
Etwa so alt wie der Säugling auf diesem Bild war das Baby, das der Mann aus dem Fenster warf.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Frankenthal – In der Nacht zum Samstag hat sich in Frankenthal ein Familiendrama abgespielt. Ein Mann stach auf seine Lebensgefährtin ein und warf das gemeinsame Baby aus dem Fenster.
Mitten in der Nacht gegen 1.30 Uhr kam es zum Streit zwischen dem Paar aus Frankenthal. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich in der Wohnung das gemeinsame Kind, ein zwei Monate alter Säugling, und zwei Kinder (4 und 6 Jahre) des Mannes aus einer früheren Beziehung auf.
Im Verlauf des Streits nahm der 32-jährige Mann ein Messer und stach auf seine 20-jährige Partnerin ein. Die Frau schaffte es, aus der Wohnung zu fliehen und die Polizei zu alarmieren.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hat der Mann, als die Frau aus der Wohnung geflüchtet war, das Baby aus dem Fenster der Wohnung im 2. Obergeschoss geworfen, teilte die Polizei mit. Für das Kind kam jede Hilfe zu spät: Es starb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen.
Als die Beamten eintrafen, fanden sie den Mann mit den beiden Kindern im Arm und einem Messer in der Hand vor. Er wurde von den Polizisten überwältigt und festgenommen.
Das sechsjährige Mädchen war verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die 20-Jährige wurde ebenfalls vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Der mutmaßliche Täter wurde bei der Festnahme verletzt und kam ebenfalls ins Krankenhaus. Später ordnete der Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft an. Der 32-jährige Frankenthaler wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Nachtrag:
Die Mordkommission der Kriminaldirektion hat die Ermittlungen übernommen.
Die Mutter des getöteten Säuglings und das 6-jährige Mädchen müssen weiter im Krankenhaus behandelt werden.
Der Leichnam des Babys wird am 18. Mai bei der Rechtsmedizin in Mainz obduziert.
Ergänzend zu bisherigen Informationen hat die Polizei bestätigt, dass sich zur Tatzeit noch ein 31-jähriger Mann aus Frankenthal in der Wohnung der Familie aufhielt.
Der Mann wurde ebenfalls verletzt. Er musste ambulant ärztlich versorgt werden, ein stationärer Krankenhausaufenthalt war nicht erforderlich.
Warum sich der Mann in der Wohnung aufhielt und die Umstände seines Aufenthaltes, sind Gegenstand der Ermittlungen. Derzeit bestehen keine Anhaltspunkte für eine Mittäterschaft des Mannes. (pol)

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