
V.li.: Thomas Twork, Thomas Gebhart, Thomas Zwick, Markus Jäger-Hott.
Foto: Bundestagsbüro Dr. Thomas Gebhart
Wörth – Der geplante Aufbau eines neuen Montagestandorts in Tschechien des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck sorgt in der Südpfalz für Unruhe. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Folgen das für das Mercedes-Benz Lkw-Werk Wörth und die dortigen Arbeitsplätze hat.
Daimler Truck plant im westtschechischen Cheb den Aufbau eines neuen Lkw-Montagestandorts. Das Werk soll bis Ende des Jahrzehnts Teil des europäischen Produktionsnetzwerks werden und eine Kapazität von rund 25.000 Fahrzeugen pro Jahr erreichen.
Geplant sind etwa 1.000 Arbeitsplätze und Investitionen in Höhe eines niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbetrags. Nach Angaben des Unternehmens soll der Standort vor allem Kosten senken und die Produktion flexibler machen; zugleich wird ein Teil des Produktionsvolumens aus anderen Werken – auch aus Wörth – dorthin verlagert.
Angst um Arbeitsplätze
Diese Pläne haben in der Südpfalz für Unruhe und Ängste gesorgt, denn im Mercedes-Benz Lkw-Werk Wörth arbeiten rund 10.000 Beschäftigte aus der Region. Damit ist der Standort einer der größten industriellen Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz und das zentrale Lkw-Montagewerk von Daimler Truck weltweit.
Wörth bleibt Leitwerk
Der südpfälzische CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart suchte nun in Wörth das Gespräch mit dem neuen Werkleiter Thomas Twork, dem Betriebsratsvorsitzenden Thomas Zwick und dessen Stellvertreter Markus Jäger-Hott.
Dabei habe sich gezeigt, dass der Standort trotz der Auslandsinvestitionen eine zentrale Rolle behalten soll: Wörth bleibe Leit- und Volumenwerk im Produktionsverbund. Zudem gebe es eine Zusage zur Sicherung der Arbeitsplätze für die kommenden achteinhalb Jahre.
„Das Werk Wörth hat für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in der Südpfalz eine enorme Bedeutung. Daher setze ich mich als Abgeordneter dafür ein, dass es in Wörth gut weitergeht“, betonte Gebhart. Zugleich verwies Gebhart auf den internationalen Wettbewerbsdruck, dem heimische Unternehmen ausgesetzt seien: „Der geplante Aufbau von Kapazitäten im Ausland verdeutlicht zugleich den internationalen Wettbewerbsdruck.“
Umso wichtiger seien bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland, erklärte Gebhart. Diese müssten schnell verbessert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.
Chancen für den Standort sieht er insbesondere in neuen Technologien wie Elektro- und Wasserstoff-Lkw. „Diese Chancen müssen wir aktiv nutzen“, so Gebhart.
Dafür seien geeignete Rahmenbedingungen notwendig, für die er sich in Berlin weiter einsetzen wolle. Als Beispiel nannte er den konsequenten Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Lkw. Die verlängerte Mautbefreiung für saubere Nutzfahrzeuge sei bereits beschlossen worden. (cli)

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