Freitag, 30. September 2022

Wolfgang Thiel von ISE e.V.: Ein Jahr Betriebserfahrung mit einer Wärmepumpe

4. September 2022 | Kategorie: Bauen & Sanieren, Kreis Südliche Weinstraße, Ratgeber

Henrik Oldenburg erläuterte die Wirkungsweise einer Wärmepumpe vor Ort…
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Hergersweiler/Dierbach. Die Energiekrise ist in den Medien seit mehreren Wochen ständig präsent. Es werden neue Wege gesucht um sich aus der Abhängigkeit vor allem von Gas zu befreien.

Die Aufforderung zur Energieeinsparung und Umstellung auf erneuerbare Wärmeerzeugung und Mobilität wird nicht nur von Energieexperten sondern auch von Politikern propagiert.

Die ISE e.V., hat die Umstellung von Fossilen auf Erneuerbare schon seit Jahren auf dem Schirm und in der Meta-Studie „Klimaschutz – Energiewende 2.0“ eindrucksvoll dokumentiert.
Beim August-Energie-Stammtisch wurde kürzlich gezeigt, wie die Wärmepumpe in die Sektorkopplung beim Verbraucher, dem sogenannten ProSumer (Produzent und Konsument), ideal intergiert ist.

Zu der Veranstaltung waren alle Mitglieder von ISE e.V. und interessierte Bürger eingeladen.

Wolfgang Thiel, Vorsitzender ISE e.V., zeigte im ersten Teil des Stammtisches vor Ort in seinem Haus die Komponenten des neuen Wärmeerzeugers. Zirka 80 Interessierte, darunter auch Beigeordneter Volker Luss, konnten zunächst die verbauten Komponenten im und am Haus besichtigen.

Wichtig sei es, die Wärmepumpe richtig auszulegen, so Henrik Oldenburg von der gleichnamigen Firma, die Thiels Wärmepumpe installiert hat. Die ist 1,60 Meter x 1,60 Meter und eine Luft/Wasser-Wärmepumpe, wie sie öfter verbaut wird.

In diesem Bereich seien die Österreicher den Deutschen voraus, so Oldenburg. Wie kam es zu der Entscheidung eine Wärmepumpe installieren zu lassen? Wolfgang Thiel hatte eine 20 Jahre alte Ölheizung, die ständig Mängel aufwies. Die Frage, ob Gas oder Pelletheizung beantwortete sich Thiel schon 2019: Eine Wärmepumpe sollte es sein. Die Entscheidung dafür unterstrich auch ein Besuch in Walsheim, wo er eine Referenzanlage in einem historischen Haus besichtigt hatte und von den Möglichkeiten begeistert war.

Kostengünstig im Betrieb, gute Anpassung an den Wärmebedarf, CO2-Einsparung, Nutzung der eigenen PV-Anlage und eine BAFA-Förderung: Diese Vorteile überzeugten ihn schließlich vollends.

„Die Wärmepumpe ist ein Segen der Physik im Neubau und im Bestand“, berichtete Thiel dann später im Dierbacher Weingut Stadler.
„Ein Jahr Betriebserfahrung mit einer Wärmepumpe“ hieß der Titel seines Vortrags, der seine Entscheidungskriterien für die Wärmepumpe und Erfahrungswerte (Temperaturen, Energiewerte, Einsparungen in € und kg CO2, etc.) nach einem Betriebsjahr umfasste.

Sein Fazit: „Jedes Haus kann mit einer Wärmepumpe ausgerüstet werden – wir haben genügend Potential dafür in Deutschland.“ Bei einer sich anschließenden Fragerunde gab es noch viele Verständnisfragen, die Thiel sehr gerne und ausführlich beantwortete.

„Unser öffentlicher Energie-Stammtisch findet an jedem 4. Donnerstag im Monat statt, zu dem alle Mitglieder und interessierte Bürger herzlich eingeladen sind“, so Thiel an alle, die sich weiter für das Thema Energieeinsparung interessieren.

Auf der Internetseite www.i-suedpfalz-energie.de können die Termine und andere Infos zur Energiewende und zum Klimaschutz in der Südpfalz eingesehen werden. (desa)

…später referierte Wolfgang Thiel über das Thema „Wärmepumpe“ im Weingut Stadler.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Kleine Fotogalerie Pfalz-Express

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