Sonntag, 26. September 2021

Bahnsteig-Morde: Seehofer will mehr Polizeipräsenz an Bahnhöfen – Mutmaßlicher Täter schon in der Schweiz auffällig

30. Juli 2019 | Kategorie: Allgemein, Nachrichten, Politik

Horst Seehofer
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Nach dem Mord eines achtjährigen Jungen, der am Montagmorgen am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einrollenden ICE auf die Gleise gestoßen worden ist, hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mehr Polizeipräsenz an Bahnhöfen gefordert.

„Bahnhöfe sind öffentliche Räume. Und wenn dort solche schrecklichen Verbrechen passieren“, dann sei es nachvollziehbar, dass in der Bevölkerung Fragen nach der Sicherheitslage auftauchten, sagte Seehofer am Dienstag in Berlin. Man habe schon seit etlichen Tagen und Wochen schwerwiegende Delikte erlebt, die innerhalb der Bundesregierung und der Sicherheitsbehörden zur Diskussion veranlasst hätten, was der Grund „für eine solche Entwicklung“ sei, so der Innenminister weiter.

„Obwohl die allgemeine Kriminalität rückläufig ist“, sei das Sicherheitsgefühl innerhalb der Bevölkerung sehr angespannt, so der CSU-Politiker. Solche Fälle wie am Montag trügen „naürlich ganz entscheidend dazu bei“. Man habe sich nicht nur „wegen dieses kaltblütigen Mordes gestern“ getroffen, sondern um auch einen weiteren Horizont zu schlagen, wo und wie man in den nächsten Wochen und Monaten mit diesen Phänomenen umgehe, sagte Seehofer.

Zudem erläuterte Bundespolizeipräsident Dieter Romann Einzelheiten zur Tat: Der mutmaßliche Täter, ein 40-Jähriger aus Eritrea, sei 2006 „unerlaubt in die Schweiz“ eingereist und habe dort Asyl beantragt, das ihm im Jahr 2008 gewährt worden sei, sagte Romann.

Tatverdächtiger attackierte Nachbarin in der Schweiz

„Er besitzt seitdem die Niederlassungsbewilligung in der Schweiz der Kategorie C“, das „gut integriert“ heiße. Er sei „einer festen Arbeit“ nachgegangen. Aus Sicht der Ausländerbehörde in der Schweiz sei er vorbildlich integriert gewesen. Er sei zuletzt am 25. Juli diesen Jahres in der Schweiz aufgefallen „durch eine massive Bedrohung seiner Nachbarin mit einem Messer“, so der Bundespolizeipräsident weiter. Er habe sie auch gewürgt und anschließend in ihrer Wohnung eingesperrt. Danach sei der Täter geflüchtet.

Dies habe die Schweiz „zum Anlass genommen, ihn national zur Festnahme auszuschreiben“. Der Tatverdächtige sei „auch im Vorfeld mit entsprechenden Delikten bereits in der Schweiz auffällig“ gewesen, sagte Romann. Er sei außerdem seit einiger Zeit in psychiatrischer Behandlung gewesen.

Am Montagmorgen hatte ein 40-jähriger Tatverdächtiger im Frankfurter Hauptbahnhof am Gleis 7 zunächst eine 40-jährige Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen einrollenden ICE auf die Gleise gestoßen. Während die Mutter sich auf einen Fußweg zwischen Gleis 7 und 8 retten konnte, wurde ihr Kind vom Zug erfasst und verstarb noch vor Ort. Die Mutter erlitt einen schweren Schock, ihre körperlichen Verletzungen waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft weniger gravierend.

Im Anschluss hatte der mutmaßliche Täter zudem versucht, eine 78-jährige Frau auf die Gleise zu stoßen. Dies gelang jedoch nicht. Die Frau erlitt einen Schock und zog sich eine Schulterverletzung zu.

Der mutmaßliche Täter war nach dem Vorfall aus dem Hauptbahnhof geflüchtet, wurde aber im Nahbereich des Bahnhofs von Passanten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Es handelt sich um einen eritreischen Staatsangehörigen, der seit 2006 in der Schweiz im Kanton Zürich lebte.

Parallelen zu Voerde

Bereits am 20. Juli war es im nordrhein-westfälischen Voerde zu einem vergleichbaren Vorfall gekommen. Dabei hatte ein 28-Jähriger eine 34-jährige Frau am Bahnhof vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet. (dts Nachrichtenagentur/red)

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21 Kommentare auf "Bahnsteig-Morde: Seehofer will mehr Polizeipräsenz an Bahnhöfen – Mutmaßlicher Täter schon in der Schweiz auffällig"

  1. Bengt sagt:

    ,,WIR SCHAFFEN DAS…“

  2. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Erinnert sei an die zwei toten Jugenlichen von Nürnberg, deren Mörder sich jetzt der Kuscheljustiz erfreuen dürfen:

    „Bei Polizeivernehmungen hätten die beiden in U-Haft einsitzenden jungen Männer zwar eingeräumt, den Jugendlichen ins Gleis geschubst zu haben – aber keineswegs, um ihn zu töten, hätten beide versichert. Nach intensiven Ermittlungen, bei denen 150 Zeugen vernommen wurden, gehen auch die Ankläger nicht mehr von einer Tötungsabsicht aus. Denn die beiden jungen Männer hätten nicht gewusst, dass zum Tatzeitpunkt eine Zug-Durchfahrt zu erwarten gewesen sei. Mit der fahrplanmäßigen S-Bahn sei nämlich erst zehn Minuten später zu rechnen gewesen, betont die Staatsanwaltschaft.“

    Wenn ich so etwas lese, dann könnte ich durch die Decke gehen!

    • Helmut Hebeisen sagt:

      „Wenn ich so etwas lese, dann könnte ich durch die Decke gehen!“

      Wenn es uns dann deine Hasskommentare ersparen würde, dann sage ich „geh doch“

    • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

      nordbayern de/region/nuernberg/s-bahn-tragodie-…
      31.07.2019

      S-Bahn-Tragödie: Jetzt sprechen die Väter der getöteten Jugendlichen
      „Unsere Jungs wurden aggressiv angegangen“

      … Diese Väter, die durch ein sinnloses Verbrechen ihre Söhne verloren haben, wahren Haltung und wehren sich dagegen, dass das Verbrechen an ihren Söhnen von Populisten missbraucht wird. Wir treten für eine multikulturelle Gesellschaft ein, daran wollen wir keinen Zweifel lassen“, betont Frederiks Vater ….

  3. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „Der Täter sei legal eingereist, betont Seehofer nochmals.“ Quelle: Merkur

    … und illegal wäre es auch keinerlei Problem gewesen, denn die Grenzen sind offen wie Scheunentore.

    Wie sonst ist zu erklären, dass im ersten Halbjahr 85 000 Migranten (Quelle: BAMF) größtenteils illegal und mehrheitlich ohne jegliche Papiere nach Deutschland eingereist sind?

    Das sind so viele Menschen wie in ganz Worms leben.

  4. qanon sagt:

    Es bleibt wie folgt festzuhalten:
    -(…)
    – (…)
    -Kollateralschäden wie am 8jährigen Bub in Frankfurt sind geduldet und werden von den Entscheidern / Handlern akzeptiert
    -Seehofer agiert genau nach diesen Vorgaben – wollte er ein ein Problem lösen würde er sowohl die deutschen als auch die europäischen Aussengrenzen schützen, statt mehr Polizei für Bahnhöfe zu fordern.
    Seehofer wird auch gerne Drehhofer genannt. Nur jemand mit einem Rückgrat aus Kaugummi-Knetmasse kann im Kabinett Merkel überleben/bestehen/erfolg haben..

    (…)

  5. Peter Patriot sagt:

    Niemand hat „geschubst“!

    Das Kind wurde in den Tod gestoßen!
    Ist das so schwer?

    • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

      … Niemand hat „geschubst“!

      framing, wording ….

      Sprache bestimmt das Denken. Und stetiger Framing/Wording-Tropfen höhlt den Stein.

  6. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Seehofer versucht das Offensichtliche zu vertuschen:

    Wer über Jahre hinweg mehrheitlich junge Männer ohne Papiere ins Land lockt, für den kann die Sicherheit derer „die schon länger hier leben“ keine große Bedeutung haben …

  7. Lucifers Friend sagt:

    Und da wundern sich diese selbsternannte „Demokraten“, warum Leute die AFD wählen. “ Er sei in der Schweiz auch im Vorfeld mit entsprechenden Delikten bereits auffällig geworden.“
    Wenn er mit solchen Delikten schon vorher auffällig geworden ist Hallo dann stellt er eine unmittelbare Gefahr für seine Umgebung dar. Warum kann man diesen Leuten nicht beim erstenmal eine klare Verwarnung geben und beim zweiten, spätestens aber dritten solchen Vorfall sitzen sie dann im Flieger nach Eritrea, völlig gleich was sie dort erwartet. Sie hatten ihre Chance und haben sie vertan und ich finde
    daran nichts inhumanes. Ganz im Gegenteil es bewahrt alle Menschen in unserem Land die einheimische Bevölkerung vor weiteren Unheil und der kleine Junge würde sehr wahrscheinlich noch Leben!

  8. Aufgewachte sagt:

    Und Herr Seehofer geht dann davon aus, dass die präsenten Polizisten das Problem, welches uns die verantwortlichen Politiker eingebrockt haben, lösen bzw. verhindern können? Niemand wird einen psychisch Kranken an einer derartigen Untat hindern können. Wir können nur dafür sorgen, dass es weltweit weniger Gestörte und Irre gibt durch eine vernünftige menschenfeundliche Politik ohne Kriege und Zerstörung. Aber dafür müssten wir unser gesamtes politisches Personal, welches keinerlei Qualifikationen mit sich bringt, ersetzen durch fähige Leute.

    • Helmut Hebeisen sagt:

      Ersetzen durch was ? Durch die AfD etwa ? Wer konnte Andreas Laubitz davon abhalten sein Flugzeug abstürzen zu lassen ? Sorry, ihr seid das eigentliche Übel, dass solche Taten instrumentalisiert, Hass und Zwietracht mit euren Beiträgen streut.

      • Aufgewachte sagt:

        Herr Hebeisen, könnte es nicht vielleicht sein, dass Sie Ihren eigenen Hass auf andere projizieren?

      • peter sagt:

        Das eigentliche Übel – neben Ihnen selbstverständlich – ist, dass heute alles als Hass, Hetze, Rassismus usw. bezeichnet wird, das von der Meinung einiger abweicht.
        Eine offene Diskussion ist nicht mehr möglich, der intellektuelle Zugang ist nicht mehr möglich zu den „um mich rum überall Hass-Hetze-Hitler“-Birnen.
        Korreliert auch gerne mit gestörter Realitätswahrnehmung und Kausalitäten-Erkennungsschwäche.

  9. Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

    youtube, 4 Min., 31.07.2019:
    Menschen sterben weil Eliten das Unintegrierbare integrieren wollen – Grosz in Fellner Live

    (Gerald Grosz, ehem. Politiker, TV-Kommentator)

  10. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „Sorry, ihr seid das eigentliche Übel, …“

    Die, die ein Situation vorhergesagt haben, die wir heute täglich erleben , sind also das „eigentliche Übel“.
    Die sind also schlimmer als Mörder, Vergeawltiger und Terroristen. Na da wiird ihnen doch mindestens die Kanzlerin, die das alles zu verantworten hat, zustimmen.

    Ach, ja der nächste grausige „Einzelfall“:

    ’36-Jähriger in Stuttgart erstochen – mit Machete?‘

    Zeugen berichteten, dass der Täter mit einem „schwertartigen Gegenstand“ auf das Opfer losging. Möglicherweise handelte es sich um eine Machete. Das wollte die Polizei aber nicht bestätigen.‘

    Quelle: RTL

    Die Polizei hat die Tatwaffe, aber verrät nicht, was es war.

    Die Polizei kennt das Alter des Opfers und hat den Täter festgenommen, aber verrät uns deren Herkunft nicht.

  11. Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

    … Die, die ein Situation vorhergesagt haben, die wir heute täglich erleben, sind also das „eigentliche Übel“. …

    In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist,
    für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.

    Kurt Tucholsky

  12. Familienvater sagt:

    Liebe Redaktion:

    Warum wird mein u.a. Kommentar nicht gedruckt?

    G.Orwells „1984“ haben wir nach längerer Vorbereitungzeit etwas verspätet begonnen.
    (…).

  13. Fred S. sagt:

    Vor 30 Jahren sah ich in Singapore diese Extratüren in der Metro damit niemand ins Gleis fällt und wunderte mich warum in dem reichen und friedliebenden Multikultistaat man das überhaupt braucht. Nicht mal ein Kaugummi findet man dort, kostete damals schon 500 Dollar Strafe. Im verarmten Deutschland wird das zur Beruhigung nicht klappen, unserer Gesellschaft fehlt das Verbindende, die Auslandskommunisten von Marx bis Merkel haben ganze Arbeit geleistet. Ergo Deutschland muss weg, vielleicht wird die Südpfalz zusammen mit den Elsässern noch überleben im eurasischen Einheitsbrei.

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