Mittwoch, 02. Dezember 2020

Entwicklungsminister Müller fordert Freilassung von Rackete – Klingbeil kritisiert Festnahme von „Sea Watch“-Kapitänin

1. Juli 2019 | Kategorie: Nachrichten, Politik

Gerd Müller.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Im Fall der in Italien festgenommenen deutschen Kapitänin des Flüchtlings-Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“, Carola Rackete, sieht der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nun Brüssel in der Pflicht.

„Die „Sea-Watch“-Kapitänin hat in einer absoluten Notlage gehandelt. Deswegen erwarte ich, dass Brüssel hier ein deutliches Signal sendet und die sofortige Freilassung einfordert“, sagte Müller der „Passauer Neuen Presse“.

Zudem, so der CSU-Politiker, müsse die EU eine neue europäische Sofortregelung zur Seenotrettung im Mittelmeer beschließen. Müller: „Ausgerechnet jetzt überlässt die EU die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ihrem Schicksal und beendet die Mission Sophia. Das ist ein unerträglicher Zustand angesichts von fast 600 Ertrunkenen im Mittelmeer allein dieses Jahr.“

Nach der Festnahme Racketes hat auch die SPD Unterstützung von anderen EU-Mitgliedstaaten gefordert. „Wenn mitten in Europa eine junge Frau verhaftet wird, weil sie Ertrinkende rettet, läuft gehörig etwas schief“, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die europäischen Partner müssten jetzt Druck auf die italienische Regierung machen. „Seenotrettung ist kein Verbrechen und darf nicht kriminalisiert werden“, so der SPD-Politiker weiter. (dts Nachrichtenagentur)

Lars Klingbeil
Foto: dts Nachrichtenagentur

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8 Kommentare auf "Entwicklungsminister Müller fordert Freilassung von Rackete – Klingbeil kritisiert Festnahme von „Sea Watch“-Kapitänin"

  1. Tim Weiler sagt:

    Den Quatsch mit der „Rettung von Ertrinkenden“ und der damit zusammenhängenden Moralhuberei nimmt euch doch keiner mehr ab. Das Ganze ist zu einer niemals abreißenden Migrationswelle von Wirtschaftsflüchtlingen mutiert, die ganz bewusst die Seenot in Kauf nehmen, weil sie wissen, dass der Shuttleservice in der Nähe weilt. Das Australische Modell zeigt, wie man es richtig macht. Stattdessen wird ein völlig irrationales Besiedelungsprogramm gefahren, dass Deutschland und damit die gesamte europäische Region mittelfristig destabilisieren wird.

  2. Aufgewachte sagt:

    Warum setzen sich die etablierten deutschen Politiker immer für Kriminelle ein und niemals für anständige Menschen in unserem Land? Wer hat die Hirne dieser Personen dermaßen verseucht?

  3. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Kinderladen Deutschland:

    Es geht hier um moralische Erpressung um den Taxidienst zur Insel Lampedusa aufrecht zu erhalten.
    In den 12 Tagen hätten dutzende Häfen angefahren werden können. Stattdessen dramatisiet man es zu einer Notsituation und läuft dann widerrechtlich in den Hafen ein.
    Am schnellsten wäre „die Rettung“ durch Rückkehr der illegalen Migranten nach Libyen zu vollziehen gewesen.

  4. Steuerzahler sagt:

    Aber natürlich. Gesetzesbrecher Europas versammelt euch hinter Rackete. Sie hätte zwar 14 Tage Zeit gehabt das Schleppergut nach Holland, Frankreich, Spanien oder Deutschland zu bringen, aber man*in wollte ja Italien provozieren.
    Wenn unser Bundespräsident für die Freilassung dieser Verbrecher*in plädiert, beschädigt er sein Amt und das Ansehen Deutschlands. Als ob wir uns mit der „Einwanderung vieler“ nicht schon lächerlich genug gemacht hätten. Herr Salvini entgegnet Herrn Steinmeier:„Wir ermutigen den deutschen Bundespräsidenten, sich erst um die Zustände in seinem eigenen Land zu kümmern, und vielleicht seine Bürger aufzufordern, italienisches Recht zu achten und die italienischen Polizeibeamten nicht zu gefährden!“. Ich wünsche mir einen Salvini als Innenminister, keinen Drehofer.

  5. AntiAntifa sagt:

    Roger Beckamp AfD

    Und in drei Wochen klettern sie dann in Bamberg oder Schweinfurt auf einen Kran, weil ihnen das Essen nicht schmeckt. . . . Seenotrettung ja und dann zurück in die Heimat , Transit Tunesien, Libyen usw. Nur mal so als Überlegung… #afd

  6. KlausMichael sagt:

    Hoffen wir doch, dass der Rettungswagenfahrer den Herrn Klingbeil oder Herr Müller vielleicht irgendwann brauchen, nicht auch erst tagelang spazieren fährt, bevor er sie in ein Krankenhaus einliefert.
    Ich würde zu gerne hören, was all diejenigen die diese Frau als Heldin feiern, gesagt hätten wenn von den „Geretteten“ auch nur einer bei der Überfahrt gestorben wäre.
    Ich denke, dass niemand aus dem Rettungswagen springt nur weil ihm das Krankenhaus nicht gefällt in welches er eingeliefert werden soll.

  7. Frau Holle sagt:

    Um es mal kurz und knackig mit Elmis Worten zu sagen:

    „Deutschland hat ferrdich“

    (…)

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