Kandel – Die Asklepios Südpfalzklinik Kandel schließt zum 28. Februar die Abteilung für Geburtshilfe. Grund für die Entscheidung sei die sich zuspitzende Personalsituation, teilte die Klinik mit.
Trotz intensiver Bemühungen in den vergangenen Jahren sei es nicht gelungen, freie Hebammen-Stellen zu besetzen.
Aktuell stellen fünf Hebammen in Teilzeit im Schicht- und Bereitschaftsdienst eine 24-Stunden-Präsenz sicher. „Viele sind bereits an ihrer persönlichen Belastungsgrenze angelangt“, so Marianne Heurich, Stellvertretende Geschäftsführerin der Asklepios Südpfalzkliniken. Deshalb habe man zusammen mit dem Betriebsrat nach Lösungen gesucht. „Letztlich mussten wir uns aber gemeinsam für eine Schließung aussprechen.“
Chefarzt Dr. Karl Kunz sagte, durch die angespannte Personalsituation sei es immer schwerer gefallen, den Kreissaal durchgehend mit Hebammen zu besetzen. Langfristig werde man nicht mehr in der Lage sein, den Schwangeren eine bestmögliche Versorgung zu bieten.
Die Zahl der Entbindungen in Kandel lag in den vergangenen Jahren zwischen 230 und 250 pro Jahr. Überall in der Region würden händeringend Hebammen gesucht, sagte Pflegedirektorin der Kliniken, Jutta Seith.
Germersheim ist bereit
Die nächste Asklepios-Südpfalz-Klinik ist in Germersheim. Dort kommen jährlich etwa 800 Kinder zur Welt. Die Kapazitäten könnten noch erhöht werden, versichert Dr. Stefan Pastor, Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in Germersheim.
Betriebsbedingte Kündigungen schließt die Kandeler Klinik aus. Allen betroffenen Hebammen würden neue Stellen anderen Fachbereichen des Hauses angeboten.
Ärztliche und pflegerische Mitarbeiter sind von der Schließung in Kandel nicht betroffen, da die Abteilung Gynäkologie unter der Leitung von Karl Kunz bestehen bleibt und sämtliche Behandlungen und gynäkologische Operationen weiter anbietet.
Außerdem soll die gynäkologische Ambulanz für alle Patientinnen geöffnet bleiben, Schwangere können dort weiter ambulant betreut werden. Das Brustzentrum wird ebenfalls weiter betrieben, Beckenboden und Inkontinenzoperationen, onkologische sowie plastische Operationen werden nach wie vor angeboten. „Auch minimal-invasive Operationstechniken wollen wir zukünftig verstärkt anbieten.“, so Kunz. (red/cli)
Lesen Sie dazu: Landrat Brechtel zur Schließung der Geburtenabteilung in Asklepios-Klinik: Kreisverwaltung war nicht informiert

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Na ja, das Krankenhaus in Kandel wäre für mich auch kein Krankenhaus, wo ich Kinder gebären wollte. Zu kleine Betten. Leute mit 1,79 Größe wie ich habe dort Probleme.