
Wie die Soldaten aufgereiht stehen die Flaschen da, weil kein Platz mehr in den Containern ist (am Konrad-Lerch-Ring aufgenommen).
Foto: privat
Offenbach. Georg Kern und Dietmar Seefeldt (CDU Südliche Weinstraße), haben ein Schreiben an Landrätin Theresia Riedmaier verfasst. Es bezieht sich auf überfüllte Glascontainer in Offenbach. Die Bilder wurden am 4. Oktober gemacht.
„Sehr geehrte Frau Landrätin Riedmaier,
anbei erhalten Sie Bilder von den Zuständen an zwei Glascontainerstandorten in Offenbach. Herrn Werkleiter Volkhardt hatte ich telefonisch bereits kurz informiert. Nach uns vorliegenden Informationen sieht es in anderen Orten im Landkreis ähnlich und teilweise noch schlimmer aus.
Wir bitten Sie, für eine geordnete und zeitnahe Wertstoffabholung Sorge zu tragen, indem die beauftragte Firma hier ihren vertraglichen Verpflichtungen entsprechend nachkommt.
Auch wenn der Landkreis selbst nicht Vertragspartner sein sollte, muss es doch im Sinne der Sauberkeit und Attraktivität unserer Gemeinden, das Interesse des Landkreises sein, ein Augenmerk auf eine ordnungsgemäße Abholung von Wertstoffen zu haben.
Wir appellieren daher, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um hier eine Verbesserung der Situation schellstmöglich herbeizuführen.
Die Herbstzeit ist die touristische Hauptsaison im Landkreis, daher sollten unseren Gästen entsprechende Bilder (siehe Anhänge) in unseren Orten nicht geboten werden.
Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie uns über Ihre Veranlassungen eine Rückmeldung geben könnten.“ (red)

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Die Bilder beweisen, das wir eine Gesellschaft von Alkoholikern haben…
Das eigentliche Problem ist doch hervorragend im Bild festgehalten: das Problem sind offensichtlich weder Gurkengläser noch PFAND-Flaschen.
Es sind die Wein- und Sektflaschen, die aufgrund von Ausnahmeregelungen (zum Schutz der heimischen Winzer?) nicht mit einem Pfand belegt sind.
Vermutlich auch deswegen findet die „Glas oder PET“-Diskussion bei Wein und Sekt gar nicht statt.
Bevor wir über „Glas oder PET“ ernsthaft diskutieren muss die Politik dahingehend die Weichen stellen, dass auch auf Säfte, auf Eistee, auf Wein, auf Sekt, auf Spirituosen Pfand erhoben wird.
Die „Bepfandung“ von Tetra-Paks oder auch den Capri-Sonne-Beuteln ist dann eine weitere zu disktuierende Frage – wenn wir doch schon Plastiktüten nicht mehr kostenlos abgeben, vielleicht auch gar nicht mehr als „Pfand“, sondern als Aufschlag.
Dennoch sind die Menschen in den betroffenen Orten zu loben: die Flaschen könnten erstens irgendwo in der Landschaft liegen und zweitens auch bei den Containern auf einem wilden Haufen mit großer „Scherbenbildung“.
Das sieht weitestgehend ordentlich aus.