Montag 12.Oktober 2026

Kälte-Iglus in Neustadt für obdachlose Menschen

Projekt wird ohne formelle baurechtliche oder brandschutzrechtliche Genehmigung betrieben

29. Dezember 2025 | Kategorie: Allgemein, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Quelle: AfD-Fraktion

Neustadt. In Neustadt an der Weinstraße werden seit mehreren Jahren sogenannte Kälte-Iglus als ergänzendes Angebot zur Unterbringung obdachloser Personen in den Wintermonaten eingesetzt.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“, die von der Diakonie Pfalz getragen wird. Die Iglus dienen als isolierte Schlafkammern, die durch Körperwärme eine Temperaturerhöhung von bis zu 20 Grad im Vergleich zur Außentemperatur erreichen können und somit vor Erfrierungen schützen sollen.

Auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Fraktion im Stadtrat hat die Stadtverwaltung Auskunft zu verschiedenen Aspekten des Projekts gegeben. Demnach wird keine systematische statistische Erfassung der Nutzung der Kälte-Iglus durchgeführt. Es liegen daher keine genauen Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme oder zur Deckung des Bedarfs vor.

Weiterhin gibt es keine dokumentierte Gefährdungs- oder Hygienebeurteilung für die Iglus, obwohl diese regelmäßig als Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden. Das Projekt wird ohne formelle baurechtliche oder brandschutzrechtliche Genehmigung betrieben.

Die Stadtverwaltung gibt an, dass das Vorhaben mit den zuständigen Behörden abgestimmt wurde, eine rechtsverbindliche Genehmigung oder Abnahme jedoch nicht vorliegt. Die operative Verantwortung trägt primär der ehrenamtlich organisierte Träger „Lichtblick“. Die Stadt Neustadt verfügt über eigene Notunterkünfte für obdachlose Personen, die jedoch kapazitätsbeschränkt und voll ausgelastet sind.

Diese Unterkünfte sind häufig als Mehrpersonenräume organisiert. Für einige Betroffene, die diese Angebote nicht nutzen können oder wollen (z. B. aufgrund von Haustieren oder persönlichen Gründen), dienen die Kälte-Iglus als alternative Notlösung.

Das pdf-Dokument enthält die originale Anfrage der AfD-Fraktion sowie die detaillierte Antwort der Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße. 

 

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