Freitag, 18. Oktober 2019

Kreis Germersheim: Lidl-Marke „Eridanous“ mit wegretuschierten Kreuzen auf Verpackung – Kunden ärgern sich

3. September 2017 | 8 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim
Verpackung ohne Kreuze (zum Vergrößern anklicken). Foto: Barbara Wenz

Verpackung ohne Kreuze (zum Vergrößern anklicken).
Foto: Barbara Wenz

Kreis Germersheim – Der Discounter Lidl führt in regelmäßigen Abständen Kampagnen mit kulinarischen Produkte aus aller Welt durch. Unlängst konnten Kunden „Spezialitäten aus Griechenland“ der Eigenmarke „Eridanous“ kaufen.

Häufig sind auf den Verpackungen landschaftliche Motive zu sehen, fast immer die Insel Santorin, ein beliebtes Urlaubsziel. Typisch ist die kykladische Architektur mit ihren weiß-blauen Häusern und griechisch-orthodoxen Kirchen mit Kuppeldach, in der Mitte ein kleines Kreuz.

Was eine Weile lang gar nicht bemerkt wurde: Lidl hatte auf sämtlichen Verpackungen die Kreuze wegretuschiert. Zuerst wurde die Marke in Belgien und den Niederlanden vertrieben, wo Käufer aufgebracht reagierten.

Auch im Kreis Germersheim sind die Produkte im Umlauf. Kunden berichten, dass die Kreuze auf Feta, Yogas, Olivenöl oder Tzatziki verschwunden sind – und sind ebenfalls nicht erbaut darüber. Einige planen, die „kreuzlosen“ Delikatessen wieder zurückzugeben oder sogar wegzuwerfen, wie der Pfalz-Express erfuhr.

Zuerst hatte die belgische Nachrichtenplattform „RTL Info“ darüber berichtet. Der Grund: „Wir vermeiden grundsätzlich den Gebrauch von religiösen Symbolen. Damit wollen wir unsere Neutralität unterstreichen“, sagte ein Sprecher von Lidl Belgien laut eines „Chip“-Berichts. Das Unternehmen respektiere religiöse Vielfalt, deshalb habe man das Design verändert.

Das kam gar nicht gut an: Im Internet verbreitete sich ein Sturm der Entrüstung. Nach dem Shitstorm habe das Unternehmen in Belgien verlauten lassen: „Es war niemals unsere Absicht zu verletzten. Wenn das anders wahrgenommen wurde, möchten wir uns entschuldigen.“

Pfalz-Express hat Lidl Deutschland um eine Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen antwortete daraufhin: „Wir verkaufen unser beliebtes Eridanous-Sortiment seit über zehn Jahren in unseren Filialen in ganz Europa. In dieser Zeit gab es immer wieder Veränderungen am Verpackungsdesign. Es tut uns sehr leid, dass das aktuelle Design für Unmut sorgt, dahinter steckt keine böse Absicht. Wir werden das Feedback weitergeben und dieses bei der Gestaltung künftiger Verpackungen berücksichtigen.“

(red/cli)

Die Kirchen im Original. Foto: Pixabay (CC0).

Die Kirchen im Original.
Foto: Pixabay (CC0).

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8 Kommentare auf "Kreis Germersheim: Lidl-Marke „Eridanous“ mit wegretuschierten Kreuzen auf Verpackung – Kunden ärgern sich"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    Der Grund: „Wir vermeiden grundsätzlich den Gebrauch von religiösen Symbolen.“
    ———————————-
    Vorgeschobene Lüge.
    Die gleiche Firma druckt dick und fett auf ihre islamischen Produkte das Wort HALAL auf.
    Ein durch die Scharia vorgeschriebene Schächtung, tierquälerisch, islamisch.

    Aber:
    EINE ISLAMISIERUNG FINDET NICHT STATT!
    In den Köpfen von vielen ist sie längst abgeschlossen?!

    Boykottiert den LIDL!

  2. Lucifer´s Friend sagt:

    So ein Quatsch, als hätte Deutschland keine andere Probleme, Griechenland ist nun mal ein Christlich geprägtes Land und dort sind Christliche Symbole wie das Kreuz völlig normal. Ich bin mal gespannt, wann auf den Verpackungen eine Moschee zu sehen ist, denn der Islam gehört nicht zu Europa. Alles andere ist pure Volksverdummung und Kulturzerstörung.

  3. Familienvater sagt:

    Wenn Lidl sich dem Islam aus Opportunismus vorauseilend beschwichtigend unterwirft, können die Noch freien Verbraucher auch Lidl vom Einkaufszettel „wegretuschieren“.

    Winston Churchill:
    An appeaser is one who feeds a crocodile, hoping it will eat him last.
    „Ein Beschwichtiger füttert das Krokodil, in der Hoffnung als letzter gefressen zu werden.

    Die dümmsten Kälber wählen sich ihren Metzger selber.

  4. Ernst schramm sagt:

    Lidl will neutral sein, also neutralisieren wir Lidl. Ich trage keinen Euro mehr hin.

  5. HeinBloedt sagt:

    Das ist mir als Kunde doch Sch…egal, ob auf der Vepackung was wegretuschiert ist oder nicht..
    Ich kaufe ja schliesslich ein Produkt und kein Kunstwerk…

    Da sieht man mal wieder wie verblödet unsere Gesellschaft ist, sich über sowas aufzuregen…
    Als ob wir keine anderen Probleme hätten…

    • Danny G. sagt:

      Stimmt.. in der ganzen „arabischen Welt“ werden die Gesichter der Frauen wegretuschiert und wir regen uns nicht mehr drüber auf. Wollen das sogar bei uns „integrieren“.

  6. Steuerzahler sagt:

    HeinBloedt – einer der letzten Lidl-Kunden.

  7. Familienvater sagt:

    Für alle Egomanen im Wolkenkukuksheim, auf der Gartenparty, der Feierbiester auf den Narrenschiffen Deutschland und Europa oder der Toscanafraktion, die bei Rotwein und Champagner die Zukunft ihrer Kinder und Enkelkinder vergeigen, sei auf einen Artikel von Marco Gallinas Löwenblock einschließlich der Zuschriften verwiesen.

    ——————————————————————————————————–
    „Die verlorenen Kreuze von Santorin
    5. September 2017
    Kategorie: Alltägliche Gedankenstreifzüge | Ich bin Guelfe, ich kann nicht anders | Ironie | Linkverweis | Sprüche & Aphorismen

    Der Fall der von Lidl um ihre Kreuze betrogenen Dächer von Santorin zeigt vor allem eines: wenn man „Minderheiten“ nicht auf die Füße treten will, dann eben nur einer ganz bestimmten. Dass sich die griechischen Kunden beleidigt fühlen könnten, daran dachte wohl niemand in der Marketingabteilung.

    2 Antworten
    Pérégrinateur sagt:
    5. September 2017 um 4:49

    Offenbar brauchen manche die Demonstration, dass auch andere Zehen an den Füßen haben und es spüren, wenn auf diese getreten wird. Am besten macht man ihnen diesen überraschenden Umstand deutlich, indem man den Achtlosen selbst genauso auf die Füße trampelt. Diese Maßregel ist übrigens nicht auf zu belehrende Unternehmen beschränkt. Es muss ja nicht immer gleich ein Pfund Fleisch aus Herzensnähe sein; schon die Versetzung aus den weichen Lobbyclubsesseln auf härtere Bänke kann manchem ein Licht aufgehen lassen.

    Bei einigen allerdings werden Hopfen und Malz (und auch was es sonst noch an Bioprodukten geben mag, die von der garantiert gentechnikfreien Kindergartensonne gewärmt wurden) verloren sein. Daran sollte man 24/9 denken. (Letzteres nur fürs Coffee-to-go-Publikum, das einen Satz ohne Amerikanismen wohl gar nicht mehr versteht.)
    Antworten
    Ivan de Grisogono sagt:
    5. September 2017 um 21:56

    Vor einiger Zeit gab es eine ähnliche Geschichte mit dem Gipfelkreuz auf der Zugspitze!
    „Gipfelkreuz vor arabischen Turisten versteckt“, Die Welt, 20.8.2012
    Ausverkauf i.e. Unterwerfung auch schon in Bayern?“

    ——————————————————————————————————————–
    Damit Michel und Micheline ihren Kindern und Enkelkindern nicht das alte Lied „Wenn wir das gewusst hätten, wären wir dagegen aufgestanden“ vorlügen können, sei nochmal auf die Seiten von David Berger und Vera Lengsfeld aufmerksam gemacht:

    https://philosophia-perennis.com/2017/08/28/merkelwaehler/

    http://vera-lengsfeld.de/2017/08/31/das-dicke-ende-kommt-nach-der-wahl-1/

    „Im übrigen bin ich der Meinung, daß Angela Merkel mitsamt ihrem rückgratlosem Kabinett und allen Mitgliedern der SED 2.0 aus CDUCSUSPDGRÜNENLINKEN abgewählt werden muss!
    Danach müssen sie sich alle vor einem ordentlichen Gericht für den Schaden, den sie Deutschland und Europa durch ihre Rechts- und Vertragsbrüche zugefügt haben, verantworten.“

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