…so war die ganz besondere Veranstaltung zur Kunst Franz Bernhards am vergangenen Sonntag in der Ludowici-Kapelle in Jockgrim überschrieben.
Der Abend, initiiert vom ökumenischen Freundeskreis Kunst und Kirche, war eine Hommage an den vor knapp zwei Jahren verstorbenen Bildhauer. Er ergänzte die ein Jahr andauernde Ausstellung von vier großen Skulpturen Franz Bernhards in Jockgrim und die aktuelle Ausstellung einiger seiner Grafiken und kleinen Plastiken sowie Texten von Freunden und Weggefährten im Zehnthaus.
Lutz Stehl, Schriftsteller, Künstler und Freund Bernhards, hielt die sehr persönliche Rede zur Würdigung des großen Bildhauers. Er ging mit wohl gesetzten Worten auf das Werk Franz Bernhards, auf die besondere Atmosphäre im Hause Bernhard in der Bahnhofstraße und die unprätentiöse Art des Künstlers ein.
Stehl schilderte, wie er die Idee zu dem kürzlich gedruckten Büchlein mit Texten von Freunden und Weggefährten über Franz Bernhard hatte und wie es ihm gelungen war, Bernhard die Zustimmung dafür zu entlocken. Mitreißend auch die Art, wie er zwei Fotos „interpretierte“, die in Bernhards Studienzeit entstanden sind.
Der anspruchsvolle Vortrag wurde musikalisch hervorragend ergänzt: Jörg Schloß an der Klarinette und Dr. Norbert Heide an Klavier glänzten mit dem 1. und 2. Satz der Klarinettensonate in D-Dur von Nino Rota – die Wahl war Bernhards Affinität zur italienischen Musik geschuldet. „Après un rêve“, ein Stück mit Nocture-Charakter von Gabriel Fauré, spielte das Duo auf Lutz Stehls Vorschlag hin.
Otto Mielke vom ökumenischen Freundeskreis Kunst und Kirche und von der Arbeitsgemeinschaft Kirchen im Jubiläumsjahr freute sich über sehr interessierte Besucher aus Jockgrim und der näheren und weiteren Umgebung. Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann begrüßte im Namen der Gemeinde.
Im Anschluss an die gelungene Veranstaltung standen die Besucher noch länger in angeregte Gespräche vertieft vor der Ludowici-Kapelle in der Abendsonne.

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