
Foto: CDU-Ortsverband Edenkoben
Edenkoben. Lockere Runde, große Pläne: Beim CDU-Stammtisch im Café Paradies begrüßte der Vorsitzende Norbert Lingenfelder am 14. August insgesamt 17 Mitglieder von CDU und Junger Union. Bei Kaffee und Gesprächen wurden aktuelle Themen diskutiert, neue Ideen gesammelt und die nächsten Aktivitäten vorbereitet.
Ein Schwerpunkt wird eine Veranstaltung über weinbaupolitische Themen mit der neuen Ministerin Christine Schneider sein. Die CDU-Politikerin aus Edenkoben, die weiterhin Mitglied im dortigen Ortsverband ist, wurde nach der gewonnenen Landtagswahl zur Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten in Rheinland-Pfalz berufen. Seit dem 18. Mai 2026 gehört sie der Landesregierung an.
Von Edenkoben nach Mainz und Brüssel
Christine Schneider ist in der Südpfalz politisch fest verwurzelt. Ihre politische Laufbahn begann bereits in jungen Jahren: 1989 trat sie der Jungen Union bei, seit 1990 ist sie Mitglied der CDU. Von 1994 bis 2019 gehörte sie dem Stadtrat von Edenkoben an.
1996 zog Schneider erstmals in den rheinland-pfälzischen Landtag ein. Dort setzte sie sich über viele Jahre besonders mit den Themen Landwirtschaft und Weinbau auseinander. Sie war unter anderem Vorsitzende landespolitischer Ausschüsse und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.
2019 wechselte Schneider in das Europäische Parlament. Bis 2026 arbeitete sie in Brüssel und Straßburg und war zuletzt Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Ihre europapolitische Erfahrung und ihre enge Verbindung zur Pfalz bringt sie nun in ihr neues Ministeramt ein.
Ministerin mit regionaler Verbundenheit
Das neue Ministerium verbindet Themen, die für Rheinland-Pfalz und insbesondere die Südpfalz von großer Bedeutung sind: Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten. Schneider gilt dabei als Politikerin, die sowohl die Herausforderungen der ländlichen Räume als auch die politischen Entscheidungswege auf Landes- und EU-Ebene kennt.
Ihre Verbundenheit mit Landwirtschaft und Weinbau ist auch familiär geprägt. Ihr Großvater war Winzer, Metzger und Gastronom. Dadurch entwickelte Schneider früh eine Nähe zu den Themen, die heute zu ihrem Ministerressort gehören.
Für den CDU-Ortsverband in Edenkoben ist ihre Ernennung daher eine besondere Freude: Eine Politikerin aus den eigenen Reihen übernimmt Verantwortung in der Landesregierung und kehrt aus Europa in die rheinland-pfälzische Landespolitik zurück. Die Mitglieder wollen diesen Erfolg mit einem Empfang würdigen und dabei auch den persönlichen Austausch mit der neuen Ministerin ermöglichen.
Vorstandswahl 2027 im Blick
Auch die Zukunft des Ortsverbands wurde thematisiert. Mit Blick auf die Vorstandswahlen im Jahr 2027 ging es besonders um den anstehenden Generationswechsel. Ziel sei es, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen und den Vorstand zu verjüngen und breiter aufzustellen.
So sprach sich der Pressereferent Michael Hilschmann ausdrücklich dafür aus, mehr Frauen und neue Mitbürger, die nach Deutschland migriert sind, für eine aktive Mitarbeit im neuen Vorstand zu gewinnen. Der gesellschaftliche Wandel müsse sich auch in der politischen Arbeit vor Ort widerspiegeln, lautete die gemeinsame Einschätzung.
Viele Social-Time-Veranstaltungen geplant
Darüber hinaus schlug der stellvertretende Vorsitzende Stefan Wintergerst sich für für weitere Social-Time-Veranstaltungen aus. Im Gespräch waren Treffen beim Stadtfest, Weinfest, Kastanienmarkt, bei „Flanieren & Probieren“ und auf dem Nikolausmarkt.
Diese Veranstaltungen sollen nicht nur den Austausch fördern. Sie bieten auch eine gute Gelegenheit, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Neumitgliedern den Einstieg in die politische Arbeit zu erleichtern.
Bürgergespräche im „Schwarzen Café“
Geplant sind außerdem – so die CDU-Beigeordnete der Stadt Charmaine Beyer – weitere Bürgergespräche im Rahmen des „Schwarzen Cafés“. Dort sollen aktuelle Themen aufgegriffen, Fragen beantwortet und Anliegen aus der Bevölkerung aufgenommen werden.
Das Fazit des Abends fiel entsprechend positiv aus: CDU und JU wollen stärker präsent sein, neue Menschen ansprechen und Politik vor Ort in persönlicher Atmosphäre erlebbar machen. Der geplante Empfang für Christine Schneider soll dabei ein erster Höhepunkt des politischen Herbstes werden.

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