Donnerstag, 20. Juni 2019

Gabriel: SPD soll sich an dänischen Sozialdemokraten orientieren

7. Juni 2019 | 10 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Sigmar Gabriel
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat seine Partei aufgefordert, sich am Erfolg der dänischen Sozialdemokraten bei den dortigen Parlamentswahlen ein Beispiel zu nehmen.

„Alle Versuche, eine humane Flüchtlingspolitik nicht zur Überforderung der Integrationsfähigkeit werden zu lassen, sind in der deutschen SPD konsequent zurückgewiesen worden“, schreibt Gabriel in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Die dänischen Sozialdemokraten hätten aber nicht nur einen harten Kurs in der Migrationspolitik vorgeschlagen, sondern auch einen deutlich sozialeren Kurs in der Sozial- und Rentenpolitik, schreibt der frühere Außenminister. „Sie haben die geplanten Steuererleichterungen für Reiche in Dänemark ebenso verhindert, wie sie innerhalb Europas für ein faires Steuersystem eintreten. Wenn man in den alten politischen Kategorien von `links` und `rechts` denkt, dann sind sie innenpolitisch nach `rechts` und wirtschafts- und sozialpolitisch nach `links` gegangen“, analysiert Gabriel den Erfolg der dänischen Genossen.

Es gebe noch mehr Themen als den Klimaschutz. Und auch in Deutschland hätten 80 Prozent nicht grün gewählt, ebenso wenig wie 65 Prozent der Jungwähler. „Der Blick auf den dänischen Wahlerfolg und die gesellschaftliche Auseinandersetzung über die Frage, wie viel Öffnung wir brauchen und wollen und wo die Grenzen der Öffnung liegen, ist allerdings schmerzhafter und schwieriger als der Versuch, den Erfolg der Grünen zu kopieren“, schreibt Gabriel.

Ein kritischer Dialog zwischen deutschen und dänischen Sozialdemokraten könne wichtiger sein als alle Personalfragen. (dts Nachrichtenagentur)

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10 Kommentare auf "Gabriel: SPD soll sich an dänischen Sozialdemokraten orientieren"

  1. Magnetmensch sagt:

    Es ist bezeichnend für die SPD, ja geradezu ein Markenzeichen, dass jeweils die ehemaligen Parteivorsitzenden es immer gerade dann besser wissen, wenn sie gescheitert sind.
    Diese „Heckenschützen“ sind eines von vielen Problemen der SPD.

    Die Damen und Herren, die ihre Chance hatten, und es versemmelt haben, sollten jetzt die Größe haben und, mit Verlaub, das Maul halten.

  2. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    ‚Am Mittwoch erst hat sich der Ausspruch von Angela Merkels (CDU) vielleicht berühmtesten Satz gejährt: „Wir schaffen das“ wurde zur Überschrift ihrer Flüchtlingspolitik. Doch jetzt wird klar, dass sie den Satz zwar geprägt hat, aber wohl ein anderer ihn in diesem Zusammenhang als erster gesagt hat. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat ihn am 22. August in einem Videobeitrag auf seiner Internet-Seite ausgesprochen, acht Tage vor Merkels Pressekonferenz. Das berichteten am Mittwochabend die ARD-„Tagesthemen“.‘ – Quelle: FAZ

    Gabriel war Teil des Helfer-Netzwerks von Angela Merkel bei der Grenzöffnung – und hat damit die SPD in den Angrund geritten. Als das voolbracht war, ist er abgestiegen …

  3. eliza doolittle sagt:

    die not muss noch größer sein als angenommen, wenn herr gabriel („pack“) jetzt einen „rechten haken“ schlägt und die dänischen genossen ins spiel bringt, die ihrerseits mit erfolg bei der rechten dänenpartei abgekupfert haben. warum nähert er sich dann nicht der AFD an, die diese richtung ebenso vertritt?
    —–

    in bayern – mir san mir – macht man gleich nägel mit köpfen:

    Bayern-Genossen wollen Sarrazin als SPD-Chef
    Vor vier Tagen hat Thilo Sarrazin auf Achgut.com beschrieben*, was er als SPD-Vorsitzender jetzt tun würde, jetzt nimmt die Sache irgendwie Schwung auf. Bild schreibt: Bayern-Genossen wollen Sarrazin  als SPD-Chef:

    BILD 07.06.2019
    Überraschender Vorschlag für Nahles-Nachfolge
    Bayern-Genossen wollen Sarrazin als SPD-Chef

    * Thilo Sarrazin/04.06.19 Wenn ich SPD- …

    • eliza doolittle sagt:

      nachtrag (Zitat S. Gabriel):

      „Die Spitzenkandidatin Mette Frederiksen hatte bei ihrem drastischen Positionswechsel in der Migrations- und Zuwanderungspolitik keine Angst davor, in die Nähe der dänischen Rechtspopulisten zu geraten. Im Gegenteil: Sie wollte Menschen zurückgewinnen, die sich mit einer weniger stark gesteuerten Zuwanderungspolitik schlicht überfordert fühlen und zugleich täglich beobachten können, wie häufig Integrationsbemühungen scheitern“, lobte der frühere SPD-Vorsitzende. (krk)

      Junge Freiheit 07.06.2019
      Gabriel: SPD sollte sich an dänischer Asylpolitik orientieren

  4. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „London bus attack: Arrests after gay couple who refused to kiss beaten“ Quelle: BBC

    In London, dem Friedensparadies von Bürgermeister Sadiq Khan, werden mittlerweile lesbische Frauen verdroschen. Die Herkunft der Täter (Alter 15 – 18) wurde nicht genannt – den Rest kann man sich denken.

  5. Familienvater sagt:

    1.: Dt. BT stimmten a. 14.03.19 die Abgeordneten der SPD,CDU/CSU, Linke, Grüne (100%-Enthaltung) geschlossen gegen die Verurteilung von Judenhass in der UNO d. Deutschland.
    FDP (Antrag) + AfD stimmten ohne Gegenstimmen für Israel.
    Damit haben sich alle um AM + AN, die immer von der Sicherheit Israels als deutsche Staaträson zu Gedenktagen für tote Juden schwadronieren, eindeutig als Antis… +Israelh…geoutet.
    2.: AfD-Antrag v.09.04.19: BDS-Bewegung („BDS-Kampagne – Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) verurteilen–Existenz d. Staates Israel schützen. Der Antrag wurde am 17.05.19 in namentl. Abstim. bei 62 ja, 431 nein, 2 E, 214 nicht abg. durch CDUCSUSPDGRÜNELINKEFDP abgelehnt.
    (…)bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung
    Noch Fragen Kienzle? 🙁
    3.:..

  6. Familienvater sagt:

    3.: „Der Bundestag hat am 06.06.19 einen Antrag der AfD abgelehnt, um die Hisbollah zu verbieten damit die USA u. deutsche Juden brüskiert“, schreibt Benjamin Weinthal in der Jerusalem Post.
    Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD sowie die Grünen, Linken u. FDP hätten sich geschlossen geweigert, den AfD-Antrag zum Verbot der Terrororganisation zu unterstützen, so die Jerusalem Post.
    Statt einem Verbot der Terrorvereinigung Hisbollah wurde der AfD-Antrag am Donnerstag in den Ausschuss für Inneres verwiesen….Externe Links sind laut AGBs nicht erlaubt- die Red.

    Die linken Parteien CDUCSUFDPSPDGRÜNENLINKEN setzen die unverbrüchliche Freundschaft zu den Nachfolgern des Großmufti v. Jerusalem Al-Husseini (1941) mit Entschlossenheit fort.
    qed!

  7. Familienvater sagt:

    Focus vom 09.06.19: „Auch im Interesse der Flüchtlinge“SPD-Vize Oppermann fordert Migrationspolitik mit „knallharten Regeln“
    „Der sozialdemokratische Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann hat seine Partei aufgefordert, in der Migrationspolitik Regeln auch hart durchzusetzen. Die SPD müsse beide Seiten ihrer Politik ganz klar benennen, weil sie sonst zwischen AfD u. Grünen zerrieben werde.“
    Ja, wen hat Oppermann nun wieder angerufen? Die dänischen Sozialdemokraten oder gleich die AfD?
    Hat er am Ende von der pösen AfD abgeschrieben?
    Am Ende windet sich der Oppermann wieder raus, wie nach seinen undurchsichtigen Aktionen in der Edathy-Affäre.
    Dabei hat H-J Friedrich (CSU), der heute u.a. mit Oppermann Vize-BTP ist, erneut mehr Rückgrat gezeigt, als die gesamte GROKO unter AM je hatte.

  8. Familienvater sagt:

    In TE v. 14.06.19 findet sich ein lesenswerter Artikel über das schändliche Verhalten der Bundesregierung + der sie stützenden linken Parteien aus CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNEN/LINKE gegenüber Israel in der UNO etc..
    TE von Godel Rosenberg: „Einseitig und verlogenDeutsches Abstimmungsverhalten – Immer gegen Israel“
    „21 von 28 Resolutionen der Vereinten Nationen, in denen im vergangenen Jahr Staaten verurteilt wurden, beschäftigten sich mit Israel. Deutschland schloss sich 16-mal einer solchen Verurteilung an. Auch mit dem 2019 eingenommenen Sitz im Sicherheitsrat ändert sich nichts….“
    Es ist für jeden, der seine gottgegebenen Sinne benützt, klar in welche linken Parteien die Erben der NSDAP untergeschlüpft sind + sich noch durch Antisemiten aus den ararabischen Ländern verstärken.
    qed!

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