Freitag, 09. Dezember 2016

Wirbel um rheinland-pfälzischen AfD-Vorsitzenden Uwe Junge: „Kurzmitgliedschaft in islamfeindlicher Partei ´Freiheit´ war bekannt“

3. September 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Politik Rheinland-Pfalz, Regional, Rheinland-Pfalz

AfD-Landesvorsitzender Uwe Junge: Wegen Islamfeindlichleit aus der Partei „Die Freiheit“ ausgetreten.
Foto: AfD

Aufregung bei der rheinland-pfälzischen AfD: Die Partei sieht ihren wahrscheinlichen Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen im kommenden Jahr, Uwe Junge, durch einen SWR-Bericht zu Unrecht beschädigt.

In einem Beitrag von Chefreporter Dr. Thomas Leif wird unter anderem die frühere Mitgliedschaft Junges bei der seit April 2013 als extremistisch (verfassungsschutzrelevant islamfeindlich) angesehene Partei „Die Freiheit“ thematisiert.

Unter anderem schrieb Leif, Junge habe seine Mitgliedschaft bei seinem AfD-Aufnahmeantrag verschwiegen.

AfD-Sprecher Dr. Jan Bollinger bestätigte die frühere Mitgliedschaft Junges. Dieser sei aber bereits 2011 aus der Partei „Die Freiheit“ ausgetreten. Junges Austrittsgrund sei eben jene zunehmend islamfeindliche Ausrichtung der Partei gewesen.

Im April 2013 sei Uwe Junge der AfD beigetreten und habe die ehemalige Mitgliedschaft in der „Freiheit“ ordnungsgemäß in seinem Mitgliedsantrag bei der AfD angegeben.

Junge war ein Jahr lang Mitglied bei der „Freiheit“. (2010-2011). Zuvor hatte er die CDU verlassen, nach über zwanzig Jahren Mitgliedschaft.

Im Oktober 2013, ein halbes Jahr, nachdem der bayerische Verfassungsschutz den bayerischen Landesverband der Partei „die Freiheit“ als extremistisch erachtete, habe die damalige AfD-Bundesspitze aus diesem Grund eine Empfehlung ausgesprochen, Personen, die die „Freiheit“ nach dem April 2013 verlassen haben, nicht in die AfD aufzunehmen, was jedoch auf Junge nicht zutreffe.

Junge habe sich seit seiner Aufnahme in die AfD stets als „hoch integres Parteimitglied erwiesen, das fest auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes und der Satzungen der AfD steht. Bei seinen Vorstellungen als Kandidat für Vorstandswahlen hat Uwe Junge seine frühere Parteimitgliedschaft in der „Freiheit“ stets erwähnt“, so Bollinger, der Leif „schlechte Recherche“ vorwirft und in verschiedenen Punkten eine „Richtigstellung“ fordert. (red/cli)

Austrittserklärung Uwe Junge aus der Partei ‚Die Freiheit‘ vom 19.09.2011

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