Mittwoch, 01. Februar 2023

Groß angelegte Razzia bei Hells Angels – Ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen

29. November 2022 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Nordbaden, Regional, Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz

Symbolbild: Pfalz-Express

Pfalz /BaWü – Am Dienstag hat es eine große Razzia der Polizei bei den Hells Angels gegeben. 

Im Auftrag der Staatsanwaltschaften Frankenthal und Trier durchsuchten rund 300 Einsatzkräfte  an zwölf Wohn- und Geschäftshäuser im Rhein-Pfalz-Kreis, in Speyer, Neustadt a. d. Weinstraße, in den  Kreisen Germersheim und Südliche Weinstraße, in Trier, im Kreis Trier-Saarburg, in Karlsruhe und in Pforzheim (Baden-Württemberg).

Zehn Mitglieder eines Charters des „Hells Angels MC“ im Alter von 32 bis 56 Jahren hatten zuvor verbotene Vereinsabzeichen in sozialen Netzwerken geteilt. Die damit einhergehenden Straftaten gegen das Vereinsgesetz waren Anlass für die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei.

Jede Menge verbotenes Zeug

Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel, u. a. acht Kutten des „Hells Angels MC“ und Bekleidung mit verbotenen Insignien sowie mehrere Waffen (u.a. eine scharfe Schusswaffe mit etwa 80 Schuss dazugehöriger Munition, zwei Schreckschusspistolen, eine Armbrust, eine Axt, neun Messer, zwei Reizstoffsprühgeräte, ein Schlagring, eine Machete, vier Schwerter), knapp 48.000 Euro Bargeld und über 500 Gramm Marihuana sichergestellt.

Ein 34-Jähriger wurde festgenommen, da sich der dringende Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit größeren Mengen an Betäubungsmitteln und Mitführens einer Schusswaffe ergab.

Gegen verschiedene Beschuldigte wurde bereits nach einem Übergriff auf Polizeikräfte im Jahr 2021 in Neustadt ermittelt, wo im Stadtteil Geinsheim eine Rocker-Personengruppe Polizeibeamte angegriffen hatte. 

Neben Kräften der Polizeipräsidien Rheinpfalz und Trier, der Landeskriminalämter Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg waren auch Spezialeinheiten und Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik sowie der Bundespolizei an den Einsatzmaßnahmen beteiligt.

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