist Beck aber weit entfernt.
Er ist Vorsitzender der SPD-nahen Friedrich Ebert Stiftung, Berater für das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim und steht ZDF-Verwaltungsrat vor.
Und natürlich ist er nach wie vor ein gewichtiges Zugpferd für die SPD, besonders in seiner südpfälzer Heimat. Er lebt noch immer in seinem Heimatort Steinfeld und lässt kaum einen Termin seiner Partei in der Region aus.
Man könne ihm gerne „jedwede Arbeiten“ zuteilen, sagte der ehemalige Landes-Chef im letzten Jahr, als es um Landratswahl und Bundestagswahl ging, und meinte damit, sich auch an Wahlständen die Beine in den Bauch zu stehen, Kaffee auszuschenken und natürlich „mit de Leut“ reden – seine Spezialität. Die sprichwörtliche Volksnähe war für Beck gewiss keine leere Phrase. Wo immer er hinkam, er kannte unzählige Menschen mit Namen, begrüßte mit Handschlag und plauderte leutselig. Neben der fast zwei Jahrzehnte langen Gewohnheit sicher mit ein Grund, weshalb ihn Viele noch immer mit „Herr Ministerpräsident“ anreden.
Er habe sich in seiner langjährigen Amtszeit nicht geschont und sein Amt nie nur als Beruf, sondern immer auch als Berufung gesehen und ausgefüllt, sagt seine Nachfolgerin Malu Dreyer. „Ich freue mich, dass Kurt Beck in diesem Jahr zahlreiche Preise, Auszeichnungen und Ehrungen entgegennehmen konnte, die allesamt nochmals deutlich machten, was er in seiner Amtszeit als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident geleistet hat“, gratulierte Dreyer.
Eine riesige Gratulantenschar war ihm gewiss. Und auch in Zukunft wird wohl immer mit Kurt Beck zu rechnen sein. (cli)

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