Samstag, 23. Januar 2021

Große Gabe: Prof. Deutsch übereignet Original-Gipsmodell an Stadt Germersheim

27. November 2020 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kultur

Foto: SNelles

Germersheim – Grund zur Freude hat Germersheims Stadtoberhaupt Marcus Schaile, denn das kulturelle Kunstspektrum der Stadt Germersheim ist durch die jüngste Gabe des Jockgrimer Bildhauers Prof. Karl-Heinz Deutsch um einen wichtigen Beitrag reicher geworden.

Deutsch betreibt in Germersheim in einem der Festungsgebäude ein renommiertes Atelier. Der Künstler, der bereits vor zehn Jahren 44 Kunstwerke der Stadt Germersheim (zu der er eine ganz besondere Verbundenheit verspürt) übereignet hat, hat sich anlässlich seines Atelier-Jubiläums dazu entschlossen, das aus Gips gefertigte Original-Modell des „Januskopfs“, eines seiner bekanntesten Skulpturen, der Stadt Germersheim zu übergeben. Es ziert nun das Entrée zum Kunstverein Germersheim im Zeughaus (Deutsches Straßenmuseum).

„Ich bin sehr dankbar für die kulturelle Bereicherung, die unsere Stadt durch das Können und die Großzügigkeit von Professor Karl-Heinz Deutsch erfährt. Wir sind stolz darauf, dass sich ein solch renommierter Künstler unsere Festungsstadt als Dreh- und Angelpunkt seiner kreativen Schaffenskraft ausgesucht hat. Die Chemie stimmt einfach, und das ist toll“, resümiert Schaile.

Deutschs „Januskopf“ in Bronze steht in Berlin in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung. Im Jahr 2000 hatte es eine landesweite Ausschreibung gegeben, da an zwei Standorten des Gebäudes eine künstlerische Gestaltung vorgenommen werden sollte. Deutsch war einer der Preisträger und schuf für die Dachterrasse der Landesvertretung einen „Januskopf“ in Bronze, der auf der Balkonbrüstung den Innen- und Außenbereich gestalterisch einbezieht.

Die Doppelkopf-Kombination der Skulptur besteht aus einem „Philosophenkopf“, dem Denker, der die Besucher auf der Terrasse empfängt, und einem „Visierkopf“, der — als Schutz und Mahnung zugleich — über die Brüstung ragt und weit hinaus auf das Holocaust-Denkmal blickt. In ihrer mahnenden und zugleich versöhnenden Aussage werde die Skulptur ihrem Standort in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung gerecht, so die Stadt.

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