Mittwoch 22.Juli 2026

Kreis Germersheim beschafft neuen Abrollbehälter „Gefahrgut“

16. Juni 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim

Symbolbild (KI): Pfalz-Express

Der Kreis Germersheim investiert in die Modernisierung seines Katastrophenschutzes. Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung die Beschaffung eines neuen Abrollbehälters Gefahrgut (AB-G) für den Gefahrstoffzug beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 565.000 Euro.

Ein Abrollbehälter (AB) ist im Feuerwehr- und Katastrophenschutz im Grunde ein großer, austauschbarer Spezialcontainer auf Rollsystem, vergleichbar mit einem Lkw-Container, der aber speziell für Einsatzzwecke gebaut ist.

Mit dem neuen System soll die Einsatzfähigkeit bei Unfällen und Schadenslagen mit gefährlichen Stoffen weiter verbessert werden. Landrat Martin Brandl bezeichnete die Anschaffung als wichtigen Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung. „Mit dieser zukunftsweisenden Investition stärken wir den Schutz unserer Bürger sowie unserer Einsatzkräfte bei komplexen Schadenslagen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Stoffen nachhaltig“, erklärte er.

Der Landkreis ist als untere Katastrophenschutzbehörde gesetzlich verpflichtet, eine leistungsfähige Einheit zur Abwehr von Gefahrgutrisiken vorzuhalten. Der neue Abrollbehälter dient dem Transport von Spezialausrüstung und ermöglicht die schnelle Bereitstellung von Auffang-, Abdichtungs-, Mess- und Dekontaminationsmaterial direkt am Einsatzort.

Er ersetzt einen Gerätewagen aus dem Jahr 1993, der nach Angaben des Landkreises nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Das neue System soll nicht nur bei Einsätzen im Kreisgebiet genutzt werden, sondern im Rahmen der Amtshilfe auch benachbarte Regionen unterstützen.

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Betzel sieht in der Anschaffung einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Gefahrstoffzugs. „Der neue Abrollbehälter ist ein unverzichtbarer Baustein für eine moderne, leistungsfähige Gefahrenabwehr. Er garantiert, dass unsere gut ausgebildeten Helfer auch in Zukunft auf erstklassiges Material zurückgreifen können, um im Ernstfall schnell und effektiv überörtlich Hilfe zu leisten“, sagte Betzel nach der Kreistagssitzung.

Unterstützt wird die Beschaffung durch das Land Rheinland-Pfalz, das bereits 2025 eine Förderung in Höhe von 120.000 Euro bewilligt hatte.

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