Sonntag, 15. September 2019

Autor Jean-Philipp Devise: Erstes bilinguales Kinderbuch in deutscher und arabischer Sprache – PEX fragt nach

18. Oktober 2018 | 10 Kommentare | Kategorie: Bücher, Kreis Südliche Weinstraße, Kultur, Regional

Jean-Philipp Devise hat ein neues Buch geschrieben.
Foto: privat

Das erste bilinguale Kinderbuch in deutscher und arabischer Sprache für Kinder ab 6 Jahren ist erschienen. Verfasst wurde es vom Schriftsteller Jean-Philippe Devise.

„Jens, der kleine Künstler“ ist nicht nur ein spannendes und witziges Kinderbuch, das bereits seinen Weg zu zahlreichen Grundschulen und Kinderzimmern gefunden hat. Jetzt ist es auch zweisprachig, in deutscher und arabischer Sprache verfügbar und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Integration der Migranten aus dem arabischen Kulturkreis dar.

Jean-Philippe Devise: „Ich bin richtig stolz auf dieses Buch! Es ist das erste dieser Art in Deutschland. Es sind zwar schon Kinderbücher in Deutsch und Arabisch auf dem Markt, aber sie sind für Kinder bis maximal 6 Jahren gedacht, eher noch jünger. Ich fühle mich dadurch als Autor ganz schön nützlich!“

Das Buch ist hervorragend für arabisch sprechende Kinder ab ca. 6 oder 7 Jahren geeignet, die dadurch die deutsche Sprache spielerisch und unterhaltsam erlernen können (und vielleicht auch für ihre Eltern).

Aus dem Inhalt:

„In der Schule war Jens… Nun… Schlecht. Sehr schlecht. Im Rechnen war er eine Katastrophe. 2 plus 2 – das ging noch. Aber schon 3 plus 3 war ein Problem und über 4 plus 4 brauchen wir uns nicht zu unterhalten.

Im Lesen war Jens auch nicht sonderlich gut. Um nicht zu sagen, dass er schlecht war. Sehr schlecht.

Gab es nicht irgendetwas, wo Jens gut war?, wollt ihr bestimmt wissen. Doch, es gab etwas. […] Jens konnte so exakt, so perfekt, so schön malen und zeichnen, dass das, was er gemalt und gezeichnet hatte, manchmal real wurde!“

Doch mit dieser Gabe entstehen Jens einige Unannehmlichkeiten – mit Frau Schiefer, seiner Mama und sogar mit der Polizei.

Autor:

Jean-Philippe Devise wurde 1960 in Périgueux/Frankreich geboren und lebt mit seiner Familie in der Pfalz. Er ist Preisträger mehrerer Literaturpreise.

Das Buch ist entweder direkt beim Shop von dem Eligia Goroncy Verlag www.eligia-goroncy-verlag.de oder über den deutschen Buchhandel erhältlich (nicht bei Amazon).

Für Lesungsanfragen: www.jean-philippe-devise.de oder telefonisch unter 06392 / 99 45 35 bzw. 06392 / 60 216.

Der Pfalz-Express sprach mit Jean-Philipp Devise über sein neuestes Buch.

PEX: Das Buch beschreibt doch wahrscheinlich eher den Alltag eines deutschen Kindes, oder? Wo ist denn der Schnittpunkt zwischen arabischem und deutschem Alltagsleben?

Ja, die Handlung findet in Deutschland statt, und das ganze Buch ist ein Schnittpunkt zwischen arabischem und deutschem Alltagsleben, weil die innere Welt der Kinder überall einheitlich ist.

PEX: Was bedeutet Integration generell? Wie läuft sie in der Pfalz Ihrer Meinung nach?

Eine gelungene Integration bedeutet für mich, dass man sich dort wohl und gut aufgehoben fühlt, wo man gelandet ist. Man könnte es aber auch minimalistischer sehen und behaupten, eine gute Integration bedeutet, dass das neue Land keine ornamentalen Hindernisse vor einem stellt, der sich bemüht, sein neues Leben einigermaßen zu meistern. Der Rest erledigt sich von selbst.

In der Pfalz läuft sie meines Erachtens nicht anders als im Rest Deutschlands. Ein Teil der Bevölkerung steht den Migranten gleichgültig gegenüber, ein anderer Teil feindlich, die anderen begegnen ihnen wohlwollend und wissen in etwa um das Leid, das ihnen widerfahren ist. Der feindliche Teil ist in der Minderheit.

PEX: Wo sehen Sie mögliche Probleme?

In der völlig unterschiedlichen Gewichtung der Religion im Alltag, wobei viele Migranten sich von den Zwängen ihrer Religion befreit fühlen müssen; und auch in der Auffassung der Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Das ist der eigentliche Knackpunkt.

Aber die Mädchen und Frauen werden sich die immensen Vorzüge des neuen Lebens in Freiheit nicht entgehen lassen, und spätestens nach einer Generation wird die deutsche Gesellschaft die anfangs skeptischen Leute bekehrt haben, einfach deshalb, weil sie – bedingt durch ihre Geschichte -inzwischen zutiefst menschlich ausgelegt ist.

PEX: Wie kamen Sie denn auf die Idee zu Ihrem Buch?

Bei einer Lesung für Kinder in der Landesbibliothek Dortmund letztes Jahr verriet mir der Leiter, dass es zwar solche bilingualen Bücher – in deutscher und arabischen Sprache – schon gibt, allerdings nur für kleine Kinder bis etwa maximal 6 Jahre.

Er sagte, er mag meine Kinderbücher, und fragte dann direkt, ob ich doch nicht Lust hätte, daraus bilinguale Bücher deutsch-arabisch für Kinder ab 6 oder 7 zu machen. Die Idee habe ich dankbar aufgegriffen und so ist das erste Buch dieser Art nun da.

Wenn es gut läuft, machen wir das Gleiche für „Die Katze Elefant auf meiner Schulter“. Das nächste Kinderbuch habe ich vor etwa 3 Wochen fertig geschrieben, es muss allerdings erst auf Deutsch veröffentlicht werden.

PEX: Haben Sie schon Kontakt mit Schulen aufgenommen? Wo könnten Sie sich denn Lesungen vorstellen?

Wir fangen am Freitag an, Schulen zu kontaktieren. Zum Beispiel in den sog. sozialen Brennpunkten, angefangen mit Neukölln in Berlin.

Dazu gibt es noch einen Grund, nämlich: unsere jüngere Tochter Marie wohnt dort, mitten in Neukölln.

Die Lesungen können so ablaufen: Im Vorfeld lesen die Kinder das Buch auf Arabisch bzw. die Eltern lesen ihnen das Buch vor, und dann komme ich und lese daraus in deutscher Sprache. Und dann können wir uns unterhalten und zusammen Spaß haben.

Ich habe null Autorität, am Anfang halten mich die Kinder für ein wenig verrückt, aber dann sehen sie, dass ich auch ein Kind bin oder zumindest ein harmloser Erwachsener. Zum Schluss steigen sie mir auf den Kopf und missbrauchen mich als Kletterbaum, zu meiner größten Freude.

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10 Kommentare auf "Autor Jean-Philipp Devise: Erstes bilinguales Kinderbuch in deutscher und arabischer Sprache – PEX fragt nach"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Wer sich integrieren will, der schafft das auch ohne Animation.

    Heute morgen war eine Schulklasse im Schwimmbad. Ein Mädchen ging mit eine sogenannten „Burkini“ ins Wasser. Mit einen Bikini, wie der Name vermuten lässt, hat das aber nichts zu tun. Immehin sind Gesicht, Händw und Füße noch zu sehen. Die Bewegungsfreiheit erscheint mir aber sehr eingeschränkt zu sein.

    Auch wenn diese Bekleidung besser ist, als kein Schwimmunterricht für die Mädchen, wird hier doch eine Sache klar gemacht: Wir behalten unsere Regeln und passe uns nicht an.

  2. qanon sagt:

    „Jetzt ist es auch zweisprachig, in deutscher und arabischer Sprache verfügbar und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Integration der Migranten aus dem arabischen Kulturkreis dar.

    Ich habe mehr als 10 Jahre im Ausland verbracht. Überall wo ich war (USA, Südamerika, Spanien) war die Grundlage der Integration / Asimilation war, daß ich:
    – Die Landessprache verstanden habe
    – Das die Einheimischen mich verstanden haben, wenn ich mit denen in deren Landessprache (Englisch, SPanisch) gesprochen habe.
    – Gelernt habe ich die LAndessprache durch Kommunikation in der Landessprache (Radio, Zeitung, mit Menschen sprechen, ins Kino gehen, Fernsehen schauen, reden, diskutieren)

    Was hier propagiert wird ist zeitloser Blödsinn. Das Zauberwort heisst Asimilation nicht Integration.

  3. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Was sind den Voraussetzungen für gut Integration?

    – Hoher Bildungsstand
    – Gute berufliche Qualifikation
    – Gute Kenntnisse der Landessprache
    – Gemeinsame Werte und Wille zur Intergration

    Und jetzt blicken wir mal auf die Einwanderungspopulation, die wir haben.
    Bei wie vielen dieser Kriterien kann man ein Kreuz machen?

    • eliza doolittle sagt:

      @ GGGGGGK…
      das ist nicht gewünscht: divide et impera – zur durchsetzung eines „höheren“ ziels, NWO.
      wäre das nicht so, würde man – wenn überhaupt erforderlich – kulturkompatible ethnien importieren. oder haben sie schon mal betr. italienern, spaniern, japanern … von solch einem (noch diplomatisch gesagt ) dreisten verhalten wie von der überall beliebten gruppe gehört ?

      der drops für deutschand ist gelutscht, spätestens mit dem 10.12.2018. stichwort: global compact for migration. der deutsche normalo-michel hat offensichtlich nichts dagegen. für die anderen gilt: rette sich wer kann und beobachte den zirkus entspannt von außerhalb.

      • Bengt sagt:

        So sieht es aus !
        Weiße nordeuropäischstämmige Großfamilien aus Nordamerika oder Australien würden niemals einen Freifahrtschein in Germanistan bekommen…Genausowenig wie bleichgesichtige Niederländer,Engländer, Dänen, Schweden, Norweger Iren oder Schotten…
        Dieses ganze sinnlose und leidbringende Völkermord-Chaos ist geplant und gewollt .
        Die hochkriminellen und perversen Akteure im hintergrund wissen ganz genau, daß sich Europäer niemals mit Arabern und Afrikanern auf einem schon lange übervölkerten und viel zu dicht besiedelten Mini-Territorium wie Westeuropa vertragen werden.

        • Tobi sagt:

          Alter was ein Quatsch, EU Bürger brauchen keinen Freifarhrtschein, die haben die Freizügigkeit ob nun Bleichgesicht oder nicht. Zu lange ist nicht her, da dürfte alles was mal einen Schäferhund hatte als „Deutscher“ in die BRD.

          Ansonsten rassistischer Quatsch, den der Qanon erfunden hat.

        • eliza doolittle sagt:

          @ Bengt – „…. im hintergrund wissen ganz genau, daß sich Europäer niemals mit Arabern und Afrikanern auf einem schon lange übervölkerten und viel zu dicht besiedelten Mini-Territorium wie Westeuropa vertragen werden.“ so und nicht anders, sonst würde man schauen, was in DE einfällt und – wenn trotzdem hier gelandet – (hoch)kriminelle kulturinkompatible stante pede abschieben.
          wenn wir uns vor augen führen, wie sich DE (verschärft seit 2015 und nicht zum guten) verändert hat, dann kann man sich vorstellen, wie es nach wirksamwerden des global compact demnächst hier aussehen wird.
          was tobis europäische bleichgesichter angeht: bekommen die als lockmittel auch freie unterkunft und ali-mentation usw. usf. vom deutschen steuermichel oder müssen die etwa dafür malochen ?

  4. Bengt sagt:

    Ich habe gedacht, heute abend ist ein wirklich schöner Herbst-Abend. ..

    • Helmut Hebeisen sagt:

      Lass dir von den AfD-Bots nicht den Abend verderben, die schmieren alles zu wo es irgendwie um Migration geht. Das sind kleine Lichter, die nur in ihrer eigenen Hasswelt gefangen sind.

  5. ernst schramm sagt:

    Ein Träumer der die Realität ausblendet. Wenn die dritte Generation Türken dem Erdogan näher steht als einem Präsidenten ihres Versorgungslandes, dann ist die Wunschvorstellung in der nächsten Generation ändert es sich zum Guten, sehr lebensfern.

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