
Pfalzwerke-Archivbild von 2014.
Insheim – Das Geothermiekraftwerk Insheim der Vulcan Energie Ressourcen GmbH hat im Oktober sein 10-jähriges „Jubiläum“.
Seit 2012 beliefert das Kraftwerk Bürger aus der Region mit nachhaltiger Energie. Insgesamt wurden 220.000 Megawattstunden erneuerbarer Strom produziert. Das entspricht einer Einsparung von 60.000 Tonnen CO2. In der Vergangenheit gab es aber auch viel Kritik am Kraftwerk, weil kleinere Erdbeben aufgetreten waren und sich an manchen Gebäuden in der Umgebung Risse gebildet hatten.
Von Unternehmensseite hieß es, man wolle die Effizienz des Kraftwerks in den kommenden Jahren weiter steigern und so den Anteil an sauberer Energie in der Region erhöhen. Vulcan plant darüber hinaus, die umliegenden Gemeinden auch mit klimaneutraler Wärme zu versorgen. Entsprechende Umbaumaßnahmen des Kraftwerks sind für kommendes Jahr geplant.
„Besonders in Zeiten der Energiekrise ist es entscheidend und von großem Vorteil für die Region, dass wir mit Insheim ein zuverlässiges und leistungsstarkes Kraftwerk betreiben“, so Thorsten Weimann, Vulcan-COO und Geschäftsführer der Betriebsfirma Natürlich Insheim GmbH.
Vulcan hatte das Geothermiekraftwerk Insheim zum Jahresbeginn 2022 von der Pfalzwerke AG übernommen. Seitdem wird es von der zur Vulcan-Gruppe gehörenden „Natürlich Insheim GmbH“ betrieben.
Lithiumherstellung ab 2025
Neben dem Ausbau der Energieerzeugung in Insheim plant Vulcan auch die klimaneutrale Produktion von Lithium aus dem Thermalwasser. Ab 2025 soll Lithium im industriellen Maßstab produziert und an die europäische Automobil- und Batterieindustrie geliefert werden.
Aktuell betreibt Vulcan im Kraftwerk bereits eine Pilotanlage zur Lithiumherstellung. Die Projektfortschritte will das Unternehmen auch auf dem Europäischen Geothermiekongress (EGC) vom 17. Oktober bis zum 21. Oktober in Berlin vorstellen. (cli)

Auffangbecken
Foto: Pfalz-Express

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