Samstag, 29. Februar 2020

Gebhart und Hirsch: Pflegebeauftragten Laumann über Projekte in Landau informiert

30. April 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Politik regional

Laumann informierte sich in Landau über die Pflegesituation.
Foto: red

Landau. Auf Einladung des südpfälzischen Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart und des Stadtbürgermeisters Thomas Hirsch hat sich der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann in Landau über die Pflegesituation vor Ort und konkrete Projekte informiert.

Hirsch und Gebhart unterstützen zunächst den von Laumann in einem Gespräch mit Verantwortlichen aus dem Bereich Pflege beim Bethesda formulierten Appell, dass in den Kommunen Strukturen geschaffen werden müssen, damit betreuungs- und pflegebedürftige Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben können. Hirsch erläuterte hier Laumann ein aktuelles Vorhaben, wonach die Stadt Landau in Zusammenarbeit mit der Universität eine Pflegestrukturplanung in Angriff genommen hat mit dem Ziel, die Angebotsstruktur weiterzuentwickeln.

Thomas Hirsch wies darauf hin, dass die Pflegestrukturplanung mit Blick auf Landau in Abhängigkeit von der Bevölkerungsentwicklung zu gestalten ist. In ein paar Jahren wird es 10 Prozent mehr Menschen geben, die 80 Jahre und älter sind, so auch in Landau.

Die höhere Lebenserwartung wird die Zahl der pflegebedürftigen Personen stark ansteigen lassen. Gegenwärtig werden in Landau rund 69 Prozent aller Pflegebedürftigen ambulant, das heißt zuhause gepflegt. Dies wird sich durch andere familiäre Strukturen künftig ändern. Pro Jahr gibt es schon jetzt 2-3 Prozent mehr Pflegebedürftige.

Staatssekretär Laumann begrüßte auch das Auditprojekt „Familiengerechte Kommune“ der Stadt, das insbesondere die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf thematisiert. Das Auditprojekt ist das einzige dieser Art in ganz Rheinland-Pfalz. Innerhalb des Auditprojektes wird auch die Pflegestrukturplanung an interkulturellen, inklusiven und familiengerechten Standards ausgerichtet werden.

Mit Blick auf das geplante Hospiz für Landau und die Südliche Weinstraße, das auf dem Gelände des Bethesda Landau gebaut wird, warb Thomas Hirsch schließlich dafür, die von der Bundesregierung geplante Verbesserung der Hospizfinanzierung schnellstmöglich umzusetzen. Das Hospiz entsteht in Ergänzung des bereits vorhandenen ambulanten Hospizdienstes und soll ab Sommer 2017 seine Arbeit aufnehmen. (red)

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