
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Das Bundesinnenministerium soll bei Wissenschaftlern gezielt passende Ergebnisse bestellt haben, auf dessen Basis „Maßnahmen präventiver und repressiver Natur“ geplant werden können.
Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einen internen E-Mail-Verkehr zwischen Ministerium und Forschern. Das Ganze soll sich bereits im März ereignet haben, sowohl Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) als auch von Hochschulen und anderen Einrichtungen sollen eingespannt worden sein.
Das Ergebnis war dann ein „Worst-Case-Szenario“, das in ein Dokument einging, das zwar offiziell als „Geheimpapier“ deklariert wurde, dann aber offenbar doch gezielt an bestimmte Medien weitergegeben wurde. Unter anderem hatten das ZDF-Magazin „Frontal 21“ und der „Spiegel“ sich Ende März gerühmt, das 17-seitige „interne Papier“ vorliegen zu haben.
Darin war in einem von mehreren Szenarien von über 57 Millionen mit Corona infizierten Deutschen und 1,15 Millionen Toten die Rede, sowie von einer „Kernschmelze“ der deutschen Wirtschaft mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 20 Prozent. Schließlich empfahl das Papier deutlich mehr Virustests bei gleichzeitigen „scharfen Ausgangsbeschränkungen über mehrere Wochen“. (dts Nachrichtenagentur)

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