Al-Rakka – Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ feiert ausgiebig den angeblich durchgeführten Abschuss eines jordanischen Kampfjets.
Per Twitter verbreitete die Milz Bilder von feiernden IS-Kämpfern. Manche der zum Teil vermummten Männer knieten auf dem Boden zum Gebet, offenbar um Allah für den militärischen Erfolg zu danken. Teile des Jets wurden durch die Straßen von Al-Rakka getragen.
Auf einem veröffentlichten Bild sind kleine Jungen zu sehen, die neben einer Cockpitklappe und anderen Bauteilen des Jets posieren. Schon zuvor waren Fotos des gefangen genommenen 26-jährigen Piloten sowie seines Ausweises verbreitet worden. Auch private Urlaubsbilder des jungen Mannes und sein privater Facebook-Account wurden veröffentlicht. Demnach hatte der junge Mann offenbar erst im Juli geheiratet.
Ein Sprecher der jordanischen Regierung bestätigte laut lokalen Medienberichten, dass es sich um einen F-16-Kampfjet handele und dieser abgesc hossen worden sei. Zuvor war auch über technische Probleme spekuliert worden. Versuche, den Piloten zu retten, seien gescheitert.
USA dementieren Abschuss von jordanischem Kampfjet durch IS
Das US-Militär hat den Abschuss eines jordanischen Kampfflugzeuges vom Typ F-16 durch die radikal-sunnitische Miliz „Islamischer Staat“ dementiert.
„Die Beweise deuten eindeutig darauf hin, dass der IS das Flugzeug nicht abgeschossen hat, wie die Terrororganisation behauptet“, so das US-Militär in einer Stellungnahme. Denkbar sei ein technischer Defekt.
Das Flugzeug war über der Stadt Rakka, die als Hauptstadt der vom Kalifat eroberten Gebiete in Syrien und dem Irak fungiert, abgestürzt. Der Pilot habe sich zunächst retten können, sei jedoch von Kräften der Miliz festgenommen worden. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte die Miliz auf, für die Sicherheit des Piloten Sorge zu tragen. Seit September führt eine US-geführte Koalition Luftschläge gegen das Kalifat durch.
USA besorgt über jordanischen Piloten
Die US-Regierung hat sich besorgt über den von IS-Milizen gefangen genommenen jordanischen Piloten gezeigt.
„Die Vereinigten Staaten arbeiten eng mit der Regierung von Jordanien betreffend des heute gefangen genommenen jordanischen Pilotens zusammen“, sagte Regierungssprecherin Jen Psaki am Mittwoch.
„Our hearts and prayers go out to the pilot, his family, and our partners in the Jordanian Armed Forces“, so Psaki wörtlich.
(dts Nachrichtenagentur)

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