
Mit Gold als Anlage kann man eigentlich nichts falsch machen.
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Gold war in Krisenzeiten schon immer eine sichere Alternative zu vielen anderen Anlagen.
Derzeit ist eine Feinunze 1.203 US-Dollar wert. Das liegt vor allem an der Politik des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten; Trump hat – aufgrund zahlreicher unorthodoxer Maßnahmen – den Wert des Edelmetalls in die Höhe getrieben.
Dennoch raten Experten: Anleger, die sich für Gold interessieren, sollten keinesfalls ihr ganzes Vermögen in Münzen, Barren oder ETF-Anteile investieren. Vorsicht gilt auch, wenn man dem Online-Handel nachgeht (etwa mit der Software MT4 Linux) – auch hier sollte man nicht sein gesamtes Kapital in Gold investieren.
Gold gewinnt wieder an Wert
Immer dann, wenn geopolitische Spannungen drohen oder Menschen Angst vor einer kaum zu bremsenden Inflation haben, investieren zahlreiche besorgte Bürger in Gold. Im Jahr 2011, als die Finanzkrise ihren Höhenpunkt erreicht hat, kletterte der Goldpreis auf 1.900 Euro/Feinunze. Im Juni 2016, als der Höhepunkt der Unsicherheit erreicht war, ob die Briten tatsächlich für den „Brexit“ stimmen, kletterte der Goldkurs ebenfalls nach oben.
Derartige Höhenflüge wurden auch nach dem Wahlsieg von Donald Trump prognostiziert, doch die Krisenwährung stürzte ab. Nun scheint sich der Goldkurs aber erholt zu haben: Der Goldkurs klettert nämlich seit Wochen wieder nach oben.
Experten warnen vor einem möglichen Absturz
Derzeit liegt der Goldpreis bei 1.203 US-Dollar/Feinunze. Dafür ist aber nicht nur Donald Trump verantwortlich; Gold profitiert auch vom schwachen Euro bzw. vom starken US-Dollar. Experten warnen jedoch: Sollte der Eurokurs demnächst wieder steigen, wird die Gold-Euphorie schnell ein Ende finden.
Das derzeitige Potential liege, so die Analysten, bei „maximal 1.300 US-Dollar“. Jedoch bedeutet das nicht, dass das gesamte Vermögen in Gold investiert werden sollte – ratsam sind hingegen 5 bis 10 Prozent.
Können steigende Zinsen den steigenden Goldkurs stoppen?
Das liegt vor allem auch an den zu erwartenden Zinserhöhungen. Steigen die Zinsen, fällt nämlich der Goldpreis. Natürlich wissen auch die Analysten, dass steigende Zinsen nicht unbedingt ein Hindernis für steigende Goldkurse sein müssen. So verbuchte der Goldpreis zwischen den Jahren 2004 und 2006, als die Zinsen in den USA um 5 Prozent gestiegen sind, einen Anstieg von 400 US-Dollar auf 700 US-Dollar.
Die Analysten wissen auch, dass es um die Real- und nicht um die Nominalzinsen gehe. Erhält der Anleger 5 Prozent auf sein Erspartes, wobei die Inflationsrate jedoch 7 Prozent beträgt, ist Gold – aufgrund des realen Vermögensverlustes – attraktiver.
Dennoch ist zu beachten: Steigen die Zinsen, interessieren sich die Anleger auch wieder für Anleihen und verkaufen ihr Gold. Selbst dann, wenn die Fed – gegen den Willen des 45. Präsidenten – die Zinsen erhöht, könnte der Dollarkurs weiter steigen. Gold würde hingegen nicht steigen – das Edelmetall wird ja schlussendlich in der amerikanischen Währung gehandelt.
Was müssen Anleger berücksichtigen?
Doch wie investiert man in Gold? Anleger können Goldbarren oder Münzen kaufen und im hauseigenen Safe (oder Bankschließfach) verschließen. Jedoch tragen die Anleger das Währungsrisiko – schlussendlich entscheidet auch der Wechselkurs über den Erfolg der Anlage. Bleibt der Euro – gegenüber dem US-Dollar – schwach, profitiert der Anleger; verliert der US-Dollar aber gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung, verliert auch der Anleger.
Des Weiteren müssen Anleger etwaige Versicherungs- oder Lagerungskosten berücksichtigen. Positionen, die sehr wohl den Gewinn „auffressen“ können.

Goldmünzen.
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