Landau/Straßburg. „Die Stadt Landau hat historisch und geographisch eine besondere Verpflichtung sich in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einzubringen“. So fasst der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landauer Stadtrat, Peter Lerch, das Ergebnis der jüngsten Klausurtagung seiner Fraktion zusammen. In Straßburg hatten sich die Mitglieder der Landauer CDU-Fraktion auch mit der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Grenzregion Elsass/Baden/Pfalz beschäftigt.
Als amtierender Präsident des Oberrheinrates hatte Theo Kautzmann, langjähriges Landauer CDU-Stadtratsmitglied, die Landauer Abordnung im Beisein der CDU-Landtagsabgeordneten und Angehörigen des Oberrheinrates Christine Schneider in die aktuelle politische Lage im Elsass eingeführt.
Die Situation dort ist derzeit geprägt von der Diskussion über die geplante Gebietsreform mit der Zusammenlegung von Elsass, Lothringen, Ardenne und Champagne zu einer neuen französischen „Superregion“ mit über 5 Millionen Einwohnern.
Als Leiter des PAMINA-Büros in Lauterburg skizzierte Patric Harster die historische Entwicklung der Zusammenarbeit in der PAMINA-Region, die sich aus der Pfalz (PA), dem mittleren Oberrhein (MI) und dem Nordalsace (NA) zusammensetzt.
Harster berichtete von Chancen und Perspektiven für dieses Gebiet im Herzen der europäischen Union. Präsident Kautzmann würdigte das Engagement von Harster als „Monsieur Pamina“ und erinnerte zugleich auch an den Einsatz des früheren Landauer Oberbürgermeisters Dr. Christof Wolff für die Zusammenarbeit in der Grenzregion am Oberrhein.
Der stellvertretende Landauer Fraktionschef Dr. Thomas Bals sprach die historische Aussöhnungsleistung an, welche in den zurückliegenden Jahrzehnten vollbracht wurde und die auch für die Zukunft verpflichte.
Als Landauer Bürgermeister bekräftigte Thomas Hirsch (CDU), dass die Südpfalz eine „Scharnierfunktion zwischen der Metropolregion Rhein Neckar, der Technologieregion Karlsruhe und dem benachbarten Elsass einnimmt“ und deswegen eine besondere Verantwortung für die überregionale Zusammenarbeit habe.
Herausragende Verkehrsprojekte, wie die zweite Rheinbrücke, gelte es dabei ebenso voranzubringen, wie den Austausch in Kultur und Wissenschaft. Dem kulturellen Austausch in der Region diente dann auch das Gespräch der CDU-Vertreter mit Robert Walter, dem Direktor des Centre Culturel Franco-Allemand in Karlsruhe zum Abschluss des Klausurtreffens. (red)

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Herr Lerch und seine Fraktion würden gut daran tun, sich statt um den Bau von Straßen, wo es im grenzüberschreitenden Bereich keinen Mangel gibt, um den grenzüberschreitenden Öffentlichen Verkehr zu kümmern, den es faktisch nicht gibt. Lediglich bis Lauterbourg und Wissembourg fahren Bahnen. Gescheite Anschlüsse, die von da aus weiterführen, gibt es fast nie. Die wenigen Züge, die von dort Richtung Strasbourg fahren, fahren teilweise eine Minute ab, bevor der deutsche Zug ankommt …