
Schlussbild mit Künstlern und Ortsbürgermeister v.l.: Daniel Henrich, Elke Emma Edinger, Yunsik KO, Rebecca Ferrel-Henrich, Claudia Rösner und Gerhard Beil.
Fotos: Beil
Rheinzabern – Nach zwei Wochen schloss am 5. Okttober die Ausstellung „Wechselwirkung“ von Elke Emma Edinger und der Künstlergruppe DOK-HAN ihre Pforten.
Die vielseitige Künstlerin Elke Emma Edinger präsentierte Werke verschiedenster Motive, ergänzt durch Beiträge der deutsch-koreanischen Künstlergruppe DOK-HAN, deren Nukleus die Hochschule für Bildende Kunst in Saarbrücken ist.
Für das Kleine Kulturzentrum mit seinem besonderen Flair bedeutete die Ausstellung einen weiteren Akzent im Kulturangebot.
Schien auf den ersten Blick die Auswahl der Beiträge sehr heterogen, so lag gerade darin der „rote Faden“, wie Ortsbürgermeister Gerhard Beil in seiner Rede zur Finissage betonte.
Kunst heiße nämlich, permanenten Perspektivenwechsel in der Betrachtung der Dinge zu pflegen, weg von der eigenen oft verfestigten Anschauung und Wahrnehmung.
Aktuelle Bezüge zur harten Realität waren ebenso vertreten wie schier provozierende Idylle aus Afrika oder scheinbar nutzlose Gegenstände, die aber unerwartete Botschaften wiedergeben, wenn man dafür offen ist.
Heißt es nicht beim kleinen Prinzen von Saint Exupery: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ – sprich: Ohne Herz ist man blind für das Wesentliche des Lebens. Dazu will die Kunst ihren Teil beitragen.

Horst Dörsam macht zwei neugierige Kinder auf die Tonschwingungen aufmerksam, die von der Drahtwürfelkomposition ausgehen.
Beil ging dezidiert auf einige besondere Werke ein und legte seine subjektive Interpretation dar. So wird aus einer scheinbar nutzlosen Drahtkonstruktion ein Klangkörper, der den Raum in Schwingungen versetzt, wenn man denn bereit ist, entspannt zuzuhören und den Gegenstand akustisch statt nur visuell wwahrzunehmen.
Es gab noch mehr der Beispiele, die plötzlich Sinn machten, wenn man die richtigen Fragen an sie stellte.
Der Ortsbürgermeister dankte der von kreativer Unruhe geprägten Künstlerin und ihren Freunden für die Ausstellung, zu der sie auch durch das Flair des Hauses animiert worden waren. Gerade im Jahr des 50-jährigen Jubiläums der Volkshochschule und der ersten Teilnahme am Kultursommer Rheinland-Pfalz bedeutete die Ausstellung eine zusätzliche Kunst-Facette für das Römerdorf.
Ein Dank ging auch an Familie Dörsam, die während der zwei Wochen tatkräftig zum Offenhalten der Ausstellung beitrug.
Claudia Rösner am Flügel und Rebecca Ferrell-Henrich, Cello, spielten zum Abschluss stimmungsvolle Weisen von Bach, Bloch, Rachmaninoff, C. Saint-Saens, Gabriel Faure und Gounod, die DOK-HAN und insbesondere Elke Emma Edinger gewidmet waren. In der Sprache der Musik klang eine gelungene Kunstausstellung aus. (gb)

Yunsik KO tritt mit grazilen Skulpturen aus Holzspänen in Wechselwirkung zu bulligen Hightech Baumaschinen auf der gegenüberliegenden Seite.

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