Sonntag, 20. Januar 2019

Edenkoben: Stadtbürgermeister Werner Kastner ist tot – Kampf gegen den Krebs verloren

4. Dezember 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Leute-Regional
Werner Kastner. Archivbild: Pfalz-Express/Döringer

Werner Kastner beim letztjährigen Neujahrsempfang.
Archivbild: Pfalz-Express/Döringer

Edenkoben. Die Einladung zum Nikolausmarkt wurde noch von ihm unterzeichnet: Stadtbürgermeister Werner Kastner war zuversichtlich und mit ihm Verwandte, Freunde, und alle, die ihn kannten, dass er seine schwere Krankheit in den Griff bekommen oder sogar überwinden kann.

Die Chemotherapie hatte ihn zwar gezeichnet, doch sein Wunsch wieder die Amtsgeschäfte in Edenkoben übernehmen zu können, war ungebrochen.

Nun ist das Stadtoberhaupt der Stadt Edenkoben im Alter von 68 Jahren in der Nacht zum Freitag nach schwerer Krankheit gestorben.

„Die traurige Nachricht vom Tod von Stadtbürgermeister Werner Kastner hat die Mitarbeiter der Stadt und die Bürger am Freitagvormittag erreicht. Erschütterung herrscht im Rathaus und in der Stadt. Als gebürtiger Edenkobener hat er sich schon in jungen Jahren seiner über alles geliebten Heimatstadt verschrieben“, schreiben Angelika Fesenmeyer (Erste Stadtbeigeordnete), und die beiden Beigeordneten Helga Vogelgesang und Heiko Heymanns.

Er habe wie kaum ein anderer vorher die Stadt, deren Bürgermeister er seit 1999 war, geprägt. „Bis zuletzt hatte er gehofft, dass er seine Arbeit wieder wird aufnehmen können. Trotz seiner Krankheit hat er sich bereits mit der Organisation der 1250 Jahr Feier in 2019 beschäftigt. Leider ist ihm dieses Erlebnis vergönnt geblieben.“

„Wir sind sehr traurig über seinen Tod“, so Angelika Fesenmeyer zum Pfalz-Express. „Wir hatten mit ihm gehofft, dass er noch Zeit geschenkt bekommt. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und der Familie. Die gemeinsame Arbeit mit ihm war immer interessant und die Entwicklung von ´seinem´ Edenkoben lag ihm sehr am Herzen.“

Die städtischen Fahnen sind als Zeichen der Trauer auf Halbmast gesetzt, ein Kondolenzbuch liegt in der Verbandsgemeindeverwaltung aus, in das man sich mit einem letzten Gruß eintragen kann. Edenkoben aktiv hat auf seiner Internetseite ebenfalls ein Kondolenzbuch eingerichtet.

Kastner galt als umtriebiger Mensch, der Entscheidungen nicht auf die lange Bank schieben wollte. „Das liegt mir gar nicht“, hatte er einmal dem Pfalz-Express gesagt.

Der Verstorbene war beliebt, nicht zuletzt auch wegen seines trockenen Humors. Mit seiner Meinung hielt er ungern hinter dem Berg und war auch das eine oder andere Mal gern gesehener Gastbüttenredner seines Heimatvereins Frohsinn.

Kastner hatte viele Posten inne. Viel hat er für Edenkoben getan, sei es in Sachen Stadtsanierung, Wirtschaftsförderung, Tourismus oder Förderer der Städtepartnerschaften, um nur einige Punkte zu nennen.

Kastner sah sich selbst als Motor, der die Stadt vorwärts bewegen wollte und das ist ihm, da sind sich auch Politiker und Bürgermeisterkollegen einig, immer bestens gelungen.

Werner Kastner wird bei einer Trauerfeier am Freitag, 8. Dezember, um 11 Uhr in der Protestantischen Kirche entsprechend gewürdigt. (desa)

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