Donnerstag 16.Juli 2026

Bund bestätigt Vorzugsvariante für den Ausbau der B 10 zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein

Ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur in der Südwestpfalz

6. Juli 2026 | Kategorie: Rheinland-Pfalz, Südwestpfalz und Westpfalz

Patrick Schnieder: „Jetzt kann das Land in die nächste Planungsphase einsteigen“.
Foto: Pfalz-Express / Rolf H. Epple

Hinterweidenthal/Hauenstein. Der Bund hat die vom Land Rheinland-Pfalz favorisierte Variante für den vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße B 10 zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein offiziell bestätigt.

Damit steht nun fest, dass der Ausbau weitgehend auf der bestehenden Trasse erfolgen soll. Dies markiert einen bedeutenden Fortschritt für eine der wichtigsten West-Ost-Verbindungen in der Region.Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begrüßte die Entscheidung: „Dies ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau der B 10, auf den die Region dringend wartet.

Die Verkehrsbelastung ist hier heute schon sehr groß. Daher ist ein verkehrssicherer Ausbau der B 10 unverzichtbar. Jetzt kann das Land in die nächste Planungsphase einsteigen.“

Auch der rheinland-pfälzische Innen- und Verkehrsminister Achim Schwickert (SPD) zeigte sich zufrieden: „Mit der Bestätigung der Vorzugsvariante haben wir einen wichtigen Meilenstein für den Ausbau der B 10 erreicht. Das ist ein gutes Signal für die Menschen und Unternehmen in der Südwestpfalz. Jetzt gilt es, die weiteren Planungen zügig und mit der gebotenen Sorgfalt voranzubringen.

Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Strecke nachhaltig zu verbessern und dabei die Belange von Mensch und Natur bestmöglich zu berücksichtigen.“

Bestandsnaher Ausbau als Vorzugsvariante

Die Auftragsverwaltung, der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, hatte in der Vorplanung drei Varianten detailliert geprüft und bewertet:

Variante I (bevorzugt): Bestandsnaher Ausbau auf der bestehenden Trasse
Variante II: Bündelungstrasse (Mischform aus Bestandsausbau und südlicher Verschiebung)
Variante III: Vollständiger Neubau einer Südtrasse an der südlichen Talflanke

Nach einer umfassenden Abwägung fiel die Entscheidung zugunsten der Variante I. Sie gilt als die wirtschaftlichste und landschaftsverträglichste Lösung. Mit der Bestätigung durch das Bundesministerium für Verkehr kann das Land nun in die nächste Planungsphase – den sogenannten Vorentwurf – einsteigen.

In dieser Stufe wird die Trassenführung weiter konkretisiert und technisch vertieft. Der Vorentwurf bildet später die zentrale Grundlage für das Planfeststellungsverfahren.

Teil eines großen Gesamtprojekts

Der vierstreifige Ausbau der B 10 zwischen Hinterweidenthal und Landau ist im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen fest verankert und gliedert sich in fünf Teilabschnitte. Während der Bau zwischen Landau und Godramstein bereits läuft, befinden sich die übrigen Abschnitte in unterschiedlichen Planungsphasen.

Die B 10 stellt als zentrale West-Ost-Achse eine wichtige Verbindung zwischen der Rheinebene bei Landau und dem Raum Pirmasens dar. Der Ausbau soll die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen, Engpässe beseitigen und die wirtschaftliche Entwicklung der Region stärken. Die Planungen erfolgen nach den bundesweit einheitlichen „Richtlinien zum Planungsprozess und für die einheitliche Gestaltung von Entwurfsunterlagen im Straßenbau“ (RE 2012).

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