
Foto: Pfalz-Express
Ludwigshafen – Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat die Ermittlungen zum Brand eines Mehrfamilienhauses am Danziger Platz in Ludwigshafen, bei dem am 3. Februar 2008 neun Menschen türkischer Herkunft, darunter fünf Kinder, ums Leben kamen, erneut eingestellt.
Ein Tatnachweis für Brandstiftung konnte nicht erbracht werden. Bereits 2011 waren die Ermittlungen ohne Ergebnis beendet worden. 2023 wurde das Verfahren wieder aufgenommen, nachdem ein Zeuge behauptet hatte, eine Person habe ihm gegenüber gestanden, den Brand gelegt zu haben.
Der Zeuge berichtete, der Beschuldigte habe ihm während eines gemeinsamen Gefängnisaufenthalts in der Türkei von der Tat erzählt und auch drei weiteren Häftlingen davon berichtet.
Die türkischen Behörden konnten den Beschuldigten nicht ausfindig machen, vernahmen aber die genannten Zeugen. Deren Aussagen waren jedoch widersprüchlich und unplausibel. Einige sprachen von Bränden an anderen Orten, etwa einem Anschlag in Solingen 1993, oder einem angeblichen Brand in Ludwigshafen 2018, bei dem der Beschuldigte sein eigenes Haus für Versicherungsgelder in Brand gesetzt haben soll.
Solche Vorfälle konnten nicht bestätigt werden. Die Aussagen der Zeugen scheinen auf Spekulationen aus der türkischen Presse von 2008 zu basieren, die sich damals nicht erhärten ließen. Zudem ergaben die Ermittlungen, dass die Zeugen möglicherweise aus Rache handelten. Sie waren aufgrund von Aussagen des Beschuldigten in einem türkischen Betrugsverfahren inhaftiert gewesen und könnten deshalb falsche Angaben gemacht haben, um ihm zu schaden.
Ehemalige Bewohner des Hauses, teilweise Verwandte des Beschuldigten, erklärten, es gebe keinen Grund, warum er eine solche Tat hätte begehen sollen. Differenzen mit anderen Hausbewohnern seien nicht bekannt.
Der Beschuldigte selbst meldete sich freiwillig bei der Staatsanwaltschaft und bestritt, den Brand gelegt oder dies jemals behauptet zu haben. Er vermutet eine Racheaktion der Zeugen. Nach umfassenden Ermittlungen in Deutschland und der Türkei fehlen stichhaltige Beweise für eine Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat das Verfahren daher erneut eingestellt.

Diesen Artikel drucken


Neustadt – Am Donnerstagmorgen, 15. Mai 2025, kam es gegen 6:30 Uhr zu einem Brand in der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der ...
Speyer – Nach dem Brand in einem Kosmetikstudio in Speyer am Abend des 24. Januar vermuten die Ermittler liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand ...
Stockholm – Die Ermittlungen der schwedischen Justiz gegen Wikileaks-Mitgründer Julian Assange wegen des Vorwurfs einer Vergewaltigung werden eingestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft ...
Albertville – Patrick Quincy, der für die Ermittlungen zu Michael Schumachers Skiunfall verantwortliche Staatsanwalt, hat erklärt, dass dem Vorfall kein strafbares Verhalten ...
Böbingen – Am 10. April gegen 17:30 Uhr kam es in einem Haus Am Triefenbach in Böbingen zu einem Wohnhausbrand, bei dem ...
Mühlhausen – Nach mehr als einem halben Jahr werden die Ermittlungen gegen AfD-Chef Alexander Gauland wegen Volksverhetzung nach einem Wahlkampfauftritt im thüringischen ...
Speyer – Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Vergewaltigung gegen vier Jugendliche eingestellt. Das teilte Oberstaatsanwältin Doris ...
Rohrbach – Nach einem Brand auf einem Firmengelände in Rohrbach am 9. Juni 2024 (wir berichteten) haben die Brandermittler der Kriminalinspektion Landau ...
Pfullendorf – Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat die Ermittlungen gegen sieben Bundeswehr-Soldaten aus Pfullendorf wegen quälerischer Aufnahmerituale eingestellt. „Die genauen Urheber sowie der ...
Landau. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Koblenz im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2008 in Bingen wurde eingestellt. Bis zu sieben Personen waren unter ...
Annweiler. Am Donnerstag, 11. Juni 2015, um 3.23 Uhr, kam es auf dem umzäunten Betriebsgelände einer holzverarbeitenden Firma in Annweiler-Gräfenhausen, zu einem ...











