Germersheim. Nach mehrmonatigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Landau und einer in Germersheim angesiedelten Ermittlungsgruppe der Landauer Kriminalpolizei ist es gelungen, sieben Personen zu verhaften, denen der schwunghafte Handel mit Kokain, Amphetamin und Marihuana vorgeworfen wird. Alle Festgenommenen befinden sich in Untersuchungshaft.
Bereits Anfang des Jahres häuften sich Hinweise darauf, dass in einem kleinen Lokal in Germersheim ein schwunghafter Handel mit Betäubungsmitteln stattfindet und der türkische Betreiber in die Drogengeschäfte involviert ist.
Durch umfangreiche Ermittlungen konnte der Verdacht bestätigt und zwei 36 Jahre alte und in den
Niederlanden lebende türkische Staatsangehörige als Drahtzieher und Lieferanten der Drogen ermittelt werden.
Am 4. September kam es dann in Speyer zur Festnahme der niederländischen Lieferanten und eines von ihnen eingesetzten Drogenkuriers aus Germersheim.
Bei der Polizeiaktion, an der auch Spezialeinsatzkräfte der Polizei beteiligt waren, wurden über 10 Kilo Marihuana sichergestellt, die sich im Kofferraum des Kurierfahrzeuges befanden.
Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Landau und des ermittelnden Fachkommissariats fanden solche Beschaffungsfahrten bereits Monate zuvor in regelmäßigen Abständen und mit Mengen in gleicher Dimension statt.
In der Folge der Ermittlungen wurden weitere fünf Mittäter, insbesondere Abnehmer der
Droge, festgenommen – zuletzt am 21. Oktober in Germersheim. Die Mehrzahl der
Festgenommen waren für die Polizei in diesem Deliktsbereich keine unbeschriebenen
Blätter.
Im Verlauf des Verfahrens konnten zudem etwa 1 Kilo Amphetamin, weiteres Marihuana im dreistelligen Grammbereich sowie geringe Mengen Kokain sichergestellt werden. Zuletzt wurden am 19. November zwei Wohnungen von Tatverdächtigen im nördlichen Landkreis von Germersheim
durchsucht, wobei einem der Beschuldigten vorgeworfen wird, von der Tätergruppe
Kokain im dreistelligen Grammbereich gekauft zu haben.
Bei ihm wurde neben geringen Mengen Kokain auch ein vierstelliger Bargeldbetrag als mutmaßliches Dealgeld beschlagnahmt.
Aus ermittlungstaktischen Gründen könne der Sachverhalt erst jetzt mitgeteilt werden, so die Ermittler. (red)
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