
Architekt Prof. Max Dudler, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hambacher Schloss und Kulturstaatssekretär Walter Schumacher und Finanz- und Bauminister Dr. Carsten Kühl bei der feierlichen Schlüsselübergabe (v.l.)
Foto: red
Neustadt-Hambach. Auf dem Hambacher Schloss übergaben am 3. November Finanz- und Bauminister Dr. Carsten Kühl, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher und der Architekt Professor Max Dudler das neue Gebäude am Entree seiner Nutzung. Mit der feierlichen Schlüsselübergabe sind die umfangreichen Baumaßnahmen auf dem Hambacher Schlossberg nahezu vollendet.
Im neuen Gebäude am Entree werden künftig die Hauptkasse mit Warte- und Informationsbereich, der Museumsshop, Besuchertoiletten und die Verwaltung untergebracht sein. Die von Max Dudler entworfene Innenausstattung strahlt eine warme, funktionale Atmosphäre aus. Die Besucherinnen und Besucher werden ab nächstem Jahr im neuen „Gebäude am Entree“ empfangen, beraten und können aus einem attraktiven Angebot im Museumsshop auswählen.
Für die Fassade und das Dach des frei stehenden Gebäudes wurde Leistädter Sandstein aus
der Region verwendet. Der akkurat detaillierte Baukörper erzielt eine skulpturale Wirkung,
die das Gebäude als zeitgenössischen Eingriff kennzeichnet.
Aufgrund seiner – im Vergleich zum Schloss – eher untergeordneten Funktion wurde das
Gebäude am Entree an der äußeren Ringmauer angeordnet und bewusst als Nebengebäude
gestaltet. Seine Architektur reflektiert somit die bauliche Hierarchie der Schlossanlage.
Der Finanz- und Bauminister und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss
zeigen sich von Qualität des Baus überzeugt und äußerten sich sehr zufrieden darüber, dass
der Kostenrahmen von 2,7 Millionen Euro für das Gebäude am Entree eingehalten wurde.
Minister Kühl unterstrich: „Der Architekt Max Dudler hat sich auch beim Entree-Gebäude in
seiner Lage und seiner Materialität am Bestand orientiert und damit ein großartiges Werk
geschaffen. Das Haus aus Leistädter Sandstein, einem Stein der Region, fügt sich behutsam
in die historische Anlage ein. Auch die Landschaftsplaner haben schon ihre Spuren
hinterlassen. Die Wegeführungen sind erkennbar.
Nach Fertigstellung des Außenbereichs wird die Anlage für alle gleich gut erlebbar sein.
Insbesondere mobilitätseingeschränkten Menschen wird der Zutritt zur Schlossanlage
erleichtert.“
In einem nächsten Schritt gelte es die Besucher auch vor dem Schlosstor angemessen zu empfangen. „Für die Herrichtung der Schlossstrasse einschließlich des Fußgängerwegs, des Parkplatzes innerhalb des stiftungseigenen Geländes und der Bushaltestelle, sowie für notwendige Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht ist daher ein weiterer Baukostenzuschuss in Höhe von 2,8 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen“, hielt Carsten Kühl fest.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss, Kulturstaatssekretär Walter
Schumacher ergänzte: „Unser neues Gebäude am Entree, das – wie der Name ja sagt – direkt
am Eingang zum Schlossgelände und dem Ruinenweg mit seinen spannenden Zeitzeugnissen
liegt, ist ein attraktiver neuer Anlaufpunkt für alle Besucher, an dem sie
sich umfassend beraten lassen können.
Die Barrierefreiheit beim Zugang war und ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Das Schloss gewinnt weiter an Attraktivität. Das belegen auch die Besucherzahlen, die seit der Wiedereröffnung im November 2008 bei rund 900.000 liegen.“ Schumacher ergänzte: „Die Außenanlagen innerhalb der Ringmauern werden im kommenden Jahr fertig gestellt sein. Das werden wir mit den Bürgern im Rahmen eines schönen Sommerfestes feiern.“
Künftig sind auf dem Schlossberg eine ganze Reihe neugestalteter Bereiche zu entdecken. Ab
dem kommenden Sommer laden der „Ruinenweg“ und der „Sommerweg“ zum Flanieren ein.
Entlang der Wege erzählen spannende Zeitzeugnisse wie beispielsweise der Grundriss der
Kapelle und der romantische Nordturm von der Geschichte des Mittelalters. Die
Baumaßnahmen in den Außenanlagen werden im laufenden Schlossbetrieb durchgeführt.
Mit entsprechenden Verkehrssicherungsmaßnahmen werden kaum Einschränkungen für die
Besucher entstehen.
Für das Team vom Hambacher Schloss stehen die Umzugskartons bereit. Es wird voller
Vorfreude gepackt und geräumt, denn die Verwaltungsräume werden in Kürze bezogen und
im neuen Jahr werden die Türen des neuen Gebäudes am Entree für die Besucher geöffnet. (red)

Der überdimensionierte Schlüssel: Symbolische Ausführung in hellem Sandstein.
Foto: red

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