Wörth – Rund 2.000 Beschäftigte des Mercedes-Benz Werkes Wörth haben am Freitagabend die Spätschicht bestreikt. Dadurch standen die Bänder der Produktion ab 18 Uhr für etwa viereinhalb Stunden still.
Mit Rasseln, Trillerpfeifen, Warnwesten und dem Ruf „Jetzt geht´s los, für mehr Moos“ zogen die Streikenden bei eisigen Temperaturen vor das Werktor.
Der Protest richtete sich gegen die Haltung der Arbeitgeber-Mittelgruppe. In den diesjährigen Tarifverhandlungen der Elektro- und Metallindustrie ist noch keine Annäherung in Sicht. Während die IG Metall eine Anhebung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent und Regelungen zur Bildungsteilzeit und Altersteilzeit fordert, bieten die Arbeitgeber der Mittelgruppe eine Entgelterhöhung um 2,2 Prozent und einen Altersteilzeitanspruch für besonders Belastete an. Eine Regelung zur Bildungsfreistellung lehnen sie laut IG Metall gänzlich ab.
Das ist den Gewerkschaftern der IG Metall-Verwaltungsstelle Neustadt eindeutig zu wenig. Vertrauenskörperleiter Wolfgang Förster kritisierte: „Die Arbeitgeber sagen, dass 5,5 Prozent völlig überzogen sind. Wir IG Metaller sagen: „5,5 Prozent stärken den privaten Konsum und sorgen für mehr Verteilungsgerechtigkeit.“
Uwe Schütz, der Bevollmächtigte der IGM-Verwaltungsstelle Neustadt, machte deutlich, dass es ohne Ergebnisse bei allen drei Forderungen keinen Tarifabschluss und damit auch keine Ruhe in den Betrieben geben werde.
Auch Betriebsratsvorsitzender Ulli Edelmann sprach deutliche Worte: „Vor kurzem hat die Polizei die Straße gesperrt für die Testfahrt des Gigaliners. Wenn sich die Arbeitgeber nicht bald bewegen, wird sich ein Gigaliner aus dem Werk Wörth in Richtung Rathausplatz bewegen. Die Ergebnisbeteiligung von 4.350 Euro tut uns gut, ersetzt aber noch lange keinen Tarifvertrag. Wir brauchen mehr Mitarbeiter in der Produktion, denn es reicht nicht aus, dass Dieter Zetsche immer jünger aussieht, und Daimler richtig viel Geld verdient.“ (ph/red)

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Das ist Asozial und über die Grenze der NORMALVERDIENR… bekommen Prämie 4.300,00 Euro an Sonderzahlung und beschweren sich… keine Verhältnismäßigkeit… und die Gewerkschaft unterstützt solche Dinge…
Gäbe es die Gewerkschaft nicht, sähen wir Arbeitnehmer ganz schön alt aus. Egal in welcher Abteilung man arbeitet, überall ist die Laune auf dem Tiefpunkt. Soviele Menschen wurden entlassen und Abteilungen fremdvergeben nur um einsparungen zu machen. Leute wacht endlich auf und habt keine Angst für Euer Recht zu kämpfen.
Und Ihnen G.Goeltz möchte ich nur eins sagen, SIE haben überhaupt keine Ahnung wie wir kleine Normalverdiener Tag für Tag schuften müssen, damit man überhaupt über die Runden kommt.