Samstag, 30. Mai 2020

Integration von studierenden Flüchtlingen: Schleicher-Rothmund berichtet über Situation in Rheinland-Pfalz

15. November 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional, Politik Rheinland-Pfalz, Südwestpfalz und Westpfalz
Barbara Schleicher-Rothmund. Foto: pfalz-express.de/Licht

Barbara Schleicher-Rothmund (SPD).
Foto: pfalz-express.de/Licht

Nach einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung zur Integration von Studierenden mit Flüchtlingshintergrund berichtet Barbara Schleicher-Rothmund, Vizepräsidentin des Landtags Rheinland-Pfalz und SPD-Abgeordnete für den Kreis Germersheim, über die Situation im Land.

Die Landesregierung handele angesichts anhaltend hoher Studierendenzahlen und der damit verbundenen Belastungssituation der Hochschulen gemäß eines 5-Punkte-Plans und dem Prinzip gleicher  Bildungschancen, aber auch Qualitätsanforderungen, so Schleicher-Rothmund.

„Flüchtlinge und Asylsuchende, die im Land leben, sollen möglichst schnell und unkompliziert ihr Studium fortsetzen bzw. bei entsprechender Eignung ein Studium aufnehmen können. Punkt 1 des Aktionsplans umfasst die Entwicklung eines Internetauftritts  ̶  zunächst in Englisch und Deutsch, später auch in anderen Sprachen  ̶  der alle relevanten Informationen für die Studienaufnahme von Flüchtlingen enthalten soll.

Punkt 2 sieht vor, dass Flüchtlingen, deren aufenthaltsrechtlicher Status positiv geklärt wurde und die in ihrem Heimatland bereits ein Studium in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik, Technik) begonnen hatten, an der Hochschule Kaiserslautern und an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern eine schnelle Studienaufnahme ermöglicht wird.“

Zunächst sollen die Betreffenden nach einer unbürokratischen und komprimierten Aufnahmeprüfung am Studienkolleg einen Deutsch-Intensivkurs erhalten und dann in ihr Fachstudium (wieder-)einsteigen. An MINT-Studiengängen Interessierte sollen in einem weiteren Schritt bald auch an anderen Hochschulen des Landes die Möglichkeit erhalten, zu studieren.

Punkt 4 des Programms sieht den schrittweisen Ausbau von Sprachkursen, Eignungsgesprächen und -tests sowie den Aufbau des weiteren Aufnahmeprozederes auch für die anderen Studienfächer vor.

Qualifizierte Akademiker, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, sollen nach Punkt 5 des Programms in der Gesellschaft integriert und ihr Einsatz im Arbeitsmarkt gefördert werden. (red)

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