Freitag, 03. Februar 2023

Geld investieren in der Krise: Von Aktien, Anleihen und Sachwerten

25. August 2020 | Kategorie: Finanzen, Ratgeber, Vermischtes

Bild von Csaba Nagy auf Pixabay

In der Vergangenheit haben bereits einige Krisen für Unsicherheiten gesorgt und die Märkte crashen lassen. Auch die Corona-Pandemie ist für Anleger eine große Herausforderung.

Weltweit reagieren die Aktienkurse auf die aktuelle Lage. Erfahren Sie hier, wie die Risiken zu bewerten sind und welche Geldanlagemöglichkeiten in Zeiten der Krise sinnvoll sein können.

Welche Anlagemöglichkeit ist die richtige?

In was soll denn eigentlich investiert werden: In Rohstoffe, Aktien, Immobilien oder Anleihen? Gerade in Zeiten, in denen die Entwicklung der Aktienkurse unvorhersehbar erscheint, ist es schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Laien haben kaum eine Chance, gute Vorhersagen zu treffen. Oft zeigt sich, dass die sinnvollsten Investitionen gar nicht unbedingt in direktem Zusammenhang mit der Börse stehen müssen.

Gold wird beispielsweise seit jeher als stabile Geldanlage gesehen. Gerade in Krisenzeiten kann das Edelmetall durchaus bestehen, denn seinen hohen Stellenwert verlor es nie. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben die Währungen mit Abwertungen zu kämpfen, Gold ist da eine gute Absicherung. Das Edelmetall war schon immer wertvoll und wird es auch in Zukunft bleiben. Trotzdem hat die Investition in Gold natürlich auch Nachteile, denn es gibt keinen direkten Geldfluss und keine Einnahmen.

In Anleihen investieren

Bei Anleihen handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere. Im Gegenzug gehen Aktien mit keinerlei Zinszahlungen einher, dabei geht es eher um Gewinnausschüttung und Kurssteigerung. Trotzdem kann mit beidem an der Börse gehandelt werden. Es gibt sogenannte Rating-Agenturen, die die verschiedenen Anleihen bewerten. Ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung hoch, so handelt es sich um eine hohe Bonität.

Dabei hat der Begriff „Bonität“ weniger mit dem Wort „Bonus“ zu tun, das wir etwa mit Bonuszahlungen im Beruf oder lukrativen Online-Angeboten verbinden. Bei neuen Vertragsabschlüssen etwa ist von Boni die Rede, und auch auf Unterhaltungsseiten wie Online Casinos gibt es sowas in Form von nutzerbindenden Aktionen. Sprechen wir aber von Anleihen mit hoher Bonität, so geht es darum, dass diese als risikolos eingestuft werden.

In Krisenzeiten ist man sich uneinig, ob derartige Investments sinnvoll erscheinen oder nicht. Schaut man sich aber beispielsweise die US-Notenbank an, wird deutlich, dass weiterhin festverzinsliche Wertpapiere eingekauft werden. Anleger sollten also durchaus aufhorchen und den Markt beobachten. Gerade private festverzinsliche Anleihen können laut einiger Experten als Chance gewertet werden.

VR und Gaming-Branche

Sieht man sich einzelne Branchen an, so bietet die Gaming-Branche ganz sicher einige gute Möglichkeiten zu investieren. Allein schon der zuvor genannte Online-Glücksspielmarkt ist in den letzten Jahren aufgeblüht und beinahe täglich schießen neue Anbieter wie Pilze aus dem Boden. Man versucht sich gegenseitig mit Bonusangeboten zu übertrumpfen, um neue Spieler anzulocken. Erfolgreiche Online-Glücksspielseiten generieren Umsätze in Milliardenhöhe, und auch während der Corona-Pandemie sind hohe Einnahmen zu verzeichnen.

Innovative Gaming-Elemente sind ebenfalls einen genaueren Blick wert: Die VR-Technologie steckt zwar noch in den Kinderschuhen, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Möglichkeiten, erweiterte Realitäten zu erstellen und virtuelles mit der physischen Welt zu verbinden, sind spannend und zukunftsweisend.

Experten empfehlen, sich für mehrere kleine Investitionen zu entscheiden, da noch nicht genau absehbar ist, wer am Ende als Gewinner hervorgehen wird. Fakt ist aber, dass sich hier viele Chancen bieten, denn vereinzelte Unternehmen werden in den nächsten Jahren das Rennen machen.

Nachhaltige Aktien zeigen sich ein wenig stabiler

Der Nachhaltigkeitsindex hat nicht ganz so sehr gelitten wie der Weltaktienindex. Grüne Investments scheinen sich also nach wie vor zu lohnen, sind sie doch auch seit einiger Zeit im Trend. Auch zu Beginn der Pandemie konnten sich die Kurse besser halten als der breite Markt.

Zumeist lohnt sich da die Investition in Unternehmen, die einerseits die Wirtschaft ankurbeln und sich auf der anderen Seite auch für eine sauberere Umwelt und nachhaltige Produkte einsetzen. Immer mehr Privatanleger entscheiden sich für genau diese Investitionen, weshalb die Nachfrage in Zukunft sicher weiter steigen wird.

Ebenfalls zukunftsweisend sind Aktien, die dem Technologiesektor zuzuordnen sind und sich auf Arbeitsbedingungen und Digitalisierung konzentrieren: Die Pandemie hat uns gezeigt, welche Möglichkeiten das Home Office bietet. Wie können Arbeitnehmer und Arbeitgeber von der Digitalisierung profitieren? Unternehmen, die sich für vereinfachte Arbeitsprozesse und eine leichtere Kommunikation einsetzen, haben hier die Nase vorn. Experten sind sich einig, dass in diesem Bereich enormes Wachstum zu verzeichnen sein wird.

Immobilien auf dem Land

Nicht nur Unternehmen, die sich mit Digitalisierungsprozessen befassen, werden in der Krise wichtiger. Auch der Immobilienbereich gewinnt während der Corona-Pandemie zumindest teilweise an Bedeutung. Viele Menschen beginnen, ihre Lebenssituation zu hinterfragen. Wir alle hielten uns deutlich mehr in den heimischen vier Wänden auf, der Wunsch nach Freiheit und einem Zuhause im Grünen wuchs. Deshalb empfehlen einige Experten, nach Immobilien außerhalb der Großstädte zu suchen. Diese sind nicht nur günstiger, sondern könnten in den nächsten Jahren sogar eine gute Wertsteigerung erfahren.

Gerade Familien wünschen sich den Blick ins Grüne, statt gestresst in der 2-Zimmer-Wohnung in der Großstadt zu leben. Sicher wird sich auch hier wieder einiges wandeln, sobald mehr Normalität einkehrt, der Wunsch nach einem ruhigen Zuhause wird aber sicher bei vielen Familien und auch bei jungen Menschen bleiben.

Ruhe bewahren und Trends beobachten

Kein Börsenkurs steigt immer nur in die Höhe. Abstürze gehören immer dazu. Die Corona-Pandemie hat für Nervosität gesorgt, doch auch in der Krise sind Ruhe und Geduld gefordert. Statt alles zu verkaufen, sollten Anleger die Füße stillhalten. Das sollte bereits beim Kauf einer Aktie bedacht werden: Gekauft werden sollte nur, wenn auch Börsenrückgänge zu verkraften sind.

Auch aktuell hat sich wieder gezeigt, dass sich das Warten durchaus lohnt. Die Kurse gehen nach oben. Rückgänge auszusitzen ist deshalb in vielen Fällen dem Wechsel aus Kauf und Verkauf (bei fallenden beziehungsweise steigenden Kursen) vorzuziehen. Den richtigen Zeitpunkt verpassen vor allem Leien häufig, weshalb Anleger mit Geduld besser fahren.

Gleichzeitig lohnt sich in Zeiten des Corona-Virus auch ein Blick in andere Investitionsbereiche: Die Krise hat sowohl auf unternehmerischer Seite als auch unter Privatpersonen für Umbrüche gesorgt. Menschen erwägen mehr denn je, von der Stadt aufs Land zu ziehen oder müssen vom Büro auf Home Office umsatteln.

Große Unternehmen und Startups reagieren auf die neuen Gegebenheiten, was gute Investitionsmöglichkeiten mit sich bringt. Auch Immobilien auf dem Land zu erwerben, kann als Anlage sinnvoll sein. So bietet die Krise am Ende auch ungeahnte Chancen und Möglichkeiten für Privatanleger, die mit Geduld und Bedacht handeln.

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