Dritter Saisonsieg für die Wörther Handballerinnen – Am Sonntag geht’s gegen Meisterschaftsanwärter Mainz 05
Wörth – Mit einer guten kämpferischen und geschlossenen Mannschaftsleistung besiegte der TV Wörth in der Frauen-Handball-Oberliga die TSG Friesenheim mit 30:21 (10:8) und holte sich den dritten Saisonsieg.
Von Anfang an zeigte die Truppe von Trainer Martin Damm, dass sie gewillt war, sich für die unglückliche 22:23-Niederlage in der Vorrunde zu revanchieren. Nur in der 7.Minute lag sie einmal im Spiel beim 1:2 im Rückstand. Dabei verlief die Partie bis zum 5:5 in der 21.Minute sehr ausgeglichen.
Allerdings hatten die Einheimischen bis zur 15. Minute schon sechsmal Pfosten oder Latte getroffen – Carla Schmitt sogar beim zweiten Strafwurf. Deshalb ging auch ein Raunen durch die Zuschauer, weil man sich an das letzte Spiel in Bretzenheim mit 15 Holztreffern erinnerte.
Innerhalb von zwei Minuten zogen die Wörther dann aber auf 9:5 weg. Maren Pfirrmann hielt bereits zu diesem Zeitpunkt bravourös im Tor. Trotzdem kamen die Gäste wieder auf 9:8 heran, wobei Henrike Fink mehrmals aus dem Rückraum unbehindert traf.
Nach der Pause folgte eine ganz starke Phase der Wörther, die nach 39 Minuten mit 17:9 führten – nach zwei Treffern von Nicole Weisenburger und drei von Julia Sitter in Folge. Zudem brachte Torfrau Pfirrmann selbst bei freien Torwürfen die Friesenheimer zur Verzweiflung. Beim Stande von 21:16 in der 48.Minute nahm deren Trainer Rudolf Heßler einen Wechsel im Tor vor und ließ Julia Wesper und Carla Schmitt kurz decken.
Aber die Damm-Truppe ließ sich auch dadurch nicht beirren – im Gegenteil, sie baute ihre Führung weiter über 25:17 (52. Minute) sogar auf 29:18 in der 57. Minute aus. Für die Gäste gab es dagegen kaum noch ein Durchkommen bei der sicheren Wörther Abwehr und Maren Pfirrmann hielt, was aufs Tor kam.
Für Trainer Heßler war der Sieg der Wörther auch in dieser Höhe verdient. Von seiner Mannschaft war er sehr enttäuscht, sie habe die Spieldisziplin vernachlässigt. „Die Einstellung hat überhaupt nicht gestimmt. Die Wörther lebten auch von unseren zahlreichen technischen Fehlern. Sie wollten den Sieg und waren körperlich viel präsenter.“
Martin Damm war dagegen erfreut, dass dieses Mal das Glück seine Truppe nicht verlassen und sie sich klar für die unglückliche Vorspiel-Niederlage revanchiert habe. Besonders hob er seine Torfrau Maren Pfirrmann hervor. Zudem sei die Abwehr ein Garant für den Sieg gewesen. „Aber wir dürfen uns nicht darauf ausruhen und konsequent so weitermachen. Die für uns entscheidenden Spiele kommen noch.“
Torschützen vor 120 Zuschauern: Wörth: Kappes 6/2, Carla Schmitt 6/2, Sitter 5, Weisenburger 4, Lara Pfirrmann 3, Anne Pfirrmann, Julia Wesper, Laura Leukert (je 2)
Am Sonntag erwarten die Wörther um 16 Uhr in der Bienwaldhalle einen der drei Meisterschaftsfavoriten, den FSV Mainz 05 2, der zusammen mit Kandel und Zweibrücken an der Tabellenspitze mit jeweils sieben Verlustpunkten steht. (lumi)

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