Wörth – Mit „großem Unverständnis“ reagiert der CDU Stadtverband Wörth auf die Schließung der chirurgischen Durchgangspraxis in Wörth.
„Die Festlegungen der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz gehen völlig am Bedarf in der Realität vorbei“, kritisiert Christoph Gröger, Bürgermeisterkandidat der CDU.
Die Notwendigkeiten vor Ort würden völlig verkannt: „Nicht nur die Versicherten, auch die zahlreichen Schüler und die Beschäftigten der Betriebe in Wörth sind wegen fragwürdiger Regelungen zum Sitz einer solchen Praxis nunmehr auf den Rettungsdienst angewiesen oder müssen Umwege in Kauf nehmen, die mit erheblichen Mehraufwand verbunden sind“, so Gröger.
Der Ortsbezirk Wörth ist Sitz zahlreicher Schulen, darunter das Europa-Gymnasium, die Integrierte Gesamtschule und die Berufsbildende Schule. Insgesamt gehen in Wörth über 3.000 Schüler zum Unterricht. Hinzu kommen Beschäftigte aus den Wörther Industriebetrieben, die sich ebenfalls auf etwa 15.000 summieren.
Mit der Aufforderung, einer „Monopolbildung“ entgegenzutreten, hat sich auch die CDU-Fraktion des Stadtrats an die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz gewandt.
Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass der Standort in Wörth lediglich zugunsten anderer Standorte in Kandel oder Germersheim aufgegeben werde, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Weber in einem Schreiben an die Verantwortlichen in Neustadt an der Weinstraße.
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bei der Unfallarztpraxis sieht sich die CDU in Ihrer Haltung bestätigt, dass der Erhalt der fachärztlichen Versorgung in Wörth eine wesentliche Aufgabe der künftigen Stadtentwicklung ist.
Weber habe sich deshalb persönlich und nachdrücklich für ein Gesundheitszentrum eingesetzt. Zuletzt habe die Planung der Wohnbau für ein Gesundheitszentrum die Unterstützung aller Fraktionen im Stadtrat und Ortsbeirat gefunden.
Hierbei gehe es der CDU insbesondere darum sicherzustellen, dass der Wörther Ärzteschaft ein attraktives Angebot gemacht werden kann, um Praxisstandorte zu erhalten oder dass Nachfolger diese weiter betreiben können.
Gröger weiter: „Ich hoffe, dass der Wohnbau dieses Projekt gelingt und dass sich ein Interessent findet, der dort unter veränderten Rahmenbedingungen wieder eine Durchgangspraxis eröffnen kann. Dies setzt jedoch voraus, dass die Kassenärztliche Vereinigung unverzüglich ihre Sitzregelung überdenkt!“

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