Donnerstag, 22. Februar 2018

Kostenloser ÖPNV stößt bei Gewerkschaften auf geteiltes Echo

13. Februar 2018 | 3 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik, Wirtschaft

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Der Vorstoß, zur Luftreinhaltung in den Städten kostenlosen Öffentlichen Nahverkehr anzubieten, stößt bei im Verkehrsbereich aktiven Gewerkschaftern auf ein geteiltes Echo.

Drei Bundesminister hatten in einem Brief an die EU-Kommission vorgeschlagen, kostenlosen Personennahverkehr einzuführen, um die Luftqualität in den Städten zu verbessern.

„Ich halte das für eine hervorragende Initiative. Das hilft sowohl der Umwelt als auch den Bürgerinnen und Bürgern“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske.

Skeptisch gegenüber diesem Vorschlag äußerte sich dagegen der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner. Nach seiner Auffassung wird ein kostenloser Nahverkehr das Problem nicht lösen: „Was wir brauchen, ist ein Nahverkehr, der attraktiver ist als heute. Wir brauchen ein Nahverkehrsangebot, das Lust darauf macht, morgens mit Bus und Bahn ins Büro zu fahren“, sagte der EVG-Vorsitzende dem „Handelsblatt“.

Heute seien Zugausfälle, Verspätungen und zu Stoßzeiten übervolle Züge die Regel. „Das ermuntert niemanden, das Auto stehen zu lassen, selbst wenn die Fahrt mit dem Nahverkehr nichts kostet“, betonte Kirchner.

Für ein leistungsfähiges Angebot, beispielsweise mit Platzreservierung und Serviceleistungen im Zug, würden Fahrgäste auch bezahlen. Insofern gehe die augenblickliche Diskussion in die falsche Richtung.

(dts Nachrichtenagentur)

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3 Kommentare auf "Kostenloser ÖPNV stößt bei Gewerkschaften auf geteiltes Echo"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    „Kostenloser Nahverkehr: So teuer wie eine Elbphilharmonie pro Jahr“

    Wow! Ich wusste gar nicht, dass kostenloser Krams was kosten kann…

    Aber im Ernst: Alles, was der Staat anfasst, wird teuer – Planwirtschaft und so. Wenn der Staat sich raushält, könnte es preiswert werden – Marktwirtschaft eben. Aber Kohle spielt für Sozialisten ja sowieso keine Rolle, denn es ist schlicht nicht ihre.

    Der Mainzer Bürgermeister Ebling ist so ein Sozialist. „Kostenloser Nahverkehr ist eine visionäre Vorstellung“, erblödet er sich, in irgendein hergehaltenes Mikrofon der versammelten Journaille zu blöken.

    Das sind übrigens dieselben Wahnsinnigen, die auch Masseneinwanderung, Energiewende und die Vereinigten Staaten von Europa für erstrebenswerte Visionen halten.

  2. Johannes Zwerrfel sagt:

    „Bundesregierung erwägt kostenlosen Nahverkehr“

    Nichts, was der Staat in einem vermeintlichen Akt von „sozialer Gerechtigkeit“ anbietet, ist kostenlos. Im Gegenteil: staatliche Angebote sind wegen fehlender Markteffizienz in aller Regel teurer als private.

    Allerdings ist es erstaunlich, wie gut der Staat mit seinem Kindertaschenspielertrick Marke „rechte Tasche, linke Tasche“ immer wieder bei den Buntis durchkommt.

    Kostenloser Nahverkehr. Hui Buh!
    Kostenlose Museumsbesuche. Hui Buh!
    Kostenloses Schulessen. Hui Buh!
    Kostenlose Bildung. Hui Buh!

    So wie kostenloses Staatsfernsehen, weniger „Flüchtlinge“… WER GLAUBT DENEN DENN NOCH SO ETWAS ?

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