
Foto: dts Nachrichtenagentur
Besonders die derzeit extrem niedrigen Zinsen motivieren Viele zur Suche nach alternativen Geldanlagen. Geld auf Sparkonten bringt keine Rendite mehr und verliert durch Inflation ständig an Wert.
Trotzdem ist es weder notwendig noch empfehlenswert, auf die Bildung von Reserven und ihre sinnvolle Veranlagung zu verzichten. Auch innovative Anlagen können dafür in Betracht kommen, so etwa Spekulationen mit Fremdwährungen, bei denen sich schon mit kleinsten und in Pips gemessenen Kursunterschieden Gewinne erzielen lassen.
Traditionelle Veranlagungen
Sparkonten, Anleihen und Pfandbriefe galten lange als die sprichwörtlichen sicheren und doch einige Rendite einbringenden Geldanlagen. Sie alle zählen zu den festverzinslichen Wertpapieren. Als selbstverständlich wurde angesehen, dass der Zinsertrag zumindest höher als die Inflation ausfallen wird. Dadurch ergab sich ganz natürlich eine Kombination aus Sicherheit und Ertrag. Diese Annahme ist heute nicht mehr zutreffend, da jeder Anleger bei fast vernachlässigbaren Zinsen trotzdem einen Wertverlust durch Inflation erleidet.
Das Problem mit der Beschränkung auf festverzinsliche Anlagen
Auch in Zeiten höherer Zinsen war diese Beschränkung nicht wirklich sinnvoll und wurde von professionellen Anlegern auch nicht praktiziert. Unternehmen leihen sich Geld von Banken und Anleihenkäufern, um damit wirtschaftlich tätig zu werden und einen Profit zu erzielen. Die Tätigkeit des Unternehmens ist nur dann sinnvoll, wenn es mehr als die Kreditkosten erwirtschaftet. Wirtschaftliches Wachstum wird so erzielt und kann besonders bei neuen Technologien zu enormen Kursgewinnen führen. Ein reiner Anleiheninvestor wird grundsätzlich an diesem Profit nicht beteiligt.
Die Alternative zu Festkonten
Zu einem wesentlichen Teil besteht diese Alternative zu Festkosten darin, sich auch mit dem Erwerb von Aktien direkt an Unternehmen zu beteiligen. Nur so ist auch eine Beteiligung am Gewinn realisierbar. Viele traditionellen Anleger schrecken aus Angst vor dem auch höheren Risiko vor solchen Investitionen zurück. Kontrollierbar ist dieses Risiko aber durchaus und zwar durch Diversifikation in Aktien verschiedener Unternehmen einerseits und durch die für den Anleger richtige und passende Aufteilung seines Kapitals auf die verschiedenen Anlageklassen.
Diese bilden die möglichen Alternativen zur Veranlagung auf Festgeldkonten und in Anleihen. Unterscheiden kann man diese Anlageklassen in Aktien, Rohstoffe, Immobilien, Edelmetalle und eine Reihe unkonventioneller Werte. Dazu gehören etwa Derivate und Kryptowährungen. Mit diesen
Investitionen lassen sich hohe Gewinne erzielen, sie sind aber nur denjenigen Investoren zu empfehlen, die zu einigem Aufwand zum Erwerb der notwendigen Kenntnisse bereit sind. Ohne das Verständnis für Dinge wie Differenzkontrakte ist ein Kauf solcher Instrumente weniger eine Investition als eine Art Glücksspiel.
Die Erfahrung zeigt, dass die Aufteilung des Kapitals in die verschiedenen Anlageklassen für den Erfolg viel wichtiger ist als die Auswahl der einzelnen Wertpapiere innerhalb dieser Klassen. Darüber hinaus muss die Aufteilung vor allem aber auch der Risikobereitschaft des Anlegers angepasst werden.
Fazit
Eine hohe Aktienquote wird der Gewinnchancen wegen oft als Chance zum „gut Essen“ dargestellt, während eine niedrige Quote des kleineren Risikos wegen als besser zum „gut Schlafen“ gilt. Jeder muss und kann diese Wahl für sich selber treffen.
Aufgrund der vernachlässigbaren Zinsen und der dementsprechend tristen Ertragslage der festverzinslichen Anlagen ist ein völliger Verzicht auf Aktienbesitz heute aber kaum zu empfehlen. Eine hinreichend kleine und gut diversifizierte Aktienquote sollte jeder Anleger in Betracht ziehen.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Die Aktien des Softwareunternehmens sind in dieser Woche um drei Prozent gestiegen, damit hat Microsoft den Hardwarehersteller Apple überholt und ist wieder ...
Contract For Difference, oder kurz CFD, kamen bereits in den 1990er Jahren zum Einsatz. Die Bezeichnung steht für Differenzgeschäfte, unter Investmentbankern nennt ...
Als Webhosting wird jener Prozess bezeichnet, bei dem sich Ihre Daten für eine Veröffentlichung im Internet speichern lassen. Jeder Mensch kann selbst ...
Die meisten Anleger möchten so investieren, dass sie so schnell wie möglich hohe Renditen erzielen ohne das Risiko, Kapital zu verlieren. Dies ...
Wer sein Geld in Aktien und Fonds anlegen möchte, hat es nicht leicht. Das gesamte Thema scheint äußerst komplex zu sein und ...
Junge Familie sollten mit Blick auf die Zukunft langfristig investieren. Wer Geld anlegen will, hat derzeit unzählige Möglichkeiten. Laut dem Statistischen Bundesamt ...
Sie planen den Bau eines Hauses und können sich noch nicht genau festlegen, welche Art von Dach Sie darauf setzen wollen? Das ...
Das passende Casino finden, das ist gerade für Casino-Neulinge nicht leicht. Aber auch erfahrene Casino-Spieler tun sich manchmal bei der Entscheidung für ...
In der Vergangenheit haben bereits einige Krisen für Unsicherheiten gesorgt und die Märkte crashen lassen. Auch die Corona-Pandemie ist für Anleger eine ...
Gold war in Krisenzeiten schon immer eine sichere Alternative zu vielen anderen Anlagen. Derzeit ist eine Feinunze 1.203 US-Dollar wert. Das liegt ...
Wer in der heutigen Zeit nach guten Anlagemöglichkeiten sucht, hat es mitunter schwer. Längst bieten Festgeldkonten und Sparbücher nicht mehr die gleichen ...
Sie haben längere Zeit gespart oder eine hohe Summe geerbt? Um Ihr Kapital zu vermehren, müssen Sie das Geld gewinnbringend anlegen. Das ...












