Samstag, 16. November 2019

Kandel: Wahlkampfauftakt von Verbandsbürgermeister Volker Poß: „Mittendrin“ mit viel Erfahrung

20. August 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional, Regional
Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD) tritt wieder an Fotos: pfalz-express.de/Licht

Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD) tritt wieder an.
Fotos: pfalz-express.de/Licht

Kandel – Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD) ist in den Wahlkampf gestartet. In der Verbandsgemeinde wird am 25. September der Bürgermeister gewählt. Herausforderer Michael Niedermeier (CDU) ist der einzige Gegenkandidat.

Auf Einladung der AG 60plus referierte Poß im Naturfreundehaus Kandel über die Zukunft der Verbandsgemeinde, seine bisherige Arbeit als Bürgermeister und seine künftigen Ziele.

Als Motto hat Poß „mittendrin“ gewählt: „Mitten in der Verbandsgemeinde, mitten unter den Bürgern, mitten in der Verantwortung und „mit 55 Jahren auch mitten im Leben.“

Punkten kann Poß mit jahrzehntelanger Erfahrung. Der Diplom-Verwaltungswirt (FH) ist seit mehr als 30 Jahren in Führungsfunktionen in der Verwaltung tätig, seit April 2009 als Bürgermeister. Poß ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

„Ich weiß, wie Verwaltung funktioniert und will die bürgerfreundliche und effiziente Verwaltungsarbeit auch in den kommenden Jahren fortführen“, versichert der Bürgermeister.

Unterstützung bekommt Poß zudem von benachbarten Kommunen: Der Wörther Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche, mit dem Poß derzeit Gespräche über ein gemeinsames Mittelzentrum führt (Mittelzentren dienen als Anlaufpunkt für Versorgung an Waren, Dienstleistungen und Infrastrukturangeboten), will die Zusammenarbeit intensiv fortführen.

Und mit dem Hagenbacher VG-Bürgermeister Reinhard Scherrer kann Poß auf eine ganz besonders erfolgreiche Kooperation zurückblicken: Das Projekt „Starke Kommunen – Starkes Land“ hat für beide Gemeinden weitreichende Vorteile gebracht. Auch wenn das Projekt nun offiziell ausgelaufen ist, werden angegangene Maßnahmen weiter gemeinsam fortgesetzt.

Wohnraum wird ausgewiesen

Der dringend gebrauchte Wohnraum und die Erschließung neuer Baugebiete stünden in einem besonderen Fokus, sagte Poß.

Zwar sei die Wohnbauausweisung nicht immer so ausgefallen, wie es sich die Ortsgemeinden gewünscht hätten, denn die Regionalplanung sei teils sehr restriktiv gewesen (in Deutschland bestehen übergeordnet auf Bundes- und Länderebene Vorgaben).

„Aber ich denke, wir haben einen vertretbaren Kompromiss gefunden und werden auch planerisch nachsteuern“, so Poß – einen kleinen Wink in Richtung seines Herausforderers eingeschlossen. Dieser habe versucht, bei Bürgerversammlungen in „schulmeisterlicher Manier“ zu belehren, wie man Baugebietsastweisungen machen solle. „Mit meiner Erfahrung nehme ich an Anspruch, zu wissen, wie man es richtig macht. Was in einer Gemeinde gut ist, muss in einer anderen nicht immer passend sein“, sagte Poß.

Offenbar gehe Niedermeier (aufgrund seiner Tätigkeit in Landau) von einer gleichen Planungsstruktur aus. Dem sei aber nicht so. Ortsgemeinden gehörten außerdem nicht bevormundet. Als Verwaltungschef müsse man ordentlich und sachlich beraten und Ergebnisse gemeinsam mit den Räten in guter Weise umsetzen.

Bürger mit einbinden

In der Verbandsgemeinde lebe es sich gut, so Poß. Dazu gehörten aber zahlreiche Akteure, „nicht nur der Bürgermeister.“ Viele müssten zusammenarbeiten, um Dinge zu erreichen. Deshalb wolle er weiter Kräfte bündeln zum Wohl der Gemeinden und der Stadt Kandel: „Zusammen können wir viel erreichen.“

Auch die Bürger will Poß so weit als möglich in Entscheidungen einbinden. Als Beispiel nannte er den vor einigen Tagen erhaltenen Förderbescheid „Aktive Stadt“, der einen Kostenrahmen von rund 6 Millionen Euro für Maßnahmen im Innenstadtbereich von Kandel umfasst: „Auch da gehen wir mit Bürgerbeteiligung dran.“

Rückblick und Ausblick

In den Ortsgemeinden stünden wichtige Vorhaben an wie die Kita in Winden, das generationsübergreifende Wohnen in Steinweiler oder die Seniorentagesstätte in Minfeld.

In Kandel seien alle Anträge für den Neubau am Feuerwehrgerätehaus gestellt, berichtete Poß. Dieses soll als Service- und Dienstleitungszentrum für den gesamten südlichen Landkreis dienen. Das bestehende Gebäude müsse umfassend saniert werden. Kostenpunkt: Rund 3,3 Millionen Euro in den nächsten Jahren, 750.000 Euro an Zuschüsse werden erwartet.

Es sei wichtig, betonte Poß, dass die Wehren optimal ausgestattet seien: “Ich bin sehr dankbar für die leistungsbereiten Feuerwehrkameraden, die im Ehrenamt Dienst verrichten.“

Poß berichtete detailliert über die Sanierung und Einführung der Ganztagsschule an der Ludwig-Riedunger-Grundschule in Kandel, über Überlegungen zu den Hallen in Freckenfeld und Minfeld, über Kanal- und Leitungsarbeiten, Pläne für den Wasserturm in Kandel, der Flüchtlingssituation, der Tempo-30-Zone in der Kandeler Rheinstraße und zahlreiche anstehenden Vorhaben (Pfalz-Express berichtet darüber in den nächsten Tagen gesondert).

Kurz ging der Bürgermeister auf die IGS-Diskussion mit den Kreis ein und betonte, er selbst habe keinen Streit mit Landrat. Dieser würde eher „von außen“ an beide herangetragen. Er weise aber nochmals darauf hin, dass die Verbandsgemeinde rechtlich nicht verpflichtet sei, sich finanziell an einem Neubau zu beteiligen. Der Kreis hingegen sei in der Verpflichtung.

Voraussichtlich am 1. September soll im Verbandsgemeinderat eine neue Abstimmung stattfinden. Poß entschuldigte sich dafür, dass er sich bei der letzten Abstimmung verzählt hatte.

Für die neue Amtsperiode wolle er weiterhin allen Bürgern zur Seite stehen – mit „Lebenserfahrung und Verwaltungserfahrung“. „Beides will ich gerne wieder mit ganzer Kraft in die Verbandsgemeinde einbringen“, versichert Poß. Er sei in Kandel geboren, kenne „Land und Leute“ und werde sein Bestes geben.

Lob und Ansporn

Viel Bestätigung erfuhr Poß nach seinem Vortrag von seinen Bürgermeisterkollegen. Dennis Nitsche sagte, das Beste, was man über einen Bürgermeister sagen könne, treffe auf Volker Poß zu: „Du wirst bemerkt, du tust der Verbandsgemeinde gut. Für dich ist es nicht nur ein Verwaltungsjob , sondern du brennst dafür“.

Reinhard Scherrer würdigte die „tolle Zusammenarbeit“ mit Poß: „Mit dir gab es keinen Stillstand, sondern Fortschritt.“ Er würde ungern mit einem anderen Verbandsbürgermeister zusammenarbeiten.

Auch Klaus Böhm, Vorsitzender der AG 60plus im SPD-Gemeindeverband Kandel, war des Lobes voll über den Verbandsbürgermeister. Poß sei immer mit Herzblut und Freude bei der Arbeit und sei dynamisch, fleißig, habe stets mit seiner ausgleichenden Art die Interessen der VG im Blick. „Er ist der Kompetenteste für dieses Amt“, so Böhm.

Poß habe mit dem „Bienwald-Kleeblatt“ Kandel, Hagenbach, Jockgrim und jetzt Wörth auch die interkommunale Zusammenarbeit erfolgreich vorangetrieben. „Ich würde mich freuen, wenn es weiter so läuft“, sagte Böhm. „Deshalb unterstützen wir Volker Poß.“

Auch Wolfgang Thiel, Vorsitzender der AG 60plus Südpfalz, zeigte Flagge: Poß´ Slogan „mittendrin“ sei eine Geisteshaltung: „Du stehst drin und nicht drüber.“ (cli)

Unterstützung von Bürgermeisterkollegen und Parteifreunden.

Unterstützung von Bürgermeisterkollegen und Parteifreunden. V.li.: Volker Poß, Klaus Böhm, Dr. Dennis Nitsche, Hellmuth Varnay, Reinhard Scherrer und Kandels Stadtbürgermeister Günther Tielebörger.

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