Frankweiler – Wie durch ein Wunder nur leicht verletzt wurde ein junger Mann, als er am Freitagabend (29. Dezember) auf dem Rückweg von einer Veranstaltung auf der Ringelsberghütte in den stillgelegten Steinbruch bei Frankweiler stürzte.
Glücklicherweise verständigten zwei Freunde umgehend die Polizei. Die Feuerwehr Landau-Land war mit dem Alarmstichwort „Person in Gefahr“ durch die integrierte Leitstelle Landau zum Waldparkplatz in Frankweiler alarmiert worden.
Im Rahmen der Erkundung durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte aus Böchingen und Frankweiler konnte die vermutliche Absturzstelle ausfindig gemacht werden.
Aufgrund des steilen Abhanges und des extrem unwegsamen Geländes wurde neben der Einsatzgruppe Absturzsicherung der Verbandsgemeinde Landau-Land auch die in Wernersberg stationierte Höhenrettungsgruppe alarmiert.
„Die Höhenrettungsgruppe ist eine von sechs offiziellen Höhenrettungsgruppen des Landes Rheinland-Pfalz und ist auf die Rettung von Personen aus Höhen, Tiefen und unwegsamen Gelände spezialisiert. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über die gesamt Süd- und Südwestpfalz“, erklärt der Gruppenführer der Höhenrettungsgruppe Achim Bachmann.
„Da die Person jedoch zu Beginn des Einsatzes nicht gefunden und auch keinen Kontakt zu ihr hergestellt werden konnte, wurden darüber hinaus auch die Rettungshundestaffeln 7 des Landes Rheinland-Pfalz sowie des THW Ortsverband Landau alarmiert“, erklärt Einsatzleiter Stefan Kaiser.
Die Rettungshundestaffel verfüge über geprüfte Rettungshunde sowie speziell geschulte Rettungshundeführer. Dank der guten Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie zum Beispiel dem THW des Ortsverbandes Landau sei die Abdeckung an Rettungshunden in der Südwestpfalz, Südpfalz und Vorderpfalz hervorragend, so Gruppenführer der Rettungshundestaffel 7 Hans-Jürgen Gnägy.
Während der Abstieg an der Absturzstelle durch die Höhenrettungsgruppe vorbereitet wurde, starteten gleichzeitig mehrere Suchtrupps von Feuerwehr und Polizei unterhalb der Absturzstelle in dem extrem unwegsamen Gelände die Suche nach der verletzten Person.
Kurze Zeit später wurde die verletzte Person durch die Rettungskräfte weit unterhalb der Absturzstelle gefunden. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde die Rettung mit Hilfe einer Schleifkorbtrage durchgeführt. „Neben dem schwierigen Gelände wurde in diesem Zusammenhang insbesondere die nasskalte Wetterlage zur Herausforderung“, resümiert Einsatzleiter Kaiser.
Die Einsatzkräfte konnten die Einsatzstelle nur mit geländegängigen Fahrzeugen und über Umwege erreichen. Auf der Rückfahrt fuhr sich ein Fahrzeug der Feuerwehr fest und drohte einen Abhang abzustürzen.
„Erst nach der Stabilisation mit einem Mehrzweckzug konnte das Fahrzeug mit einem weiteren Mehrzweckzug aus der misslichen Lage befreit werden. Die Situation habe gezeigt, welche Gefahren ein solcher Einsatz auch für die Einsatzkräfte mit sich bringe“, sind sich die Rettungskräfte nach dem Einsatz einig. Ob an diesem Fahrzeug Schäden entstanden, sei derzeit noch unklar.
Über die Schwere der Verletzungen der abgestürzten Person sowie die Unfallursache konnte seitens der Feuerwehr keine Aussage getroffen werden. Die Polizei meldete aber später, dass der Mann Glück gehabt und nur leicht verletzt worden sei.
Gegen 00:30 Uhr war der Einsatz beendet. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren der Verbandsgemeinden Landau-Land und Annweiler, der Höhenrettungsgruppe aus Wernersberg, der Rettungshundestaffel 7 des Landes Rheinland-Pfalz und des THW Ortsverband Landau sowie der Rettungsdienst und die Polizei eingesetzt.
Der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Dirk Nerding machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dankte allen Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit und deren Einsatzbereitschaft. (red/desa)

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