Freitag 23.Oktober 2026

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Geothermie am Oberrhein stärken

Präfekt der Region Grand Est und Vertreter aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tauschen sich zu Erdwärme aus

23. Oktober 2026 | Kategorie: Landau, Wirtschaft in der Region

Präfekt der Region Grand Est und Vertreter aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beim Besuch der Geothermie-Anlage in Landau
Foto: @SGD Süd

Landau. Zur Besichtigung der Geothermie-Anlage in Landau traf sich Amaury de Saint-Quentin, Präsident der Oberrheinkonferenz (ORK) und Präfekt der Region Grand Est, am 22. Oktober 2026 mit Fritz Brechtel, rheinland-pfälzischer Beauftragter des Ministerpräsidenten für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Hannes KOPF, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, sowie Alexander Föhr, Karlsruher Regierungspräsident aus Baden-Württemberg.

Der Präfekt der Region Grand Est erklärte: „Deutschland verfügt über ein günstiges Umfeld für Geothermieprojekte, was ein interessantes Beispiel darstellt, um die Überlegungen auf französischer Seite anzuregen.

Wir werden diesen Austausch weiterhin führen um den grenzüberschreitenden Dialog zu energiebezogenen Themen zu fördern.“ Fritz Brechtel, Leiter der deutschen Delegation, betonte: „Geothermie ist ein wichtiger Baustein zu einer klimafreundlichen Energieversorgung. Wir haben hier am Oberrhein sehr gute Voraussetzungen, wobei der Sicherheitsaspekt selbstverständlich eine wichtige Rolle spielt.“

Hannes Kopf, Leiter der AG Umwelt der ORK wies darauf hin, dass die Vulcan Energie Ressourcen GmbH sowohl erneuerbare Energie erzeugt, als auch Lithium extrahiert. Dies ist eines der Mittel, damit die Automobilindustrie unabhängiger von Förderländern außerhalb der EU werden kann.

Der Karlsruher Regierungspräsident Föhr betonte die Chancen eines Ausbaus der Geothermie am Oberrhein zur Wärmeerzeugung: „Erdwärme ist ein wichtiger Baustein für die kommunale Wärmewende. Sie steht uns als grundlastfähige Erzeugungsform wetterunabhängig rund um die Uhr und dauerhaft zur Verfügung. Dass wir am Oberrhein aufgrund der geologischen Gegebenheiten hervorragende Bedingungen für Geothermie vorfinden, sollten wir nutzen!“

Die Geothermie trägt zum ersten Schwerpunkt der französischen Präsidentschaft der ORK 2026 bei, der Resilienz am Oberrhein, neben den beiden anderen Schwerpunkten zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Stärkung der Zusammenarbeit. 2027 übernimmt Rheinland-Pfalz die Präsidentschaft der Oberrheinkonferenz.

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