Neustadt-Hambach. Auf dem Hambacher Schloss eröffneten am 19. Juli Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher und die Landschaftsarchitekten Latz Riehl Partner und Loma feierlich den neugestalteten Schlosspark.
Auf dem Schlossberg ist eine ganze Reihe neugestalteter Bereiche zu entdecken. Der Ruinenweg entlang der äußeren Ringmauer und der Kapellenweg hinauf zum Schloss laden zum Flanieren ein.
Entlang der Wege erzählen spannende Zeitzeugnisse wie beispielsweise der Grundriss der Michaels-Kapelle und der romantische Nordturm von der Geschichte des Mittelalters. Bodenmarkierungen aus Leistadter Sandstein zeichnen die Grundrisse historischer Bauten nach, ergänzen damit die Ruinen und Mauerreste und verschaffen einen Eindruck der mittelalterlichen Burganlage. Das neue Informations- und Leitsystem vom Gestaltungsbüro Schwarz-Düser erläutert den Besucherinnen und Besuchern die spannenden Zeitzeugnisse wie die Wehrtürme und Wirtschaftsgebäude, das Wohngebäude für die Burgmannen oder die Funktion des Zwingers.
Ministerin Ahnen betont: „Der Architekt Max Dudler hat mit dem Besucherhaus ein weiteres prägnantes Gebäude geschaffen, dass sich behutsam in die historische Anlage einfügt. Die Landschaftsarchitekten Latz Riehl Partner und Loma haben mit der Gestaltung der Außenanlage den Schlosspark neu und in beeindruckender Weise inszeniert. Nicht nur das – die Wegeführungen wurden so gestaltet, dass der Schlosspark für alle gleich gut erlebbar ist.
Das besondere Ziel, mobilitätseingeschränkten Menschen den Zutritt zum Hambacher Schloss zu ermöglichen wurde auch in den Außenanlagen vorbildlich verwirklicht.“
Die Landschaftsarchitekten haben die vorhandenen Wege ausgebaut. Flächen und Wege aus geschnittenem Pflaster gestalten den großzügigen Empfangsbereich vor dem Besucherhaus, führen den Gast zum Ruinenweg und ermöglichen das barrierefreie Entdecken des Schlossparks. Neue Mauern und Treppen aus Sandstein schaffen eine Verbindung zwischen Architektur und Landschaft. Mit seiner feinkörnigen Sandeinstreuung lässt der neu ausgebaute Kapellenweg den Waldweg hinauf zum Schloss neu erstrahlen. Zwei Verbindungswege ermöglichen einen Rundgang zwischen Ruinenweg und Kapellenweg. Auch nachts erstrahlt der Schlosspark in neuem Glanz. Die stilvollen Leuchten gehören zum neuen umweltbewussten und fein akzentuierten Lichtkonzept der Karlsruher Lichtplanerin Barbara Benkert.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher unterstreicht: „In enger Abstimmung mit allen Verantwortlichen und in Zusammenarbeit mit der Landesdenkmalpflege und den Landesarchäologen wurde diese anspruchsvolle Aufgabe hervorragend gemeistert.
Es wurden Bereiche neu gestaltet, die so bisher noch nicht erlebbar waren. Sie bieten im Schlosspark wunderbare Möglichkeiten für neue Veranstaltungsformate – zum Beispiel zukünftig für das Europäische Jugendfestival, das auf dem Hambacher Schloss, als bedeutender Europäischer Kulturerbestätte, gerade geplant wird.“
Die Finanz- und Bauministerin und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss zeigen sich von der Qualität der neugestalteten Außenanlage überzeugt und äußerten sich sehr zufrieden darüber, dass der Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro inklusive der Andienung des Restaurantgebäudes , der Schaffung von Behindertenparkplätzen, der Herrichtung des Schlosswaldes und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, eingehalten wurde.
In einem letzten Schritt gilt es, die Besucher auch vor dem Schlosstor angemessen zu empfangen. Für die Herrichtung der Schlossstrasse einschließlich des Fußgängerwegs, des Parkplatzes innerhalb des stiftungseigenen Geländes und der Bushaltestelle, sowie für notwendige Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht ist daher ein weiterer Bauabschnitt in Planung. Mit der Ausführung soll 2016 begonnen werden. (red)

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