Berlin – Der Wirtschaftsweise Lars Feld hat die Höhe der deutschen Staatsverschuldung in Höhe von 82 Prozent des Bruttoinlandsprodukts kritisiert.
„Die Schulden sind immer dann gestiegen, wenn die konjunkturelle Entwicklung ungünstig war oder der Finanzbedarf bei außerordentlichen Ereignissen wie der Wiedervereinigung besonders hoch war“, sagte Feld. „Die Politik hat es danach nicht geschafft, gegenzusteuern. Zudem ist es den Ländern in fast jeder Föderalismusreform gelungen, dem Bund mehr Geld abzuknöpfen.“
Scharf kritisierte Feld den Umgang der Bundesländer mit Steuermitteln. „Landespolitiker können sich fast nur über Ausgaben profilieren. Sie versuchen also immer wieder, mit Wirtschaftsfördermaßnahmen oder Prestigeprojekten zu glänzen und fallen regelmäßig auf die Nase – wie beim Millionengrab Nürburgring oder der Elbphilharmonie.“
Skeptisch äußerte sich der Universitätsprofessor auch zu den Schuldenbremsen, die für den Bund ab 2016 und die Länder ab 2020 gelten. „Meine Bedenken betreffen vor allem die Länder. Ab 2020 soll auch ein neues Finanzausgleichssystem greifen. Für die Länder besteht also ein Anreiz, bis 2019 möglichst schlecht dazustehen, um in den Verhandlungen mit dem Bund mehr Geld herauszuschlagen.“
Feld sprach sich für einen stärkeren Steuerwettbewerb zwischen den Ländern aus: „Wenn beispielsweise Rheinland-Pfalz eine höhere Einkommensteuer erhebt und Hessen mit niedrigerem Steuersatz lockt, wandern die Leute nach Hessen ab. Dort gehen sie ja auch häufig zur Arbeit.“ (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Berlin – Die Bundesländer drohen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit einer Blockade seiner Reformpläne für die Bund-Länder-Finanzen. „Ich habe die Befürchtung, dass ...
Berlin – Für die geplante Krankenhausreform verlangen die Länder zusätzliches Geld vom Bund. Dafür wollen sie vom Koalitionsvertrag abweichen, wie Vertreter von ...
Berlin – Das Bundesfinanzministerium hat die Forderung der Länder nach mehr Geld für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen zurückgewiesen. Von den ...
Berlin – Trotz Wohnungsnot in den Großstädten haben sechs Bundesländer keine Sozialwohnungen mehr gebaut. Das geht aus der neuesten Statistik des Bundesbauministeriums ...
Berlin/Ludwigshafen – Die Präsidentin des Deutschen Städtetages, Eva Lohse, hat eine stärkere Beteiligung des Bundes und der Länder an den Flüchtlingskosten gefordert. ...
Berlin – Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein Gesetz zur schnelleren Entlastung der Länder und Kommunen bei der Aufnahme und Unterbringung von ...
Berlin – Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, will 40 bis 50 Milliarden Euro in Deutschland umverteilen. Mit dem Geld ...
Mainz. „Wo war die Landesregierung, als es darum ging, Steuerzahlergeld zurückzuholen? Durch die Klage der Sanierer wird das Versagen der Landesregierung in ...
Berlin – Die rechtsextreme NPD bekommt vorerst weiterhin die staatliche Parteienunterstützung. Das geht aus einer Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts hervor. Die am 15. ...
München – Angesichts des großen Zuzugs von Flüchtlingen will das Bayerische Kabinett am Freitag sogenannte „Maßnahmen der Notwehr“ zur Begrenzung der Zuwanderung ...
Berlin – Bund und Länder haben sich auf eine Aufteilung der Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise geeinigt. Der Bund zahle eine ...
Berlin – Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat nach dem Erfolg von Silvio Berlusconi bei den Wahlen in Italien vor Weimarer Verhältnissen in ...













