
Lesbos
Foto: Pixabay/GregMontani
Berlin – Die Bundesregierung weiß nicht, ob bekannten Rechtsextremisten die Reise nach Griechenland untersagt wurde, um zu verhindern, dass diese auf der Insel Lesbos oder an anderen Orten Stimmung gegen Flüchtlinge machen.
Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. In einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, heißt es, die Statistiken über die polizeiliche Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs „ermöglichen keine Differenzierung im Sinne der Fragestellung“.
Mihalic kritisierte die fehlenden Kenntnisse der Bundesregierung. „Die ohnehin aus humanitären Gründen zugespitzte Situation auf den griechischen Inseln wird seit Anfang März weiter durch die Anwesenheit Rechtsextremer aus Deutschland und Österreich verschärft.“ Und die Bundesregierung habe nun bestätigt, dass sie keine Ahnung habe, ob die zuständigen Behörden bekannten Rechtsextremisten die Ausreise untersagt haben.
Auch künftig solle sich daran offenkundig nichts ändern, fuhr die Grünen-Politikerin fort. „Dieser sorglose Umgang mit möglicherweise rechtsterroristischem Gefährdungspotenzial ist nicht nachvollziehbar.“
Der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt, der sich seit einiger Zeit auf Lesbos aufhält, sagte dem RND, wenn man Rechtsextremisten nicht an der Ausreise hindere, sollten diese „zumindest Polizeibegleitung haben, wenn man davon ausgehen muss, dass sie hier Straftaten begehen“.
Anfang März hatten sich mehrere deutsche Rechtsextremisten auf Lesbos eingefunden, um die Situation an der griechisch-türkischen Grenze infolge der zeitweiligen Grenzöffnung durch die Türkei auszunutzen und Konflikte zu schüren. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken

Berlin – Die Bundesregierung zählt in Deutschland mehr linksextremistische Gefährder und terroristische Helfer als Rechtsextremisten. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums ...
Ramstein – Die Bundesregierung beteuert, nichts von möglicherweise illegalen Waffen-Transits über Ramstein zu wissen. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der ...
Berlin – Die Bundesregierung vermutet, dass mehr als 100 Kinder von aus Deutschland ausgereisten Dschihadisten zurückkommen könnten. Das erklärte die Regierung in ...
Brüssel – Die Europäische Union und Griechenland haben sich auf ein neues Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos geeinigt. Das teilte die Europäische ...
Mytilini – Papst Franziskus hat am Samstag das Flüchtlingslager Moria auf der Ägäisinsel Lesbos besucht. Es sei eine traurige Reise, erklärte der ...
Berlin – Rechtsextremisten und Neonazis haben in Deutschland mehr als hundert Immobilien für politische Zwecke unter ihre Kontrolle gebracht. Die Bundesregierung zählte ...
Wiesbaden – Der hessische Verfassungsschutz hat nicht nur den mutmaßlichen Lübcke-Mörder Stephan E. und seinen mutmaßlichen Helfer Markus H. fälschlich als „abgekühlt“ ...
Lesbos. Im Flüchtlingslager „Moria“ auf der griechischen Insel Lesbos ist gestern ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 3000 Flüchtlinge und Migranten, die sich ...
Berlin – Angesichts der dramatischen Lage auf der Insel Lesbos hat der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis Deutschland zur Aufnahme von weiteren Flüchtlingen ...
Chemnitz – Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat Zweifel, dass es während der Demonstrationen in Chemnitz zu „Hetzjagden“ gekommen ...
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Flüchtlingspolitik, Luise Amtsberg, sieht die Verantwortung für den ausgebrochenen Brand im Flüchtlingslager Moria bei der Bundesregierung und ...














