Germersheim – Ob Großbrand, Chemieunfall oder Bombenfund – bei Unglücksfällen und Katastrophen muss man schnell reagieren.
Das bundesweite Warn- und Informationssystem Katwarn ist dafür ein Hilfsmittel: Die kostenlose Smartphone-App für iPhone, Android und Windows Phone sendet behördliche Warnungen ortsbezogen zum aktuellen Standort des Nutzers und zu weiteren frei wählbaren Gebieten.
Dafür müssen nur die sogenannte Schutzengelfunktion aktiviert oder die Gebiete auf einer Karte im Display ausgewählt werden. Alternativ wird Katwarn auch per SMS und E-Mail für ein Postleitzahlgebiet angeboten. Seit 2011 ist Katwarn in Deutschland im Betrieb und wird Schritt für Schritt in den Städten und Kreisen eingeführt.
Bereits im März 2015 wurde Katwarn in Rheinland-Pfalz erstmals auf Ebene eines Flächenbundeslands für großräumige Gefahrensituationen in Betrieb genommen. Auch die Einführung in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Bundesland wird nun vom Innenministerium finanziell unterstützt. Die technische Plattform stellen die öffentlichen Versicherer in Rheinland-Pfalz als Beitrag für das Gemeinwohl zur Verfügung
Zusätzlich zu den Warnungen auf kommunaler und Landesebene empfangen die Nutzer von Katwarn seit 2012 deutschlandweit auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Auch außerhalb von Rheinland-Pfalz setzen immer mehr Landkreise und Städte in ganz Deutschland auf Katwarn, darunter die Großstädte Berlin, Hamburg und München. Entwickelt wurde das System vom renommierten Fraunhofer-Institut FOKUS in Berlin.
In der Region beteiligt sich beispielsweise die Städte Landau und Neustadt an der Weinstraße an dem Warndienst für Mobiltelefone. Für den Kreis Germersheim sind derzeit in der Verwaltung neben Katwarn noch zwei andere Warnsysteme im Gespräch, entschieden ist aber noch nichts.
Lutzke: „Bevölkerung frühzeitig informieren“
Der zukünftige Germersheimer Bürgermeisterkandidat Armin Lutzke (parteilos) hat sich das Produkt näher angeschaut und kommt zu einem positiven Ergebnis. „Ich halte es für absolut sinnvoll, um die Bevölkerung frühzeitig über Gefahren zu informieren und auf dem Laufenden zu halten“, erklärt Lutzke.
Er hat sich die App bereits auf seinem Smartphone installiert und würde sich wünschen, dass jeder Bürger das System benutzt. „Über die App erhält der Nutzer die Gefahrenhinweise direkt auf sein Smartphone oder per SMS auf das Handy und kann entsprechend handeln oder weitere Menschen informieren“, so Lutzke. „Die Behörden teilen mit, was im konkreten Fall zu tun ist und welche Maßnahmen eingeleitet werden. Der Bürger weiß viel schneller Bescheid.“
Für die Einrichtung in den Städten und Gemeinden im Landkreis Germersheim hat das Land laut Lutzke 7.140 Euro zugesagt. Die einmalige Einführungsgebühr in Höhe von Fünfzehntausend Euro – abzüglich eines Zuschusses in Höhe von vierzig Prozent vom Land – und die 3.000 Euro im Jahr für den technischen Support müsste der Landkreis bezahlen.
Lutzke: „Das heißt, dass für Germersheim keine Kosten anfallen würden und auch Germersheim wäre dann an das System angeschlossen und könnte wichtige Informationen direkt an die Bevölkerung weitergeben.“
Die Zuständigkeiten für Warnungen zu besonderen Gefahren lägen generell bei den Landkreisen, so dass die Stadt Germersheim nicht selbst entscheiden könne, sich an Katwarn anzuschließen. Nun müsse der Kreis entscheiden.
„Der Großbrand in Landau oder der Amoklauf in München haben gezeigt, wie wichtig Aufklärung und Informationen für die Bevölkerung sind. So lässt sich unnötige Panik verhindern. Ein Sicherheitsgefühl für die Bevölkerung zu schaffen halte ich für enorm wichtig“, ist der zukünftige Bürgermeisterkandidat überzeugt. (red)

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