Donnerstag, 02. Februar 2023

„Bonbon statt Pflaster“ – Projekt zum Umgang mit Gefühlen startet an Schulen

18. Dezember 2017 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional, Rhein-Pfalz-Kreis, Südwestpfalz und Westpfalz
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Pfalz – Wie fühlt sich Wut an, wie Freude? Wie erkenne ich, wann jemand mit mir und wann er über mich lacht? Wie zeige ich anderen, dass ich sie mag?

Emotionale Kernkompetenzen zu entwickeln ist für Kinder genauso wichtig wie gesellschaftliche Verhaltensregeln zu erlernen – und eine essenzielle Voraussetzung für seelische Gesundheit. Die Trainingsreihe dazu –  „Umgang mit Gefühlen“ – läuft seit Dezember an 14 Schulen und 74 Klassen in der Pfalz.

Rund 3.000 Schüler von der ersten bis zu neunten Klasse lernen bei altersgerechten Übungen nicht nur, ihre eigenen Gefühle zu erkennen, einzuschätzen und zu regulieren, sondern auch mit den Gefühlen von anderen umzugehen.

Mit dem „Gewitterorchester“ beispielsweise können die Kinder und Jugendlichen die Abstufungen ihrer Gefühle hörbar ausdrücken, indem sie schnipsen, klatschen oder mit den Füßen trommeln. Mit der „Wutrakete“ zeigen sie an, was sie auf die Palme bringt und welche Anzeichen sie dabei bei sich selbst wahrnehmen.

Gefühle kann man lernen

Warum ist so ein Training wichtig? „Erfahrungen, die junge Menschen machen, beeinflussen maßgeblich die Entwicklung des Gehirns und das Verhalten – auch als Erwachsene“, erklärt Raphael Gutweiler, der das Projekt von Seiten der Universität Koblenz-Landau betreut.

Den Umgang mit Gefühlen könne man lernen. „Das Projekt soll präventiv wirken und Spaß machen – sozusagen ein Bonbon statt eines Pflasters.“

Etwa 150 Studenten der Klinischen Psychologie der Universität Koblenz-Landau führen die Trainings durch. In kleinen Gruppen erarbeiten sie Konzepte anhand eines Baukastensystems, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Klassen zugeschnitten sind.

In drei bis fünf Terminen setzen sie diese dann gemeinsam mit den Klassen um. „Hier arbeiten wir eng mit den Lehrkräften zusammen und gehen auf die Themen ein, die für die jeweilige Klasse wichtig ist“, berichtet Gutzweiler.

Zum Hintergrund

Initiiert hat das Projekt der Lehrstuhl für Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalters der Universität Koblenz-Landau, unterstützt wird es von der Resilienz-Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark“ des Pfalzklinikums.

Mit 20.000 Euro fördern die Lions-Clubs Germersheim, Haßloch, Neustadt, Speyer und Speyer-Palatina das Training über zwei Jahre. Pfalzweit nehmen insgesamt 14 Schulen von Speyer bis Steinfeld an dem Schulprojekt teil. (red)

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

2 Kommentare auf "„Bonbon statt Pflaster“ – Projekt zum Umgang mit Gefühlen startet an Schulen"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Den vielen Hilferufen aus den durch Migrantenzustrom teilweise völlig überlasteten Schulen wird man mit solchen Trainings sicher abhelfen können ..

    Es funktioniert leider nicht immer:

    „Im Jahr 2005 wurde er mit seiner Klasse der Frankfurter Eduard-Spranger-Schule (Realschulzweig) in das Bundeskanzleramt eingeladen. Anlass dazu war der Gewinn eines Preises für ein Projekt, bei dem es um die Gewaltprävention in der Gesellschaft ging. Dabei entstand ein Foto, das Uka direkt neben Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigt.“

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arid_Uka
    http://www.nytimes.com/2011/03/09/world/europe/09frankfurt.html?_r=1

  2. Umgang mit Gefühl sagt:

    Hat der Zwerffel Urlaub, oder warum muss Gggkkeee hier die Altenaive-für-Deutschland-Propaganda ganz alleine stemmen? So völlig zusammenhangslos aus dem Nichts.
    Das wäre doch auch ein schönes Thema für Markiese gewesen. Hat Heiko schon was dazu gepostet?

    Gibts das eigentlich schon als Gesellschaftsspiel? „AfD-Slam“: Ein zufälliges Thema ziehen und davon auf Migranten als Problem kommen. Mit Zusatz-Punkten für Erika-Steinbach-Zitate.
    Es finden sich bestimmt noch Vorlagen aus den 30ern, da muss sicher nicht viel verändert werden.

    Einfach nur widerlich!