Dienstag, 23. Oktober 2018

Bertelsmann-Studie zu kultureller Vielfalt in Städten: Stadt Germersheim ist „Gestalter“

6. Juni 2018 | 4 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Fronte Lamotte, rechts das Café One World des Vereins Interkultur Germersheim.
Foto: Pfalz-Express

Germersheim – Wenn es um Integration, Offenheit für Zuwanderer und kulturelle Vielfalt geht, liegt Germersheim laut einer aktuellen Bertelsmann-Studie weit vorne.

Tatsächlich nennt die aktuelle Bertelsmann-Studie, die unter dem Titel „Kulturelle Vielfalt in Städten; Fakten – Positionen – Strategien“ die Situation in verschiedenen Städten im gesamten Bundesgebiet untersucht hat, die Stadt Germersheim als ein „vorbildliches Beispiel für ein gelingendes Miteinander der Kulturen“.

Mit der Studie, die Prof. Dr Felicitas Hillmann und Hendrikje Alpermann am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Kooperation mit der TU Berlin für die Bertelsmann-Stiftung durchgeführt haben, sollte erkundet werden, wie die Situation in den Städten hierzulande hinsichtlich des Umgangs mit kultureller Vielfalt ist, vor welchen Herausforderungen die Städte zukünftig stehen und mit welchen Strategien sie diesen begegnen.

Die Studie unterscheidet anhand der Faktoren migrationsbedingte Vielfalt, wirtschaftliche Lage, demografische Entwicklung und Erfahrung im Umgang mit Zuwanderung sechs Stadttypen: Magnete, Gestalter, Solide, Ambivalente, Nachholer und Unerfahrene.

„Zusammenleben kann gelingen“

Die Verfasserinnen bieten darin einen differenzierten Blick auf die Situation in Deutschland und machen deutlich, dass es Gestaltungsbedarf auf der lokalen Ebene gibt – vor allem aber auch einiges an Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Auftraggeber der Studie zieht das Fazit: Das Zusammenleben in Vielfalt kann gelingen, wenn  Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und das Miteinander aktiv mitzugestalten.

„Das haben wir, wie uns jetzt bestätigt wird, hier bei uns in Germersheim in den vergangenen Jahren getan, doch der hier einmal begonnene Prozess muss jetzt intensiv weitergeführt werden und unsere Anstrengungen dürfen deshalb noch lange nicht aufhören“, so der Germersheimer Bürgermeister Marcus Schaile (CDU).

Laut der Bertelsmann-Studie sind die Germersheimer tatsächlich recht gut aufgestellt und haben sich deshalb auch verdientermaßen das Prädikat „Gestalter“ erarbeitet.  (red)

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4 Kommentare auf "Bertelsmann-Studie zu kultureller Vielfalt in Städten: Stadt Germersheim ist „Gestalter“"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Ach, mal wieder eine „Studie“der völlig unabhängigen Bertelsmann-Stiftung. Für mich ist Germersheim ein „Nachholer“. Es bedarf noch einer Großmoschee und in der Stadt sieht man noch zu viele Deutsche.

    Da muss man noch viele nachholen bis es so kuschelig und gewaltfrei ist wie in Ludwigshafen …

  2. Th. Nist sagt:

    Ich mag diese Art von aufrichtiger Volksaufklärung innerhalb einer fundierten Analyse und mit klaren Fakten untermauert. Wir feiern in Germersheim zusammen mit allen Bevölkerungsgruppen Weihnachten, Ostern, Faschingsumzug und natürlich das Festungsfest, liegen dicht bei einander am Baggersee und haben uns alle lieb. Das pulsierende Leben in der Innenstadt liefert ein klares Zeugnis ab!
    Eine Frage an die CDU-nahe Bertelsmann-Stiftung: Welche Droge nehmt ihr eigentlich?

  3. jager sagt:

    Wie kann man das ungefiltert veröffentlichen ohne Quellen und Recherchen

  4. Status sagt:

    Da wurden wohl kaum „Ureinwohner“ von Germersheim befragt. Neben den bekannten Streitpunkten wie neue Moschee, totenleere Innenstadt, Geschäftesterben etc. kann sich Germersheim nur wegen der vielen Studenten noch einigermaßen über Wasser halten.
    Welchen Wert diese „tolle“ Integration hat, kann man an der Wertentwicklung der Immobilien ablesen:
    Hier eine 100 m² Immobilie:
    Germersheim: 2231 EUR / m²
    Rheinlandpfalz: 2554 EUR / m²
    Deutschland: 3424 EUR / m²
    An diesen Vergleichspreisen (2018) kann man ablesen, wie „attraktiv“ es noch ist, in Germersheim zu wohnen. Keine Sau will da hin!

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