Montag, 26. September 2022

Festungsschießen in Germersheim: anlegen – zielen – treffen: Herxheimer Schützen gewinnen Mannschaftswettbewerb

15. Mai 2015 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Zwei, die´s können: Landrat Dr. Fritz Brechtel und der Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, Oberstleutnant Maximilian Olboeter.
Fotos: pfalz-express.de/Licht – Kevin Schrief/Bundeswehr
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Germersheim – Ein gutes Auge und eine ruhige Hand waren gefragt bei Festungsschießen auf dem Übungsgelände der Sponeck-Kaserne.

Die jährlich stattfindende Traditionsveranstaltung des Luftwaffenausbildungsbataillons hatte auch dieses Mal wieder regen Zuspruch gefunden. 25 Mannschaften aus den Bereichen Behörden, Wirtschaft, Reservisten und natürlich auch die aktiven Soldaten maßen ihr Schießkünste bei Mannschafts – und Einzelschießen mit der Pistole P8 und dem derzeit skandalträchtigen G36 – das allen Unkenrufen zum Trotz treffsicher funktionierte.

Mit dabei war auch Landrat Dr. Fritz Brechtel mit seiner Frau und Gert Müller, Beigeordneter der Stadt Germersheim. Der Kreischef nimmt regelmäßig am Festungsschießen teil und agiert sicher – und recht zielgenau.

Wer sich eher zu altertümlichen Waffen hingezogen fühlte, konnte beim „Saustechen“ mit einem Speer sein Glück versuchen. Tierfreunde müssen nun nicht auf die Barrikaden gehen: Die „Sau“ bestand lediglich aus aus einem Strohballen mit einem daran befestigten Bild eines Wildschweins.

Nachdem Kommandeur Oberstleutnant Maximilian Olboeter mit einer kleinen Ansprache den Wettkampf eröffnet hatte, stand zu Beginn das Mannschaftsschießen auf dem Plan, am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer in den Einzelwettkämpfe messen.

Unterschieden wurde zwischen sogenannten Waffenträgern und Nichtwaffenträgern (Zivilisten), Herren und Damen. Die Sicherheit wurde gewährleistet, indem jeder Schütze einen erfahrenen Bataillonsangehörigen zur Seite hatte.

Über die ausgegebene Munition wurde sorgfältig Buch geführt – der Verbleib jeder einzelnen Patrone musste genauestens dokumentiert werden. Gehörschutz stand jedem Mitwirkenden zur Verfügung. Drei „Freischüsse“ gab es zum Einüben, die folgenden fünf wurden gezählt. Bei Temperaturen von über 30 Grad nicht immer eine leichte Aufgabe. Da war die kleine Festung aus Karton, in der das Team des Pfalzkasinos kühle Getränke und kleine Snacks zur Stärkung anbot, willkommen.

Am Ende siegten beim Mannschaftsschießen die Schützen aus Herxheim vor dem Team der Zivilen Aus- und Weiterbildung (ZAW) und der Polizeiinspektion Landau.

Beim Schießen mit der Pistole hatten die Gesetzteshüter aus Landau die Nase vorn vor dem Schützenverein Herxheim und der Bundespolizei Bad Bergzabern.

Bei den Nicht-Waffenträgern gewann die „Deutsche Gesellschaft für historische Uniformen“, Platz zwei und drei belegten die AOK Germersheim und die Herrengruppe Westheim.

Einzelwertungen:

Bei den „Waffenträger Herren“ bewies Oberstleutnant der Reserve und Präsident des gemeinnützigen „Ordre Lafayette“, Hans Kudis, die größte Treffsicherheit. Kudis belegte bei der Pistole und in der Gesamtwertung den 1. Platz.

Sieger mit dem G36 wurde Polizeihauptkommissar Kurt Mistler. Beim Behördenleiterschießen gewann Polizeioberrat Peter Berens aus Landau.

Bei den Nichtwaffenträger Herren stellte Armin Ößwein  von der AOK sowohl bei der P8 als auch dem G36 alle in den Schatten und schaffte es in beiden Disziplinen auf Platz 1.

Gesamtsiegerin bei den Damen wurde Stefanie Dreyer. Petra Kuppe gelang es, sich bei Saustechen durchzusetzen – noch vor den Herren.

Die Sieger wurden anschließen im Pfalzkasino von Kommandeur Olbeoter geehrt und mit dem begehrten Pokal ausgezeichnet. (cli)

 

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